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Schweiz ringt Brasilien ein Remis ab

Der Rekord-Champion startet mit einem Remis in die WM.

Brasilien muss sich bei seinem ersten WM-Auftritt in Russland mit einem Remis begnügen. Der Rekord-Champion erreicht in Gruppe E gegen die Schweiz ein 1:1.

Dabei läuft alles zunächst nach Plan: Coutinho sorgt mit einem herrlichen Weitschuss in den Winkel für die Führung der "Selecao" (20.), doch kurz nach der Pause gelingt Zuber nach einer Ecke per Kopf der Ausgleich (50.).

Die Brasilianer haben in Folge optische Vorteile, Firmino (90.) und Miranda (91.) vergeben aber den Matchball.


Gleiche Elf wie im ÖFB-Test

Die Brasilianer konnten damit nach neun Auftaktsiegen bei den vorangegangenen Weltmeisterschaften erstmals nicht als Sieger vom Platz gehen. Tabellenführer ist nach dem ersten Spieltag in der Gruppe E Serbien, das gegen Costa Rica am Nachmittag 1:0 gewann.

Brasilien-Coach Tite schickte exakt die gleiche Elf wie beim 3:0-Sieg gegen Österreich im letzten WM-Test auf den Rasen. Zum Kapitän bestimmte Tite diesmal Linksverteidiger Marcelo. Bei der Schweiz begann Zuber von Hoffenheim als Linksaußen, die übrige Aufstellung war aufgrund der Präferenzen von Trainer Vladimir Petkovic ein offenes Geheimnis gewesen.

Coutinho mit Traumtor

Nach einem etwas verunglückten Volley des Schweizers Blerim Dzemaili (3.) vergab Paulinho nach zehn Minuten die erste Chance der Brasilianer, indem er am Fünfer verzog. Die "Selecao" erhöhte dann für kurze Zeit das Tempo, und gleich der erste Weitschuss von Coutinho passte haargenau. Aus halblinker Position zirkelte der Barcelona-Legionär den Ball von knapp außerhalb des Strafraums via Innenstange ins Netz.

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Danach schlief das Match ein bisschen ein. Der Rekordchampion schaltete mindestens einen Gang zurück, die Schweizer gewannen zwar Bälle und kombinierten im Mittelfeld gefällig, kamen aber nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor. Das verhinderten eigene Fehler und die hervorragend organisierte Defensive der Brasilianer. Kurz vor dem Halbzeitpfiff köpfelte Thiago Silva nach einem Eckball über die Latte.

Brasilianische Schlussoffensive unbelohnt

Wieder Leben in die Partie kam nach dem Ausgleich, den Xherdan Shaqiri mit einem Eckball vorbereitet hatte. Weil er seinen Gegenspieler Miranda leicht wegstieß, war Zuber praktisch unbewacht. Mit mehr Selbstvertrauen verteidigte die "Nati" danach besser, zwang Brasilien zu Fehlern und hielt den Ball länger in den eigenen Reihen.

Erst in der 58. Minute hatte Neymar seinen ersten Auftritt im Strafraum, der zu einem Corner führte. Ein Weitschuss (78.) des 26-Jährigen wurde zur Beute von Torhüter Yann Sommer, die Dribblings und Freistöße des Offensivspielers blieben wirkungslos. Gefährlicher war Coutinho (70.), der aus kurzer Distanz die neuerliche Führung vergab.

Am Ende versuchte es Brasilien mit der Brechstange. Der eingewechselte Robert Firmino (82.) schoss aus spitzem Winkel über das Tor, seinen Kopfball (90.) erwischte Sommer gerade noch. Bei einem Schuss von Miranda (91.) fehlten nur Zentimeter.

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