Nach Remis: Hütter glaubt weiter an Finale

Nach Remis: Hütter glaubt weiter an Finale Foto: © getty
 

Es war wieder einmal ein Europapokal-Abend der Sonderklasse, der sich am Donnerstag im Waldstadion in Frankfurt abgespielt hat.

Mit der lautstarken Unterstützung von 48.000 frenetischen Fans sorgte die Eintracht mit einem 1:1 gegen den FC Chelsea dafür, dass die Chance auf das Europa-League-Finale auch nach dem Hinspiel weiterhin intakt ist. Coach Adi Hütter spricht deshalb auch von einem "Achtungserfolg gegen eine absolute Top-Mannschaft." Es sei weiterhin "alles möglich".

Trotz der verspielten Führung zeigt sich Hütter mehr als nur zufrieden: "Wir dürfen sehr, sehr stolz sein auf unsere Leistung."

Hoffnung dank Offensiv-Power

"Mit dem 1:1 wird es natürlich nicht einfach", mutmaßte Hütter. Immerhin: In Kroatiens Vize-Weltmeister Ante Rebic, der nach Gelbsperre zurückkehrt, hat er dann eine Offensivoption mehr. Zudem dürfte ihn der Blick auf die bisherigen Partien in der Fremde Hoffnung machen: In fünf von sechs Spielen fielen mindestens zwei eigene Treffer, nur einmal wurde verloren.

"Die Spieler haben mir schon kurz nach dem Spiel gesagt: Das ist noch einmal ein anderes Niveau als bei den Mannschaften, gegen die wir schon gespielt haben", berichtete Hütter. Im größten Spiel der Hessen seit 39 Jahren trat seine Truppe unerschrocken auf und lieferten dem großen Titelfavoriten einen Kampf auf Augenhöhe. "Mentalität, Leidenschaft: Ich habe heute alles gesehen, was ein Fußballspiel ausmacht", lobte Sport-Vorstand Fredi Bobic.

Chelsea-Coach Maurizio Sarri monierte in den ersten 20 Minuten das Fehlen der "richtigen Mentalität", erst dann "haben wir angefangen, richtig Fußball zu spielen", erklärte der Italiener. Seinen Offensivstar Eden Hazard ließ er erst nach einer Stunde von der Leine, Englands knappes Ligafinish dürfte für Sarri Priorität besitzen. "Letztlich hätten wir den Sieg aus meiner Sicht verdient gehabt, aber ein 1:1 auswärts ist in Ordnung", befand der 60-Jährige.

Arsenal-Coach sieht Chancen 50:50

Gute Chancen auf den Einzug ins EL-Finale am 29. Mai in Baku hat auch Arsenal, einer der Rivalen Chelseas im Kampf um die Champions-League-Plätze der Premier League. Die "Gunners" taten sich gegen Valencia zuhause zwar lange Zeit schwer, siegten aber 3:1. "Ich hoffe, dieses dritte Tor wird wichtig sein", sagte Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang, der in der Nachspielzeit den Endstand fixierte. Arsenal-Trainer Unai Emery stieg dem Zwei-Tore-Plus zum Trotz auf die Bremse: "Ein gutes Resultat, aber das Rückspiel wird sehr schwer. Die Chancen stehen 50:50", betonte der Spanier.

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