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Sturm gegen Feyenoord: Immer denkwürdig

Last-Minute-Tore, Kantersiege und packende Duelle – Wir werfen einen Blick auf alle bisherigen Spiele zwischen Feyenoord und Sturm Graz.

Sturm gegen Feyenoord: Immer denkwürdig Foto: © GEPA/GETTY

Am Donnerstag muss Sturm Graz am 7. Spieltag der UEFA Europa League auswärts gegen Feyenoord Rotterdam ran (um 18:45 Uhr LIVE bei CANAL+ und im LIVE-Ticker >>>).

Bisher trafen die beiden Teams in ihrer Geschichte vier Mal aufeinander. Diese Spiele enttäuschten bisher noch nie – Zeit für einen Blick zurück:

Sturm - Feyenoord: 2:1

Champions-League-Qualifikation, 3. Runde, Hinspiel (8. August 2000)

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Schopp war der entscheidende Mann für die Grazer im Hinspiel
Foto: ©GEPA

Tore: Schopp (23./E, 90+3./E); Korneev (7.).

Sturm-Aufstellung: Schicklgruber; Foda (62. Mamedov), Fleurquín, Minavand, Neukirchner; Strafner, Reinmayr (71. Szabics); Schopp, Schupp (78. Korsos); Kocijan, Yuran

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Zum ersten Mal trafen die beiden Teams in der Champions-League-Qualifikation der Saison 2000/01 aufeinander.

In der dritten und letzten Runde vor der Gruppenphase geriet Sturm Graz im Hinspiel früh unter Druck. Igor Korneev brachte Feyenoord bereits in der 7. Minute in Führung. Doch die Grazer zeigten sich unbeeindruckt und Markus Schopp behielt vom Elfmeterpunkt die Nerven und glich in der 23. Minute aus.

Das Spiel steuerte auf ein Remis zu, als sich in der Schlussminute das Drama zuspitzte. Imre Szabics wurde im Strafraum gefoult – erneut zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt.

Wieder trat Schopp an, erneut blieb er eiskalt: Doppelpack, 2:1, Sturm Graz. In der hitzigen Schlussphase kassierte Feyenoords Julio Cruz noch die Rote Karte und fehlte damit im Rückspiel in Rotterdam.

Feyenoord - Sturm: 1:1

Champions-League-Qualifikation, 3. Runde, Rückspiel (23. August 2000)

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Nach der erfolgreichen Qualifikation lässt sich Sturm feiern
Foto: ©GEPA

Tore: Jochemsen (87.); Reinmayr (54.).

Sturm-Aufstellung: Schicklgruber; Foda, Fleurquín, Mamedov, Neukirchner; Minavand (46. Prilasnig), Reinmayr (64. Mählich); Schopp, Schupp; Kocijan, Yuran (76. Szabics)

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Im Rückspiel stellte Sturm früh die Weichen auf Weiterkommen. Hannes Reinmayr verwertete eine Vorlage von Sergey Yuran zum 1:0.

Feyenoord kam durch Arco Jochemsen zwar noch zum Ausgleich, doch der Treffer blieb folgenlos. In der Schlussphase warfen die Niederländer noch einmal alles nach vorne, eine Wende gelang jedoch nicht – Sturms Defensive hielt stand und machte den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League perfekt.

Feyenoord - Sturm: 6:0

UEFA Europa Lague, Gruppenphase (15. September 2022)

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Diese hohe Niederlage entscheidete letzendlich über Weiterkommen oder Ausscheiden
Foto: ©GETTY

Tore: Jahanbaksh (8., 41.), Hancko (31.), Danilo (34.), Gimenez (66.), Idrissi (78.).

Sturm-Aufstellung: Siebenhandl; Borkovic, Wüthrich (46. Affengruber), Dante, Gazibegovic; Gorenc Stankovic (46. Oroz), Horvat (72. Kiteishvili), Prass; Bøving (63. Lang); Sarkaria, Emegha (19. Ljubic)

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Auch in der Europa-League-Saison 2022/23 trafen die beiden Teams zwei Mal aufeinander. Das erste Duell in Rotterdam endetet besonders bitter aus Sturm-Sicht.

Schon früh brachte Jahanbakhsh die Gastgeber nach einer Freistoß-Variante in Führung – Siebenhandl machte das kurze Eck auf und machte dabei keine gute Figur. In der 31. Minute erhöhte Hancko bei einem mutigen Vorstoß und vergrößerte den Vorsprung. Nur zwei Minuten später lief die linke Seite wieder heiß: Idrissi mit dem Pass, Danilo vollendete per Hacke.

Jahanbakhsh traf noch vor der Pause zum 4:0. Der Ball wurde unglücklich von Dante abgefälscht. Siebenhandl war ohne Chance.

Trotz Systemumstellung auf 5-3-2 setzte sich auch nach der Pause das Debakel fort. In der 66. Minute köpfte Gimenez zum 5:0 ein, bevor Idrissi mit einem sehenswerten Weitschuss den 6:0-Endstand markierte.

"Abhaken und weitermachen", sagte Wüthrich – und genau das machten die Grazer im Rückspiel.

Sturm - Feyenoord: 1:0

UEFA Europa League, Gruppenphase (27. Oktober 2022)

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Groß war der Jubel über den Siegtreffer
Foto: ©GEPA

Tor: Kiteishvili (90+3.).

Sturm-Aufstellung: Siebenhandl; Wüthrich, Affengruber, Dante (90. Schnegg), Gazibegovic; Ljubic, Hierländer (56. Kiteishvili), Prass, Horvat; Bøving (83. Jantscher), Ajeti (56. Emegha)

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Im Rückspiel stellte Christian Ilzer in der Trainer-Bilanz mit Arne Slot auf 1:1: Vor heimischer Kulisse zeigte Sturm Graz ein beeindruckendes Comeback und revanchierte sich für die Hinspiel-Pleite.

Die erste Hälfte gehörte jedoch noch klar Feyenoord. Gernot Trauner vergab in der 31. Minute per Kopf die erste Topchance für die Gäste, Danilos Kopfball in der 40. Minute war zu zentral. Zur Pause zeigten die Statistiken die Überlegenheit der Niederländer deutlich: 10:2 Torschüsse sprachen eine klare Sprache.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Sturm jedoch eine deutliche Leistungssteigerung. Emegha hatte in der 64. Minute Pech, als sein Schuss nur die Stange traf, Affengruber kam in der 70. Minute unbedrängt per Kopf an den Ball, konnte diesen aber nicht platzieren. Auch bei einem Emegha-Schuss in der 86. Minute fehlte nicht viel.

Dann, in der dritten Minute der Nachspielzeit, platzte der Knoten: Kiteishvili nahm den Ball volley und traf sehenswert ins Netz.

Am letzten Spieltag verlor Sturm Graz gegen den FC Midtjylland 0:2 und musste sich aufgrund des Torverhältnisses mit acht Punkten und Platz vier in Gruppe F aus der Europa League verabschieden. Besonders bitter: Alle vier Mannschaften in der Gruppe hatten dieselbe Punktanzahl.

Österreichs legendärste Europacup-Siege gegen Niederlande


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