Europa League: Die RBS-Helden in der Einzelkritik

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Vier Minuten für die Ewigkeit!

Salzburg hat mit einem 4:1 gegen Lazio Rom - und das nach 0:1-Rückstand - das Wunder geschafft und steht als erstes österreichisches Team seit Rapid 1996 in einem Europacup-Halbfinale, genauer gesagt in jenem der UEFA Europa League.

Am Freitag entscheidet sich, gegen wen die Reise weitergeht: Arsenal, Atletico oder Marseille.

LAOLA1 analysiert die Leistungen aller Salzburg-Akteure und verteilt Noten (1=Sehr Gut, 2=Gut, 3=Befriedigend, 4=Genügend, 5=Nicht Genügend):


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ALEXANDER WALKE (34/GER), 90 Minuten, Note: 1 (Hinspiel: 3)

Hatte in der ersten Hälfte lange nichts zu tun und war dann aber da, als es drauf ankam, wie bei den großen Chancen von Immobile (43./49.). Beim 0:1 durch den Stürmer-Star hatte der Deutsche aber einfach keine Chance. Einer der Matchwinner bei diesem historischen Aufstieg.

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STEFAN LAINER (25/AUT), 90 Minuten, Note: 1 (Hinspiel: 4)

Vorne wie hinten sehr aktiv, ließ seine Gegner, vor allem Lulic, spüren, dass es an diesem Abend kaum ein Vorbeikommen gibt. Konnte nach vorne nicht so oft und wie gewünscht Akzente setzen, aber arbeitete vorne wie hinten bis zum Umfallen und belohnte sich mit seinem Kopfball-Treffer (!) zum 4:1 (76.).

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ANDRE RAMALHO (26/BRA), 90 Minuten, Note: 2 (Hinspiel: 4)

Der Abwehrchef war vor allem in der ersten Hälfte ganz klar in seinen Ausführungen, was die Defensive betrifft, aber machte auch immer wieder den Pass, der die Gefahr nach vorne auslöste. Beim 0:1 verlor er das Laufduell gegen Immobile, dieser Angriff war aber nur schwer zu verteidigen. Im furiosen Finish beim 4:1 mit dem Kopf als Assistgeber für Lainer (76.).

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In der aktuellen Ausgabe von "LAOLA1 On Air - Der Sport-Podcast" geht es um den italienischen Fußball. Gibt es in Italien auch einen Red-Bull-Hass? Wie bereitet sich Andre Ramalho auf das Duell mit Ciro Immobile vor? Wie ist es in einem kuriosen Sommer dazu gekommen, dass Inzaghi überhaupt Lazio-Trainer wurde? Hier anhören:


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DUJE CALETA-CAR (21/CRO), 90 Minuten, Note: 2 (Hinspiel: 5)

Defensiv eutlich verbessert gegenüber dem Hinspiel, auch wenn er Immobile kurz nach der Pause gewähren ließ (49.). Hatte auch eine gute Kopfball-Chance nach einer Ecke (36.) und gab dann den entscheidenden Pass auf Hwang zum 3:1. Ließ hinten raus nichts mehr anbrennen und klärte wichtig gegen Immobile. Das sah auch der kroatische Co-Trainer Ivica Olic, der ihn punkto WM beobachtete.

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ANDREAS ULMER (32/AUT), 90 Minuten, Gelb, Note: 1 (Hinspiel: 4)

Machte auch im 18. Europacup-Spiel der Saison alle Minuten, spielte heute sein 80. Europacup-Match. Wie bei Lainer gab es defensiv kein Durchkommen, vorne ging ein Querschuss nur knapp vorbei (44.). Seine Ecken kamen gefährlich, machte auch das Gelb-Foul als es notwendig war und steht nun mit 32 Jahren in einem Europacup-Halbfinale. Verdienter Lohn für kontinuierliche Arbeit eines Top-Profis.

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XAVER SCHLAGER (20/AUT), 90 Minuten, Note: 1 (Hinspiel: 4)

Rückte für den gelbgesperrten Samassekou auf die Sechs zurück, gab aber gleich den Zucker-Pass vor der Hwang-Chance (5.). Weil Lazio vom 4-3-3 wirklich überrascht war, wurden seine Räume sehr schnell zugestellt. Man merkte nicht, dass Samassekou fehlte und das ist bemerkenswert. Leitete offensiv den Ausgleich ein und traf später die Stange (66.). Sein überragendes Spiel wird abermals den vielen Scouts im Stadion aufgefallen sein.

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AMADOU HAIDARA (20/MLI), 90 Minuten, Note: 2 (Hinspiel: 3)

Ähnlich wie bei Schlager zu Beginn mit einigen Freiheiten, die nach einer Umstellung bei Lazio schnell weg waren. Milinkovic-Savic engte diese ein, aber nach der Pause zeigte er das, was er sehr gut kann: schießen. Sein präziser Schuss zum 2:1 (73.) war der Start für unglaubliche vier Minuten und zwei Sekunden in Salzburg.

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VALON BERISHA (25/KOS), 90 Minuten, Note: 2 (Hinspiel: 3)

Der selbst ernannte Anführer machte viele Meter, stellte dabei auch Räume zu, aber offensiv blieb der Kosovare im 4-3-3 lange zu harmlos. Versuchte es später mit Schüssen, legte dann aber auf Haidara ab, der es besser machte. Im Finish zeigte er sich als Kämpfer in Reinnatur.

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REINHOLD YABO (26/Deutschland), bis zur 84. Minute, Note: 2 (Hinspiel: - )

Die Überraschung in der Startelf, in der eher mit Minamino oder Wolf auf der Zehn spekuliert wurde. Rose entschied sich jedoch für ein 4-3-3, was wiederum keine Überraschung war, so dass Yabo mal links, mal rechts über den Flügel kam. Sorgte für die Robustheit, die in Rom vielleicht etwas fehlte, und zeigte sich offensiv bemüht. Blieb zwar lange in seinen Aktionen glücklos, fabrizierte aber dann den wichtigen Assist zum 1:1.

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MUNAS DABBUR (26/Israel), 90 Minuten, Note: 2 (Hinspiel: 3)

Zum 18. Mal in dieser Europacup-Saison in der Startelf. In der ersten Hälfte lief bei ihm offensiv noch wenig zusammen und hatte manchmal auch nicht den Blick für den Mitspieler, nach der Pause erkämpfte er sich aber den Ausgleich, sein Abschluss wurde glücklicherweise abgefälscht. Rackerte danach, was ging, und half auch so zum Wunder mit.

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HEE CHAN HWANG (22/Südkorea), bis zur 79. Minute, Note: 2 (Hinspiel: -)

Rutschte wie erwartet nach seiner Gelbsperre für Gulbrandsen in die Startelf. Vergab gleich die dicke Chance auf die Führung (5.), die man in solchen Spielen bei zwei Toren Rückstand eigentlich nützen muss. Der Südkoreaner blieb aber wie gewohnt emsig, lästig und belohnte sich mit dem abermals abgefälschten Treffer zum 3:1 (74.), der den Aufstieg klar machte.

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FREDRIK GULBRANDSEN (25/Norwegen), ab der 79. Minute, zu kurz eingesetzt


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TAKUMI MINAMINO (23/Japan), ab der 84. Minute, zu kurz eingesetzt


Textquelle: © LAOLA1.at

Salzburg steht sensationell im Europa-League-Semifinale

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