Doch auch hinten haperte es. Die Abwehr war nicht in der Lage, den schnörkellos agierenden rumänischen Stürmern Paroli zu bieten.
"Sie wissen, dass ihre Leistung schlecht war. Wir repräsentieren ein großes Land, das seit zwei Jahren um seine eigene Freiheit kämpft. Sie haben unsere Fans enttäuscht", sagte Rebrov über seine Stars. Einer davon ist Dovbyk, der gar keine Ausreden suchen wollte. "Du musst dir die Ergebnisse am Platz erkämpfen, nicht am Papier. Wir haben noch zwei Spiele, können unsere Situation noch verbessern."
Großer Respekt vor Slowakei
Allerdings warte mit der mit 1:0 gegen Belgien siegreich gebliebenen Slowakei eine große Challenge. "Es wird noch schwieriger gegen sie, als es das gegen Rumänien war", vermutete der Stürmer.
Respekt äußerte Dovbyk vor allem im Hinblick auf die slowakischen Innenverteidiger Denis Vavro und Milan Skriniar. "Sie haben mit Lukaku gegen einen der besten Stürmer des Turniers exzellent verteidigt", sagte der Spanien-Legionär.
Aufseiten der Slowaken steht Offensivmann Tomas Suslov vor einer besonderen Partie, ist doch sein Vater Ukrainer. Der 22-jährige Verona-Akteur wurde von der ukrainischen Niederlage überrascht, Vorteil müsse diese aber keinen bringen.
Ein bisschen Glück gehört dazu
"Das Ergebnis kann sie noch gefährlicher machen. Wir erwarten kein leichteres Spiel als gegen Belgien. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir zumindest dasselbe noch einmal machen", sagte Suslov. Ein guter Auftritt in den Bereichen Organisation, Pressing und Konterspiel war die Grundlage für den erfolgreichen Start.
Das nötige Glück durfte im Finish auch nicht fehlen, als wegen eines viel diskutierten Handspiels von Lois Openda der Ausgleich durch Lukaku zurückgepfiffen worden war. "Es war großartig, den Dritten der Weltrangliste zu besiegen. Aber wir rechnen uns gar nichts aus", sagte der slowakische Tormann Martin Dubravka.