"Wir müssen vorsichtig sein"
Er möge die "Red-Bull-Schule" der Österreicher, betonte der frühere Weltklasse-Verteidiger. "Sie sind sehr offensiv und erlauben es dem Gegner nicht, sein Spiel aufzubauen. Außerdem sind sie sehr intensiv und gehen auch Risiken ein." Dies könne zu offenen Räumen führen, die es zu nutzen gelte, ergänzte Koeman.
Allerdings dürfe man sich auch selbst keine Fehler erlauben. "Wir müssen vorsichtig sein und dürfen den Ball nicht verlieren, sonst werden sie uns auseinandernehmen", meinte der Bondscoach.
Seine mit dem Zug von Wolfsburg nach Berlin angereiste "Elftal" wäre bei einem Unentschieden fix Zweiter und könnte im Fernduell mit Frankreich sogar noch Platz eins erreichen.
Depay erhält Startelfgarantie
"Wir wollen Erster oder Zweiter werden. Dritter wäre nicht so gut, denn dann könnten wir gegen England spielen", sagte Koeman. Auf ein Remis werde man es deshalb aber nicht anlegen, kündigte der Europameister von 1988 auf der Abschluss-Pressekonferenz am Montagabend im Olympiastadion an.
Viel mehr Fragen als über Österreich drehten sich um Memphis Depay. Der Angreifer war zuletzt in der Heimat wegen seiner dürftigen EM-Auftritte in die Kritik geraten, Koeman hält ihm dennoch die Stange.
"Er wird am Dienstag beginnen. Er ist selbstkritisch und war mit seinen Spielen nicht zufrieden, aber er hatte in dieser Saison viele Verletzungen. Wir brauchen ihn", sagte der Coach. Depays Sturm-Kollege Joshua Zirkzee fehlte aufgrund einer Erkrankung im Abschlusstraining. Koeman schloss jedoch eine Einwechslung des Bologna-Kickers gegen Österreich nicht aus.