Nach der 2:3-Niederlage in Slowenien war in israelischen Medien berichtet worden, der Ex-Bremen- und Bayern-Profi habe auch aus Wut gegen Flaschen getreten und seine Profis nach dem späten Siegtreffer der Slowenen zusammengestaucht.
Herzog tröstete Spieler
"Ich bin nach den Presse-Gesprächen in die Kabine gekommen, dort hat unser Technischer Direktor, Willi Ruttensteiner, gerade zu den Spielern gesprochen", erklärt Herzog nun. "Ich habe dann eine Minute lang der Mannschaft deutlich gesagt, dass wir mit einer Niederlage niemals zufrieden sein können." Er sei dabei "schon laut und emotional" gewesen. "Ganz klar", sagt er.
Geweint habe zwar unter anderem der 20-jährige Manor Solomon - allerdings direkt nach dem Abpfiff. Dieser habe ihn gefragt: "Coach, wann werden wir endlich für unsere Arbeit belohnt?", berichtet Herzog. "Da habe ich ihn in den Arm genommen und gesagt: 'Du bist noch so jung, du musst nur fest dran glauben!' Manche Spieler haben geweint, ja! Weil sie enttäuscht und leer waren!"
Die Israelis, die auf das erste große Turnier seit 1970 hoffen, sind in der Österreich-Gruppe G Tabellenvierter. Nur der Sieger und der Zweite lösen das direkte EM-Ticket.