Soucek über Schick-Treffer: Haben Tor des Turniers

 

Was für ein Treffer von Patrik Schick!

Beim 2:0-Erfolg Tschechiens über Schottland im Hampden Park in Glasgow beschert der Goalgetter seinem Land mit einem Doppelpack quasi im Alleingang einen Start nach Maß in die Europameisterschaft 2020.

Nachdem der Leverkusen-Akteur bereits kurz vor der Pause per Kopf den ersten Treffer der Partie besorgt, legt er in der 52. Minute nach - und wie. Nach einem missglückten Distanzschuss des schottischen Abwehrmannes Jack Hendry bekommt Schick den Ball genau in den Lauf serviert, schaut auf Höhe der Mittellinie einmal auf und versenkt die Kugel mit links aus mehr als 50 Metern über Schottlands Keeper David Marshall hinweg im Netz.

Ohne Zweifel bisher DER Treffer des Turniers, das bereits schöne Treffer von unter anderem Stefan Lainer oder Andriy Yarmolenko zu bieten hatte. Mit dem Tor von Schick kann aber kein Treffer mithalten.

So beurteilte auch Schicks Teamkollege Tomas Soucek den Geistesblitz: "Es ist klar, dass wir schon den Treffer des Turniers haben", und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Kein Grund zu versuchen, das noch zu überbieten."

Der Torschütze selbst kommentierte seinen genialen Moment ganz cool: "Ich habe ihn (Anm.: Marshall) weit vor seinem Tor gesehen. Ich habe schon in der ersten Halbzeit gemerkt, dass diese Situation kommen würde. Ich habe geschaut, wo er steht."

Schottland mutig aber unbelohnt

So schön der Treffer auch war, ging ihm der eher aussichtslose Schussversuch von Hendry voraus, der sich binnen weniger Sekunden wie ein Boomerang entwickelte und nach ein paar Kontakten von Schick im schottischen Kasten zappelte.

Aber nicht nur deshalb analysierte Mittelfeldmotor John McGinn nach dem Spiel im BBC-Interview angesäuert: "Wir hätten beide Tore verhindern können, auch wenn der zweite Treffer ein toller Schuss war."

Denn was aus schottischer Sicht wohl noch mehr als die beiden Gegentore wurmte, war die Tatsache, dass man selbst locker den einen oder anderen Treffer erzielen hätte können. Einige vielversprechende Gelegenheiten blieben ungenützt oder wurden vom starken tschechischen Keeper Tomas Vaclik vereitelt.

Kapitän Andy Robertson: "Man kann nicht sagen, dass wir keine Chancen kreiert haben, wir hatten einige sehr, sehr gute Chancen, die wir besser hätten nutzen müssen. Wenn man das besser macht, dann ist es ein anderes Spiel."

Dessen war sich auch McGinn bewusst, wollte den Kopf aber noch nicht in den Sand stecken: "Wir selbst hatten genug Chancen. Es war das erste Spiel, wir müssen das jetzt abschütteln."

(Text wird nach dem VIDEO fortgesetzt)

Die Highlights der Partie Schottland gegen Tschechien mit dem Traumtor von Patrik Schick:

Am Freitag wartet das "Bruder"-Duell

23 lange Jahre, seit der WM 1998, hatten die Schotten auf ein Turnierspiel gewartet, auf EM-Ebene sogar schon 25 Jahre. Dass der erste Auftritt gründlich in die Hose ging, lag auf alle Fälle nicht an den Schlachtenbummlern im Hampden Park.

Die Hymne "Flower of Scotland" hallte stimmungsvoll durch das Oval und sogar Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon hatte das Team von Steve Clarke vor Anpfiff mittels Video-Botschaft eingeschworen. "Das ganze Land steht hinter euch. Jeder Schottland-Fan hat so lange Zeit gewartet – auf diesen Moment!"

Weiter geht es für die Schotten am Freitag mit dem "Bruder"-Duell gegen England. Mittelfeldmotor Stuart Armstong, auf Klub-Ebene für Ralph Hasenhüttls FC Southampton im Einsatz, hoffte, dass man aus der bitteren Lektion gegen die effektiven Tschechen lernen werde.

"Wir müssen unsere Erfahrungen von heute mitnehmen, daraus lernen, was passiert ist. Grundsätzlich gab es einige positive Momente und wir müssen das am Freitag fortsetzen."

Deutlich besser ist die Ausgangslage für die Tschechische Republik vor dem kommenden Spiel gegen Kroatien. Ein Punkt könnte schon zum sicheren Aufstieg ins Achtelfinale reichen.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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