Rapid: Sahnehäubchen um Millionen

Rapid: Sahnehäubchen um Millionen Foto: © GEPA
 

90 oder 120 Minuten trennen den SK Rapid vom aktuell wichtigsten Ziel.

Im Rückspiel gegen Sparta Prag hält man nach dem 2:1 im Allianz Stadion die Trümpfe in der Hand, der Aufstieg in die 3. Quali-Runde zur Champions League würde Planungssicherheit bringen - in jeglicher Hinsicht, und Millionen.

Nimmt Rapid nämlich in der tschechischen Hauptstadt die Hürde Sparta, ist den Wienern eine Gruppenphase im Europacup nicht mehr zu nehmen. Zumindest die Europa-League-Gruppenphase, in welcher sich Rapid im vergangenen Jahrzehnt meist tapfer schlug, wäre beim Aufstieg garantiert. Abgesehen davon, dass die Chance gegen AS Monaco lebt, ins Playoff zur Königsklasse einzuziehen.

"Das ist definitiv etwas Besonderes! Das sind immer besondere Spiele. Das hat man sich schon in der Vorsaison sehr hart erarbeitet über einen sehr langen Zeitraum. Für mich ist es wie das Sahnehäubchen", gibt Sportchef Zoran Barisic zu verstehen. Der gemeinsam mit Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek besonders auf die finanzielle und sportliche Planungssicherheit für die kommenden Wochen und Monate hofft.

Die fixe Gruppenphase würde nicht nur Millionen garantieren, sondern womöglich auch Spieler vom Verbleib bei Rapid überzeugen, um sich auf internationaler Bühne noch besser präsentieren zu können. 3,6 Millionen Euro für die Gruppenphase der Europa League wären Rapid dann nicht mehr zu nehmen, dazu mögliche Prämien für einen Sieg (630.000 Euro) oder ein Remis (210.000 Euro).

Dabei würde im Hinterkopf auch noch der Champions-League-Traum am Leben bleiben, der mit einem Startgeld von 15,64 Millionen Euro deutlich über der Europa League und der Conference League (2,94) liegt. Am Mittwoch ab 22:30 Uhr wird man definitiv schon mehr wissen, in welche Richtung es geht.

"Müssen Leistungsmaximum abrufen"

"Die Stimmung ist gut, die Vorfreude riesig. Wir wissen um die Wichtigkeit dieses Spiels, werden alles raushauen, um unser großes Ziel zu erreichen, dass wir Prag ausschalten und eine Runde weiterkommen", gibt Thorsten Schick die Marschrichtung vor.

Denn so groß die Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten in Wien gegen Sparta Prag war, umso größer war der Leistungsabfall zum Bundesliga-Start gegen Hartberg.

Torhüter Richard Strebinger weiß, dass nur mit vollem Einsatz etwas möglich ist. Im Hinspiel war er in einigen Situationen der Retter, der Rapids Sieg überhaupt erst möglich machte.

"Es ist generell wichtig, dass jeder Spieler von uns bei hundert Prozent ist, weil Sparta eine sehr gute Mannschaft ist. Deshalb geht es für mich genauso wie für meine Mitspieler darum, dass wir unser Leistungsmaxmimum abrufen können."

Barisic braucht Kühbauer keine Tipps geben

Das waren auch die Worte von Trainer Didi Kühbauer, der einen Kampf auf Biegen und Brechen erwartet, in dem jeder kleine Fehler entscheidend sein kann.

"Es wird wieder ein enges, sehr intensives Spiel werden. Wir müssen eine riesige Mentalität aufbringen und brauchen wieder einen Kraftakt", ist sich der Chefbetreuer sicher.

Das letzte Mal, dass Rapid in Tschechien einen Aufstieg fixierte, war im Jahr 2015. Damals mit einem 2:1-Auswärtssieg bei Viktoria Pilsen machten die Hütteldorfer schon am vierten Gruppen-Spieltag vorzeitig den Sprung ins Sechzehntelfinale.

Der damalige Trainer ist der heutige Sportdirektor, Zoran Barisic. "Ich kann mich sehr gut daran erinnern. Mit einem 2:1 bei Viktoria Pilsen haben wir uns qualifiziert und überwintert in der Europa League. Das war ein ganz besonderes Erlebnis vor unseren Fans, ein unglaublich tolles Spiel von unserer Mannschaft. Ich brauche dem Trainerteam keine Tipps geben für das Spiel. Wir führen 2:1, wir spielen gegen Sparta Prag, das sehr, sehr gut spielt – das hat man im ersten Spiel gesehen."

Auer warnt: "Im Sparta-Stadion ist immer Mega-Stimmung"

Mehr als jeder andere im Team über Sparta Prag weiß Jonas Auer. Rapids jüngster Neuzugang spielte bis vor kurzem noch in Tschechien für Viktoria Zizkov, davor Mlada Boleslav und Slavia Prag.

Der 20-jährige linke Außenbahnspieler weiß genau, was Rapid bei Sparta Prag erwartet. "Die Vorfreude ist sicher groß, Prag ist eine super Stadt, im Sparta-Stadion ist auch immer eine Mega-Stimmung. Wir freuen uns alle auf das Spiel", gibt der ÖFB-U21-Teamspieler zu verstehen.

"Sehr wichtig wird die Anfangsphase, dass wir die gut überstehen. Ein frühes Tor für uns wäre super. Wir müssen konzentriert bleiben, ihnen keine Chance geben, dann werden wir gewinnen", geht der Youngster mit der größtmöglichen Motivation ins Spiel, obwohl er sich voraussichtlich wieder hinter Maximilian Ullmann anstellen und auf der Bank Platz nehmen muss.

Gerade für Spieler wie ihn ist die Europacup-Bühne etwas Neues, etwas ganz Spezielles. Doch auch jene Routiniers, die schon oft internationale Erfahrung sammelten, schwärmen von diesen Abenden. "Solche Spiele sind immer Highlights. Wir wissen, es geht um viel. Das freut jedes Fußballerherz. Man weiß, es ist ein Flutlichtspiel, man muss eine gute Leistung abliefern, deshalb freue ich mich persönlich sehr auf die Partie", gibt Strebinger zu.

Wenn das Antreten im Optimalfall dann auch noch mit dem Aufstieg und Millionen belohnt wird, könnte der Abend aus Rapid-Sicht gar nicht besser werden.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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