Guardiola: "Ich habe das Beste versucht"
"Ich habe das Beste versucht. Ich habe die beste Aufstellung gewählt, die ich finden konnte", versuchte sich Guardiola auf der Pressekonferenz nach dem Spiel so gut wie möglich für seine taktischen Überlegungen rechtzufertigen.
"Wir haben gegen Lyon schon so gespielt, gegen PSG so gespielt, auch gegen Dortmund. Ich wollte mit dieser Aufstellung auf jeden Fall das Spiel gewinnen. Die Spieler wussten genau, was sie zu tun haben", sprach Guardiola frühere Spiele mit ähnlicher taktischer Variante an. Das Duell mit Lyon in der vergangenen Champions-League-Saison ging übrigens verloren - ein Spiel, für das Guardiola ebenfalls eine Menge Kritik erntete.
Sterling machte Aufstellung nicht verantwortlich
Raheem Sterling hatte nach dem Spiel keine Lust, die taktischen Veränderungen des Trainers als Ausrede herzunehmen. "Ich glaube nicht, dass das eine Rolle gespielt hat. Wir haben unsere Aufstellung schon öfter geändert und Spiele gewonnen, heute haben wir das nicht gemacht", meinte der Engländer gegenüber "Sky".
"Wir haben es nicht geschafft, die Linien irgendwie zu überbrücken, gerade in der ersten Hälfte", versuchte Guardiola näher ins Detail zu gehen, woran es am Samstagabend in Porto hakte. "Sie hatten sehr oft lange Bälle, wir hatten dann Probleme, die zweiten Bälle zu gewinnen. Es war auf jeden Fall ein enges Spiel. Wir hatten auch große Chancen, aber trotzdem wurden sie auch sehr oft geblockt."
Guardiola: "Inspiration fehlte"
Am Ende war sich aber auch Guardiola bewusst, dass es seinem Team an offensiver Durchschlagskraft mangelte. "Chelsea hat eine sehr gute defensive Struktur, wir eigentlich auch. Sehr häufig braucht man einfach eine gewisse Inspiration. Die hatten wir heute nicht. Genau das hat gefehlt und so konnten wir heute eben keine Tore erzielen."
Trotz der Trauer über den verpassten Titel - es wäre der erste Champions-League-Titel in der Klubgeschichte gewesen - will der Spanier aber nicht vergessen lassen, dass die Saison alles andere als ein Desaster war.
"Es war trotzdem eine herausragende Saison von uns. Es war auch ein Traum, hier sein zu dürfen. Das ist das erste Mal, dass wir mit diesem Verein im Finale waren. Wir haben es nicht geschafft, aber wir hoffen natürlich zurückzukommen", meint Guardiola, der sich immerhin mit dem Gewinn der Premier League und dem Titel im League Cup trösten darf.
Wie es bei City weitergeht, steht jedoch in den Sternen. Guardiola ist nach dem erneuten Verpassen des Champions-League-Titels mit Manchester City angezählt - so viel steht fest.