UEFA verzichtet auf "Handvorhalten"-Regel
In Champions League und Co. wird das Bedecken des Mundes bei der Kommunikation mit dem Gegner nicht mit Rot bestraft werden.
Die UEFA übernimmt die für die FIFA WM 2026 eingeführte Regel, wonach Handvorhalten bei der Kommunikation mit einem Gegenspieler mit Rot geahndet wird, nicht. Das berichten die "New York Times".
Demnach habe die UEFA am Donnerstag ihren Mitgliedern mitgeteilt, dass besagtes Vergehen in ihren Bewerben künftig nicht mit einem Ausschluss, sondern nur mit einer Gelben Karte bestraft werden wird.
Die Möglichkeit für den VAR, falsch entschiedene Eckballentscheidungen zu revidieren, werde hingegen sehr wohl auch ins UEFA-Regelbuch aufgenommen.
Bisher zwei Ausschlüsse
Während der laufenden WM wurden mit Piero Hincapie (Ecuador) und Miguel Almiron (Paraguay) zwei Spieler ausgeschlossen, weil sie sich im Gespräch mit einem Gegenspieler die Hand vorhielten.
Ausgangspunkt der umstrittenen Regel war ein Vorkommnis im Champions-League-Achtelfinal-Duell Benfica Lissabon gegen Real Madrid.
Benfica-Spieler Gianluca Prestianni soll damals Real-Superstar Vinicius Junior mit vorgehaltener Hand rassistisch beleidigt haben. Der Argentinier wurde daraufhin nachträglich für sechs Spiele, drei davon bedingt, gesperrt.