UEFA-Wertung: Heißes Fernduell um CL-Fixplatz

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The same procedure as every year!

Der Start in den europäischen Frühling ist auch 2020 gleichbedeutend mit einem aus österreichischer Sicht spannenden Duell um einen Champions-League-Fixplatz.

Während Österreich 2018 als Gejagter den begehrten elften Platz der 5-Jahreswertung halten konnte, und 2019 die Niederlande von diesem nicht mehr verdrängen konnte, geht es dieses Jahr im frühjährlichen Zweikampf mit der Türkei um Rang elf.

LAOLA1 analysiert, was für die Rückeroberung des CL-Fixplatzes von Nöten ist, zieht eine erste Bilanz über die bisherige Saison Österreichs und unserer Konkurrenten und wirft bereits einen ersten, vorsichtigen Blick auf die kommende Spielzeit in Hinsicht auf die 5-Jahreswertung:

Rang 15/16 16/17 17/18 18/19 19/20 Punkte verbl. Teams
1 Spanien 23,928 20,142 19,142 19,571 14,642 97,997 7/7
2 England 14,250 14,928 20,071 22,642 14,571 86,462 7/7
3 Deutschland 16,428 14,571 9,857 15,214 13,000 69,070 6/7
4 Italien 11,500 14,250 17,333 12,642 11,071 66,796 5/7
5 Frankreich 11,083 14,416 11,500 10,583 8,500 56,082 2/6
6 Portugal 10,500 8,083 9,666 10,900 9,700 48,849 4/5
7 Russland 11,500 9,200 12,600 7,583 4,666 45,549 0/6
8 Belgien 7,400 12,500 2,600 7,800 7,200 37,500 2/5
9 Niederlande 5,750 9,100 2,900 8,600 8,800 35,150 2/5
10 Ukraine 9,800 5,500 8,000 5,600 4,600 33,500 1/5
11 Türkei 6,600 9,700 6,800 5,500 4,200 32,800 1/5
12 ÖSTERREICH 3,800 7,375 9,750 6,200 5,000 32,125 2/5
13 Dänemark 5,500 8,500 5,250 4,875 3,375 27,500 1/4
14 Tschechische Republik 7,300 5,500 5,500 6,500 2,500 27,300 0/5
15 Zypern 3,000 5,500 7,000 6,125 5,125 26,750 1/4
16 Schottland 3,000 4,375 4,000 6,750 8,500 26,625 2/4
17 Griechenland 5,400 5,800 5,100 5,100 4,300 25,700 1/5
18 Serbien 4,250 2,875 6,375 6,000 6,000 25,500 0/4
19 Kroatien 4,500 5,125 5,125 5,750 4,325 24,875 0/4
20 Schweiz 5,300 4,300 6,500 3,900 4,400 24,875 1/5

9. Niederlande (35.150)

Europa League, Sechzehntelfinale:

Ajax Amsterdam gegen FC Getafe (ESP)

AZ Alkmaar gegen LASK (AUT)

Die Befürchtungen sind wahr geworden: Aus Österreichs vor der Saison erstem Verfolger wurde ein in dieser Spielzeit und wohl auch auf Jahre gesehen uneinholbarer Gejagter.

Angeführt von Ajax Amsterdam gelang den Holländern vom Quali-Start an eine Bombensaison, die am Ende zwar „nur“ mit Ajax und AZ Alkmaar im Sechzehntelfinale der Europa League gemündet hat, mit bereits jetzt 8,8 eingefahrenen Zählern aber als absoluter Erfolg verbucht werden kann. Die Niederlande, die zum Start des Spieljahres 2019/20 über 1,5 Punkte Rückstand auf Österreich hielten, liegen mittlerweile über drei Punkte vor uns und haben uns auch in der vorläufigen Wertung 2020/21 bereits über einen Punkt abgenommen.

Dabei verliefen die Gruppenphasen für die Eredivisie-Vertreter nicht einmal ansatzweise optimal. Neben Feyenoord Rotterdam scheiterte auch die PSV Eindhoven, der vor allem der starke LASK zum Verhängnis wurde, bereits etwas überraschend in der Europa-League-Gruppenphase. Einzig AZ Alkmaar konnte sich in dieser behaupten und stieg trotz nur zwei Siegen aus sechs Partien in die Zwischenrunde auf.

Dort steht etwas überraschend auch Ajax Amsterdam. Der Vorjahres-Halbfinalist der Champions League ging auch in dieser Saison mit großen Erwartungen in die „Königsklasse“, musste sich nach einigen mehr als unglücklichen Spielen aber hinter dem FC Chelsea und dem FC Valencia mit Rang drei begnügen.

Prognose:

Als „De Telegraaf“ im Dezember titelte, AZ Alkmaar hätte es bei der Auslosung des Sechzehntelfinales schlechter treffen können als mit dem LASK, dürfte bei der niederländischen Boulevardzeitung schon die 1:4-Klatsche von PSV Eindhoven in Linz wenige Wochen zuvor vergessen worden sein. Fakt ist nämlich: Sowohl die Fans von Alkmaar als auch jene von Ajax dürfen mit der Auslosung der Runde der letzten 32 überhaupt nicht zufrieden sein.

Während das hochtalentierte aber äußerst junge Alkmaar-Team gegen den extrem formstarken LASK wohl kaum als Favorit zu bezeichnen ist, hat es der holländische Meister aus Amsterdam mit dem FC Getafe noch um einen Ticken schwerer erwischt.

Der Klub aus der Vorstadt von Madrid befindet sich mitten in einer Top-Saison, ist aktuell hinter Real Madrid und dem FC Barcelona die drittstärkste Kraft in La Liga und hat auch in der Europa League bereits seine Ambitionen unter Beweis gestellt.

Die Holländer dürfen sich also auf zwei beinharte Duelle um den Aufstieg ins Achtelfinale einstellen, nach denen die niederländische Traumsaison auch gut und gerne ein jähes Ende gefunden haben könnte. Auf lange Sicht gesehen liegen die Niederlande aber wieder voll auf Kurs Richtung Top-Liga.

10. Ukraine (33.500)

Europa League, Sechzehntelfinale:

Shakhtar Donetzk gegen Benfica Lissabon (POR)

Einmal mehr darf man sagen: Stark war die bisherige Saison der Ukraine wirklich nicht.

Dennoch gibt es für Österreich mit umgerechnet vier Siegen Rückstand nur mehr eine kleine Chance, die Osteuropäer in dieser Saison noch einzuholen, zumal sie in Form von Shakthar Donetsk noch in der Europa League vertreten sind.

Der ukrainische Meister fuhr in einer der leichteren CL-Gruppen mit Manchester City, Atalanta Bergamo und Dinamo Zagreb immerhin Rang drei ein und darf sich jetzt gegen Benfica Lissabon in der Europa League beweisen.

Dort starteten auch der FK Oleksandria und Dynamo Kiew im Herbst, beide Vertreter schieden allerdings relativ klanglos aus. Vor allem im Fall von Dynamo darf das in einer Gruppe mit dem FC Lugano, Malmö FF und dem FC Kopenhagen, in der die Hauptstädter nur einen Sieg einfahren konnten, durchaus als Schmach aber auch als Bestätigung eines sich seit Jahren abzeichnenden gesamtukrainischen Abwärtstrends angesehen werden.

Prognose:

Shakthar konnte seit 2016, als erst im Halbfinale für den ukrainischen Meister Schluss war, nicht mehr das Sechzehntelfinale der Europa League überstehen.

Angesichts des Gegners namens Benfica Lissabon ist es kaum vorstellbar, dass sich dieser Umstand heuer ändert, auch wenn Shakhtar den portugiesischen Meister zum bestmöglichen Zeitpunkt erwischt: Nachdem Benfica aus den ersten 19 Runden der portugiesischen Meisterschaft 18 Siege davontragen konnte, setzte es für den Tabellenführer zuletzt gleich zwei Niederlagen – und das noch dazu gegen die ersten beiden Verfolger FC Porto und SC Braga.

Unabhängig vom Ausgang dieses Duells - viele Punkte wird die Ukraine auf Österreich in dieser Saison nicht mehr gut machen, viel eher ist vom Gegenteil auszugehen. Nach aktuellem Stand hält Österreich zum Start der kommenden Saison unfassbare 4,625 Zähler Vorsprung auf die Ukraine, die über Jahre hinweg als uneinholbarer Konkurrent angesehen wurde.

11. Türkei (32.800)

Europa League, Sechzehntelfinale:

Basaksehir Istanbul gegen Sporting Lissabon (POR)

Mit etwas mehr Glück hätte man aus österreichischer Sicht schon die Beine hochlegen und sich über den fixierten elften Rang vor Frühjahrsstart freuen können.

Obwohl gleich vier Süper-Lig-Teams die Türkei international vertraten, wurden im Herbst kaum Punkte auf das türkische 5-Jahreswertungs-Konto gespült. Galatasaray konnte in einer heftigeren CL-Gruppe mit Real Madrid, Paris Saint-Germain und Club Brügge immerhin zwei Zähler einfahren, wurde aber ebenso Letzter wie Trabzonspor und Besiktas in ihren Europa-League-Gruppen, die sich beide mit nur jeweils einem Punktgewinn und gleich fünf Niederlagen blamierten.

Der türkische Silberstreif am Europacup-Horizont hieß diese Saison – und das ist besonders bitter - Istanbul Basaksehir. Der „Erdogan-Klub“ war der einzige Verein, der den WAC in der Europa-League-Gruppe J mit der Borussia Mönchengladbach und der AS Roma zweimal schlagen, so Österreich auf Distanz halten und schließlich mit viel Glück ins Sechzehntelfinale aufsteigen konnte.

Prognose:

Das Duell zwischen Österreich und der Türkei um den CL-Fixplatz könnte zwar nur ein kurzes sein, wird aber jedenfalls intensiv. Zwei Siege, bzw. ein Sieg und zwei Remis oder auch vier Remis benötigt Österreich mehr als die Türkei, um dieses für sich zu entscheiden.

Die Auslosung verlief aus österreichischer Sicht alles andere als günstig, nicht nur bekamen sowohl der FC Salzburg als auch der LASK äußerst unangenehme Sechzehntelfinal-Gegner, sondern die Losfee hat es mit Basaksehir besonders gut gemeint und den Istanbulern mit Sporting Lissabon einen Gegner der dankbareren Sorte eingebracht.

Sporting hat im Winter nicht nur seinen absoluten Starspieler und Topscorer Bruno Fernandes an Manchester United verloren, die portugiesischen „Löwen“ spielen ohnehin eine nicht besonders berauschende Saison, was auch die beiden Aufeinandertreffen mit dem LASK zeigten.

Ein Weiterkommen für den formstarken türkischen Tabellenzweiten und damit der Ausbau von den aktuell zwei Siegen Vorsprung auf Österreich ist unglücklicherweise also durchaus im realistischen Bereich. Bonuspunkte für den Aufstieg ins Achtelfinale gibt es noch keine.

Zum Start der kommenden Saison liegen die Türken momentan immerhin über zwei Punkte direkt hinter Österreich auf Rang elf.

12. Österreich (32.125)

Europa League, Sechzehntelfinale

FC Salzburg gegen Eintracht Frankfurt (GER)

LASK gegen AZ Alkmaar (NED)

Eigentlich war es ein Wahnsinns-Herbst, den Österreich hinter sich hat.

Obwohl mit dem LASK, dem WAC und dem FC Salzburg alle drei Vertreter in ihrem jeweiligen Bewerb Debütanten waren, verkauften sich alle Teams mehr als ordentlich. Während die Wolfsberger immerhin Gladbach und der Roma starke fünf Zähler abluchsen konnten, den Aufstieg aber schließlich verpassten, und die „Bullen“ beim Champions-League-Debüt mit dem Umstieg in die Europa League ihr ausgegebenes Ziel erreichten, legte die Linzer als aus Topf vier gezogenes Team nochmal eine Schippe drauf und stiegen als Gruppensieger einer harten Europa-League-Gruppe auf.

Vor der Saison hätte man ob der schwierigen Ausgangslage mit 3,8 Punkten – jener Anzahl, die aus der Spielzeit 2015/16 rausfällt - zum Abschluss der Saison zufrieden sein dürfen und müssen. Nun weist das rot-weiß-rote Konto bereits fünf Zähler auf, die wohlgemerkt bis auf 0,6 Punkte aus der Qualifikation allesamt in den Gruppen erspielt wurden. Ganz stark!

Prognose:

Es wären zahlreiche einfachere Namen im unteren Lostopf gelegen, die dem FC Salzburg und dem LASK zugelost werden hätten können.

Während Salzburg von den Buchmachern zu einem der Favoriten auf den Titelgewinn auserkoren wurde und auch gegen Eintracht Frankfurt als ein solcher gehandelt wird, wirkt der LASK als wäre er im Vergleich etwas besser aus der Winterpause gekommen und hat mit AZ Alkmaar zudem den potenziell machbareren Gegner. Klare Rollenverteilungen sind vor diesen Duellen aber nicht auszumachen.

Um die Türkei zu überholen, wäre es theoretisch auch möglich, dass sowohl die Salzburger als auch die Athletiker mit je einem Sieg ausscheiden, während die Türken punktelos bleiben. Praktisch muss aber mindestens ein Team auch ins Achtelfinale kommen, will man eine reelle Chance auf den CL-Fixplatz haben.

Tendenziell ist das natürlich beiden Teams zuzutrauen, mit einer Mannschaft im Achtelfinale dürfte man aber schon mehr als zufrieden sein und sich auch sehr große Hoffnungen auf den elften Rang der 5-Jahreswertung machen.



13. Dänemark (27.500)

Europa League, Sechzehntelfinale:

FC Kopenhagen gegen Celtic Glasgow (SCO)

Alle Gegner, die ab sofort angeführt werden, können Österreich nur mehr theoretisch bzw. teilweise rechnerisch gar nicht mehr in dieser Saison von hinten gefährlich werden, dürfen in den nächsten Jahren großteils aber sehr wohl als Konkurrenten bezeichnet werden. So auch Dänemark:

Die Dänen wurden einmal mehr nur vom FC Kopenhagen in der Gruppenphase vertreten, nämlich in jener der Europa League, und konnten den Vorteil, die eingefahrenen Punkte nur durch vier teilen zu müssen, kaum ausnutzen.

Kopenhagen konnte eine ausgeglichene Gruppe mit Malmö, dem FC Lugano und Dynamo Kiew zwar als Zweiter überstehen. Insgesamt stehen aktuell aber keine 3,5 Punkte am heurigen dänischen Konto, was den positiven langjährigen Aufwärtstrend der Skandinavier im Moment etwas zerstört.

Prognose:

Im Sechzehntelfinale bekommen es die Kopenhagener mit Celtic Glasgow zu tun. Ein Duell, das aus österreichischer Sicht durchaus Interesse weckt, wenn man die schottische Entwicklung der letzten Jahre miteinbezieht.

Gegen das in starker Form agierende Team von ÖFB-Legionär Moritz Bauer ist der dänische Meister klarer Underdog. Überhaupt dürften die Dänen nach einigen starken Jahren aktuell wieder etwas den Faden verlieren. Zur kommenden Saison liegen sie mit über sechs Zählern Rückstand auf Österreich immerhin auf Rang 15.

14. Tschechien (27.300)

Alle Teams bereits ausgeschieden

Die tschechische Katastrophe kündigte sich nach der Qualifikation bereits lautstark an – und sie ist eingetroffen!

Bis auf Meister Slavia Prag scheiterten alle Vertreter der Fortuna Liga zum Teil auf böse Weise bereits in der Qualifikation. Die Prager erreichten zwar die Champions League, aber nur dazu, um in die Horrorgruppe schlechthin mit Inter Mailand, dem FC Barcelona und Borussia Dortmund gelost zu werden. Dort wurde Slavia zwar Letzter, überzeugte aber mit immerhin zwei Remis und einigen starken Leistungen.

Prognose:

Diese Saison wird den Tschechen lange nachhängen.

Die punktestärkste tschechische Spielzeit fällt mit Saisonende aus der Wertung, übrig bleibt zum Start von 2020/21 nach aktuellem Stand nur mehr Rang 19, es könnte aber auch noch weiter nach unten gehen. Über acht (!) Zähler fehlen den Tschechen in der vorläufigen Wertung 2020/21 auf Österreich. Das ist über Jahre nicht aufzuholen.

15. Zypern (26.750)

Europa League, Sechzehntelfinale

APOEL Nikosia gegen FC Basel (SUI)

Ganz still und heimlich erarbeiten sich die Zyprer die nächste starke Saison in der 5-Jahreswertung – die bereits vierte in Folge mit über fünf Zählern.

Von den vier angetretenen Teams der Qualifikation schaffte es zwar nur APOEL Nikosia in die Gruppenphase der Europa League. Dort nützte das Team der beiden Ex-Bundesliga-Kicker Uros Matic und Andrija Pavlovic den vorteilhaften Punktedivisor perfekt aus und sicherte sich in einer der angenehmeren Gruppen mit Qarabag Agdam, Düdelingen und dem FC Sevilla den zweiten Rang.

Prognose:

Auch wenn für APOEL im Sechzehntelfinale gegen den FC Basel gut und gerne bereits Endstation sein könnte, der Grundstein für die kommenden Jahre ist gelegt.

Mit einem Punkteschnitt von mindestens 5,9 Punkten belegt Zypern zum Start der kommenden Saison den starken zwölften Rang, auf Österreich fehlen allerdings über 4,5 Zähler. Auf Jahre gesehen gilt es aus rot-weiß-roter Sicht aber auf jeden Fall, die Zyprer auf der Rechnung zu haben.

16. Schottland (26.625)

Europa League, Sechzehntelfinale

Glasgow Rangers gegen SC Braga (POR)

Celtic Glasgow gegen FC Kopenhagen (DEN)

Österreich hat einen neuen alten Konkurrenten für die kommenden Jahre, und der kommt von der Insel.

Die Schotten befinden sich mitten in einer Top-Saison, die den Aufwärtstrend der letzten Jahre seit der Rückkehr der Glasgow Rangers in die höchste Spielklasse bestätigt. Neben den Rangers ist natürlich Celtic der zweite Glasgower Klub, der eine sehr erfolgreiche Europa-League-Saison spielt.

Während Celtic in einer Gruppe mit Stade Rennes, Lazio Rom und CFR Cluj auf eindrucksvolle Weise Gruppensieger wurde, erreichten die Rangers gegen die harte Konkurrenz vom FC Porto, den Young Boys Bern und Feyenoord Rotterdam immerhin Rang zwei und so den Aufstieg ins Sechzehntelfinale. Insgesamt hält Schottland auch dank des Vierer-Divisors bereits bei 8,5 Punkten.

Prognose:

Die Schotten werden in den nächsten Jahren ganz unangenehm werden.

Zwar macht der Abstand auf Österreich nach aktuellem Stand zum Start der kommenden Spielzeit knapp fünf Punkte aus, dank den Sechzehntelfinal-Gegnern FC Kopenhagen (Celtic) und dem SC Braga (Rangers) könnte dieser noch in dieser Saison allerdings deutlich schrumpfen.

Was interessant zu beobachten ist: Die Schotten sind neben den Holländern und mit Abstrichen den Serben eine der wenigen Nationen, die sich wertungstechnisch in der Nähe Österreichs befinden, bei denen der Trend der letzten Jahre nach oben zeigt.

17. Griechenland (25.700)

Europa League, Sechzehntelfinale

Olympiakos Piräus gegen FC Arsenal (ENG)

Auch bei den Griechen schaffte es mit Olympiakos Piräus nur ein Team in einen Hauptbewerb, nämlich die Champions League.

Dort erarbeitete sich der griechische Vize mit nur einem Sieg und einen Remis in einer Gruppe mit Roter Stern Belgrad, Tottenham Hotspur und Bayern München auf minimalistischem Wege Rang drei und so den Umstieg ins Sechzehntelfinale der Europa League.

Prognose:

Gegen Arsenal wird für Olympiakos ebenso wenig drinnen sein wie für Griechenland insgesamt in der 5-Jahreswertung in den kommenden Jahren.

Auch bei den Südeuropäern kriselt es seit Jahren in der Liga, Fan-Gewalt sorgt ebenso für diesen Umstand wie die anhaltende Korruption. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Besitzer von Meister PAOK Saloniki, Iwan Savvidis, über einen Verwandten auch die Kontrolle über den Konkurrenzklub AO Xanthi über hat. Beide Klubs wurden eigentlich zu einem Zwangsabstieg verurteilt, der durch ein als Eilantrag eingebrachtes Gesetz vom Parlament schließlich aber verhindert wurde.

Positiv für Österreich: Die Griechen gehören mit der Ukraine, der Türkei, Dänemark und Tschechien zu den gleich fünf Ländern, die in der aktuellen 5-Jahreswertung zwischen den Plätzen 10-17 rangieren und in dieser Saison geradewegs auf ihre jeweils schlechteste Saison zusteuern bzw. diese nur mehr kaum verhindern können.

Textquelle: © LAOLA1.at

Legionärs-Check #1 - V. Lazaro, Ch. Baumgartner, A. Grbic

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