"In den 15 Minuten nach der Pause haben wir sie aufgefressen, das war der Unterschied."
"Vor zehn Jahren bin ich noch auf der anderen Seite gestanden", erzählt Heil. "Wenn dir dann die Fans zujubeln, ist das einfach ein Gänsehautmoment."
Den Schlüssel zum klaren Sieg sieht der 28-Jährige vor allem in den Anpassungen nach der Pause. Sturm habe deutlich mehr Zugriff bekommen und dadurch immer häufiger Ballgewinne in gefährlichen Zonen erzwungen.
"In den 15 Minuten nach der Pause haben wir sie aufgefressen, das war der Unterschied", sagt der Rechtsverteidiger, der vom TSV Hartberg kam.
Ingolitsch lobt das Kollektiv
Auch Ingolitsch hebt vor allem die zweite Halbzeit hervor. Seine Mannschaft sei mutiger geworden, habe höher attackiert und genau jenen Umschaltfußball auf den Platz gebracht, "den jeder gerne sieht".
"Wie wir in der zweiten Halbzeit noch einmal den Turbo eingeschaltet haben und spektakuläre Minuten abgeliefert haben - da hat das Stadion gebrannt und es hat Spaß gemacht, von außen zuzuschauen", strahlt der Chefcoach.
Besonders stolz macht den Trainer aber etwas anderes: das Innenleben der Mannschaft.
In den vergangenen Monaten habe man bewusst auf Charaktere geachtet, die ins Gefüge passen. "Wir wollten einen gesunden Mannschaftskern finden." Das zeige sich mittlerweile auch auf dem Platz. "Bei uns steht immer die Mannschaft im Mittelpunkt."
Noch nichts gewonnen
Das 4:0 ist eine hervorragende Ausgangslage, mehr aber auch nicht.
"Wenn wir vier Tore schießen können, dann können sie das auch", warnt Ingolitsch. Das Rückspiel in einem ausverkauften Stadion werde vor allem mental eine Herausforderung.
Die Richtung stimmt dennoch. Nach dem gelungenen Pflichtspielauftakt reist Sturm mit viel Selbstvertrauen nach Schottland.