Real Madrid musste fürs Finale "leiden"

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Real Madrid steht wieder im Finale der Champions League, der Traum vom 3. Titel in Folge lebt.

Beim 2:2 im Semifinal-Rückspiel gegen den FC Bayern mussten die Königlichen aber einmal mehr zittern - wie schon beim 1:2 im Hinspiel.

"Jetzt können wir sehr glücklich sein. Wenn man so leiden musste wie wir, freut man sich umso mehr", gab Zinedine Zidane ehrlich zu. "Es ist schon besonders, so weiterzukommen. Es war ein Spiel mit viel Emotionen, so ist Fußball. Wenn es am Ende so ausgeht, umso besser."

"Über zwei Spiele wohl schlechter, aber..."

Toni Kroos, der deutsche Vertreter in Reihen von Real, zollte Bayern Respekt und gab auch Probleme zu. Trotzdem sah er die Madrilenen besser als noch im Hinspiel vor einer Woche in München, obwohl dieses gewonnen wurde.

"Sie hatten eine Anzahl an Möglichkeiten, aber wir hatten mehr vom Spiel als in München. Insgesamt muss man schon sagen, dass es Bayern sehr gut gemacht hat in beiden Spielen, wir waren aber kaltschnäuziger", meinte der DFB-Teamspieler bei "Sky".

Im "ZDF" fügte er hinzu: "Wir haben die Fehler der Bayern gnadenlos ausgenutzt. Wenn du die Bayern rauswirfst – in dieser Form – dann heißt das schon was. Wir mussten über zwei Spiele gesehen extrem viel laufen, für meinen Geschmack zu viel hinterher. Das kostet extrem viel Kraft."

Deshalb gab er auch ganz offen zu: "Wenn Bayern und Real, diese zwei Mannschaften gegeneinander spielen, wird es immer wild, weil beide offensiv unglaublich stark sind. Wir waren über zwei Spiele hinweg gesehen wohl schlechter, aber jetzt sind wir weiter, das zählt.

"Wir haben es verdient, erneut im Finale zu stehen"

Warum man so ins Schwimmen geriet, konnte sich keiner so genau erklären. Die Kaltschnäuzigkeit gab jedoch schlussendlich den Ausschlag zugunsten des Titelverteidigers.

"Wir haben es uns sehr schwer gemacht. Aber wir haben auch sehr viel Persönlichkeit und Charakter gezeigt. Wir haben es verdient, erneut im Finale zu stehen. Ein tolles Spiel von beiden Mannschaften. Bayern hat fantastisch gespielt, phänomenal. Sie haben es uns sehr schwer gemacht", wusste Zidane.

Dass man den Bayern nach drei Minuten die Führung auflegte, war aus Sicht von Kroos "das Schlechteste, was passieren konnte". Erst dann habe man angefangen Fußball zu spielen, den Ausgleich gemacht und nach der Pause vom Ulreich-Patzer profitiert, um in Führung zu gehen. Doch am Ende wurde es noch zu einer Zitterpartie.

"Hoffentlich können wir den Titel erfolgreich verteidigen"

Dass man es trotzdem geschafft hat, stellt eine große Erleichterung für alle Beteiligten dar - allen voran für Kapitän Sergio Ramos, der das 0:1 unfreiwillig auflegte.

"Wir sind sehr, sehr stolz. Wenn man mit dem Herzen und der Seele spielt, wird man belohnt. Wir müssen immer dran glauben. Wir können mit Optimismus ins Finale gehen und hoffentlich den Titel erfolgreich verteidigen. Bayern war sehr, sehr stark, sie haben alles reingelegt. Wir haben beide gelitten, am Ende zählen die Tore."

Noch ist nicht klar, auf wen Real am 26. Mai im Finale in Kiew trifft. Kroos hat jedoch eine Vorahnung: "Ich gehe davon aus, dass sich Liverpool das nicht mehr nehmen lässt."

Textquelle: © LAOLA1.at

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