Atletico Madrid bringt den FC Barcelona um die zweite Titelchance in dieser Saison.
Nach dem Halbfinal-Aus im letzten Jahr ist für die Blaugrana heuer im Viertelfinale Schluss. Trotz zweier früher Treffer durch Lamine Yamal und Ferran Torres konnte die Flick-Elf den Hinspiel-Rückstand nicht ausbügeln. Ademola Lookman erzielte den entscheidenden Treffer für Atleti.
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Zunächst begann es für den FCB eigentlich ideal. Nach wenigen Sekunden hatte Yamal die erste Chance, in der 5. Minute fiel auch schon die Führung. Anschließend erhöhte Torres sogar auf 2:0.
Eigentlich ging es bis dahin nur in eine Richtung. "Wir haben eine fantastische erste Halbzeit gespielt, müssen natürlich mehr Tore machen. Das war möglich", sagt Barça-Coach Hansi Flick nach dem Spiel.
Wieder dieses eine Gegentor
Doch dann kassierte man eben den Anschlusstreffer von Lookman: Ein Steckpass von Antoine Griezmann genügte, um die gesamte Abwehr der Katalanen auszuhebeln. Marcos Llorente war frei durch und musste nur noch auf Lookman rüberlegen.
Für Flick ein "unerwartetes Gegentor, aber so ist der Fußball". Überraschen dürfte es den Deutschen eigentlich nicht, dass seine Mannschaft in der CL ein Tor kassiert. In zwölf Matches in der "Königsklasse" spielte Barça nämlich kein einziges Mal zu Null.
Ein bitteres Déjà-vu
Im zweiten Durchgang gelang Barcelona das entscheidende Tor für die Verlängerung nicht mehr. Stattdessen geriet der FCB in Unterzahl - wie schon im Hinspiel.
Wieder war es mit Eric Garcia ein Innenverteidiger, wieder war es eine Notbremse. Diesmal aber eben 33 Minuten später in der 77. Minute.
Inwieweit der Schiedsrichter das Spiel oder gar den Ausgang mit seinen Entscheidungen beeinflusst hat? "Darüber will ich nicht reden", hält sich Flick zurück. "Weil ich das nicht ändern kann. Ich muss es akzeptieren."
"Vielleicht ist es gut für euch, wenn ich darüber rede, aber ich will es nicht", spricht der Cheftrainer damit die Medien an und zieht sein Fazit über die beiden Viertelfinal-Begegnungen: "Wenn man sich beide Spiele ansieht, hätten wir uns das Halbfinale verdient gehabt."
"Am Ende hat es nicht gereicht"
Frenkie de Jong, nach einer längeren Verletzung erst in der Schlussphase eingewechselt, weiß: "Es hat nicht gereicht. Am Ende waren wir ein Mann weniger, was es immer schwieriger macht."
Worin sich der Niederländer und Dani Olmo einig sind: In der Champions League entscheiden nun mal Kleinigkeiten. Außerdem "braucht man auch ein bisschen Glück. Wenn wir so weiterspielen, wird uns das Glück irgendwann hold sein", meint de Jong.
Olmo spricht die Entscheidungen des Schiedsrichters noch am klarsten an: "Einige Entscheidungen fallen vielleicht auf die andere Seite." Das sei für den Ex-Leipziger aber keine Ausrede, "denn wir hatten die Chancen, um zu treffen."