Tschechen hatten bei Rapid Tradition

Tschechen hatten bei Rapid Tradition Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid muss gegen Sparta Prag (Di., ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) abliefern.

Das Nachbarschaftsduell in der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation wird zur richtungsweisenden Entscheidung, wohin der Weg in dieser Europacup-Saison führt.

Zuerst gastieren die Tschechen in Wien und sorgen vielleicht auch für gute Erinnerungen im grün-weißen Lager. Früher waren es noch die tschechoslowakischen Stars wie Antonin Panenka, aber auch seit der Trennung 1992 in Tschechien und Slowakei hatten Tschechen bei Rapid Tradition und konnten ihre Fußstapfen hinterlassen.

Da sind durchaus ein paar große Namen dabei, die ihre Zeit beim SK Rapid prägten. LAOLA1 blickt auf die Tschechen bei Rapid zurück:

Rene Wagner

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Der aus Brünn stammende langjährige Rapidler war ein Stürmer, wie er im Buche steht. Von Boby Brünn kam er als Nobody über die Grenze nach Österreich und schlug bei den Hütteldorfern ein wie eine Bombe. Wagner bliebt Rapid von 1996 bis 2004 treu und erzielte in 262 Pflichtspielen für die Grün-Weißen 90 Tore - unter anderem stürmte er auch in der CL-Saison 1996/97 gegen Juventus Turin, Manchester United und Fenerbahce. Der Fan-Liebling brachte es auf elf Einsätze für das tschechische Nationalteam, für das er auch drei Treffer markieren konnte. In Österreich war er auch noch 53 Spiele für den SV Mattersburg im Einsatz und gegen Ende für Leobendorf. Nach der aktiven Karriere schlug er die Trainerkarriere ein, startete in Brünn und coachte in den Jahren 2016 und 2017 den SC Wiener Neustadt für 47 Spiele.


Ladislav Maier

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Grün-weiße Fußball-Fans werden sich mit Freude an "Ladi" Maier zurückerinnern. Die gute Seele des Vereins stand von 1998 bis 2005 bei den Hütteldorfern unter Vertrag, wo er auch seine Karriere beendete. Der Tscheche war ein verlässlicher Schlussmann, dem sieben Mal die Ehre zuteil wurde, für sein Heimatland aufzulaufen. Bei Rapid stand er 185 Mal im Kasten, kassierte 178 Gegentore und konnte 77 Mal sein Tor sauber halten. Maier wurde danach Co-Trainer bei Piast Gliwice und ist mittlerweile als Tormann-Trainer der tschechischen U21 gefragt.



Marek Kincl

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Wer erinnert sich nicht an die üppige Haarpracht des Strafraum-Monsters, welches die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme stellte? Kincl war bei seiner Ankunft bei Rapid schon ein gestandener Stürmer, der sich in Tschechien - unter anderem bei Rapids kommendem Gegner Sparta Prag - einen Namen gemacht hat und von Zenit St. Petersburg nach Wien reiste. Mit 31 Jahren war er aber nicht zu alt für Rapid. Von 2004 bis 2007 - zuerst auf Leihe, dann fix - schoss der 1,90m-Hüne Tore für Rapid - insgesamt traf er in 111 Pflichtspiel-Einsätzen 30 Mal ins Schwarze - und wurde 2005 Meister. Nach Rapid kickte der Sturmtank auch noch beim ASK Schwadorf, bevor er in seine Heimat zurückkehrte.


Tomas Dosek

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Oft an der Seite von Kincl zu finden, jedoch optisch genau das Gegenteil mit seiner Glatze. Den Karlsbader hielt es damals auch nur eine Saison im Westen Wiens, in der Saison 2004/05 ging er für die Hütteldorfer auf Torejagd und wurde prompt Meister. Davor trumpfte er sechs Jahre bei Slavia Prag auf und erzielte 50 Tore in 176 Spielen. Bei Rapid ist seine Bilanz überschaubarer. In 34 Spielen konnte Dosek immerhin acht Trefffer beisteuern und mit seinem Kämpferherz überzeugen. Drei Mal kam er im Nationalteam zum Zug. Die große Karriere startete er danach nicht mehr und ließ seine Karriere bei kleineren Klubs in Polen, Tschechien und der Slowakei ausklingen.


Jiri Lenko

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Der heute 36-jährige Linksfuß galt bei Rapid immer als großes Talent und durchlief von der U15 an die Nachwuchsabteilungen der Hütteldorfer. Zum großen Durchbruch als linker Außenbahnspieler reichte es aber nicht, nur vier Mal kam der damalige Youngster für die Rapid-Profis zum Einsatz - alle vier Mal in der Meistersaison 2004/05 (2x Liga, 2x Cup). Mit Kapfenberg, Pasching, St. Pölten, Grödig, Wiener Neustadt und Ritzing folgten interessante Adressen innerhalb Österreichs, seit 2015 bringt er seine Erfahrung bei der Vienna ein, die vor kurzem die Rückkehr in die Regionalliga Ost fixieren konnte. Bei den Döblingern ist Lenko schon längere Zeit Kapitän.


Radek Bejbl

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Ein alter Haudegen, der mit viel Erfahrung und großer Vita zu Rapid kam. Von Slavia Prag übersiedelte Bejbl 1996 zu Atletico Madrid, wo er in vier Jahre 139 Spiele für die Rojiblancos absolvierte. Nach zwei Saisonen bei RC Lens war der defensive Mittelfeldspieler plötzlich bei Rapid und hielt seinen Vorderleuten den Rücken frei. Zwischen 2005 und 2007 lief Bejbl 69 Mal für Rapid auf und trug sich auch drei Mal in die Torschützenliste ein - was nicht primär sein Hauptjob war. Stolze 56 Mal wurde er im tschechischen Nationalteam berücksichtigt (3 Tore). Nach Rapid spielte er nur mehr bei Slovan Liberec, von 2018 bis 2020 war er als U17-Trainer Tschechiens im Einsatz.


Petr Vorisek

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Ein absoluter Wandervogel, der aber auch bei Rapid seine Spuren hinterließ. Der aus Decin stammende Tscheche war ein Defensivspezialist, der bei den Hütteldorfern von 2006 bis 2007 eine Saison seine Arbeit verrichtete. 31 Spiele, 4 Tore stehen schlussendlich auf seiner Visitenkarte, vorrangig unter dem heutigen Klagenfurt-Trainer Peter Pacult. Vorisek hatte sich schon davor bei Sparta Prag und in Österreich beim FC Pasching einen Namen gemacht. Nach dem Leihjahr in Wien ging es zurück zu Sparta Prag, dann zu Mlada Boleslav, SCR Altach, Austria Wien, noch einmal Altach, Wallern, Gmunden, Michaelnbach und zum Schluss zu Heimatklub Junior Decin. Vor allem für seine Freistöße war Vorisek berüchtigt.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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