Double ist perfekt! LASK zum zweiten Mal österreichischer Meister
Die Linzer wiederholen das historische Double von 1965 und holen sich zum zweiten Mal den Meisterteller. Bei der Austria gibt es ein souveränes Meisterstück.
Wie 1965 heißt der österreichische Doublesieger LASK!
Die Linzer sichern sich nach dem Titel im ÖFB-Cup auch den Meisterteller in der ADMIRAL Bundesliga. Der nötige letzte Schritt wird souverän hingelegt: Mit einem 3:0-Auswärtssieg bei der Wiener Austria.
Die Austria bleibt trotz der Niederlage auf Rang vier und kann den Salzburg-Ausrutscher gegen Hartberg damit nicht ausnutzen.
Austria startet besser, LASK ist effizient
Die Wiener erwischen den besseren Start und übernehmen zunächst die Kontrolle über die Partie. Vor allem Kapitän Manfred Fischer geht voran und sorgt in der sechsten Minute für den ersten Abschluss.
Die erste große Chance gehört allerdings dem LASK. Krystof Danek zieht nach Zuspiel von Kasper Jörgensen aus rund 20 Metern ab, Samuel Sahin-Radlinger klärt den unangenehmen Flatterball mit Mühe zur Ecke (8.).
Nur wenige Minuten später verpasst Sasa Kalajdzic die Führung hauchdünn. Jörgensen bringt einen scharfen Stanglpass zur zweiten Stange, wo der ÖFB-Stürmer im Grätschen knapp vorbeirutscht (12.).
Die Austria antwortet in der 26. Minute beinahe mit einem Traumtor. Nach einer Ecke nimmt Johannes Eggestein den Ball direkt aus der Luft und zwingt LASK-Keeper Jungwirth mit einem spektakulären Volley-Drehschuss zu einer Glanzparade.
Auch Fischer kommt wenig später noch per Kopf zu einer guten Möglichkeit, setzt den Ball aber knapp über das Tor (34.).
Mbuyamba bringt die Linzer auf Meisterkurs
In der 38. Minute schlägt der LASK dann zu. Wieder sorgt ein langer Einwurf von Jörgensen für Chaos im Austria-Strafraum. Der Ball springt genau vor die Füße von Xavier Mbuyamba, der aus der Drehung flach ins Eck trifft.
Ausgerechnet der Vertreter des gesperrten Modou Keba Cisse bringt die Linzer damit auf Meisterkurs.
Kurz vor der Pause wird der LASK erneut gefährlich. Wieder kommt der Ball nach einem weiten Jörgensen-Einwurf zu Kalajdzic, der sich stark durchsetzt, den Ball aus spitzem Winkel aber über das Tor jagt.
Kalajdzic glänzt im letzten LASK-Auftritt
Direkt nach Wiederbeginn folgt die Vorentscheidung. Kalajdzic wird von Adeniran in die Tiefe geschickt, spitzelt den Ball an Sahin-Radlinger vorbei und wird anschließend vom Austria-Keeper zu Fall gebracht.
Den fälligen Elfmeter übernimmt Samuel Adeniran und verwandelt halbhoch ins rechte Eck zum 2:0 für die Gäste (49.).
Kalajdzic zeigt danach noch einmal seine ganze Klasse. In bester Manier legt sich der Stürmer den Ball selbst vor und hämmert ihn volley an die Oberkante der Latte (57.).
Die Austria bemüht sich zwar um den Anschlusstreffer, wirklich gefährlich werden die Wiener aber kaum noch.
Bogarde macht das Double perfekt
In der 76. Minute sorgt der LASK endgültig für klare Verhältnisse. Bello setzt sich auf der linken Seite durch und findet Kalajdzic im Strafraum. Der Angreifer behält die Übersicht und legt clever in den Rückraum auf Bogarde ab, der problemlos zum 3:0 einschiebt.
Danach gibt es kein Halten mehr: Der LASK bringt den Vorsprung souverän über die Zeit und darf sich erstmals seit 61 Jahren wieder österreichischer Meister nennen.
Am Ende sind es zwei Punkte Vorsprung auf Vizemeister Sturm, die der LASK ins Ziel bringt. Erfolgscoach Didi Kühbauer wird erstmals zum Meistermacher.