Endstand
3:0
1:0, 2:0
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Souveräner Salzburg-Auftaktsieg gegen Austria

Die Austria kann das Tempo nicht über das ganze Spiel mitgehen.

Souveräner Salzburg-Auftaktsieg gegen Austria

Der FC Red Bull Salzburg feiert zum Start der Bundesliga-Saison 2022/23 einen souveränen 3:0-Erfolg gegen die Wiener Austria.

Die Veilchen kommen bereits nach 20 Sekunden zu ihrer ersten Torchance. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Capaldo in die Füße von Huskovic spielt die Austria den Angriff zu ungenau aus. Der Steilpass auf Keles ist etwas zu lang und kann so von den Salzburgern im letzten Moment geklärt werden. 

In der 14. Minute kommt der VAR zum ersten Mal diese Saison zum Einsatz, nachdem ein Heber von Sucic per Innenstange fast die Torlinie überquert, aber wieder ins Feld springt. Letztlich zählt das Tor aber nicht.

In der 37. Minute erzielt Salzburg das erste Tor. Nach einem schönen Spielzug flankt Okafor den Ball von der Grundlinie in die Mitte. Dort kommt Fernando nicht entschieden ans Spielgerät, Sesko lauert aber wenige Meter dahinter und versenkt den Ball freistehend im Tor.

Salzburg drückt in Hälfte zwei aufs Gas

Die "Bullen" kommen frischer aus der Kabine und setzen die Austrianer früh unter Druck. In der 56. Minute erzielt Fernando ein sehenswertes Tor. Sein Schuss von der Strafraumgrenze landet nach Zuspiel von Okafor im rechten Kreuzeck. Salzburg lässt nicht locker und baut die Führung in der 61. Minute durch Okafor auf 3:0 aus. 

Salzburg gewinnt aufgrund einer sehr starken Vorstellung, vor allem in Hälfte zwei, verdient. Die Austria kann in der ersten Hälfte gut mit dem Titelverteidiger mithalten, am Ende müssen sich die Veilchen bei Neuverpflichtung Früchtl bedanken, dass es nicht noch höher wird.

Rassiger Start in die Saison

Im ersten Heimauftritt setzte Salzburg-Trainer Matthias Jaissle auf Adeyemi-Nachfolger Fernando hinter einer Doppelspitze mit Okafor und Sesko. Maximilian Wöber begann als Kapitän wie im Cup links in der Viererkette, Routinier Andreas Ulmer blieb erneut der Platz auf der Bank.

Bei der Austria fehlte Lukas Mühl in der Abwehr. Der Neo-Kapitän der Favoritner war Freitagfrüh zur anstehenden Geburt seiner Tochter abgereist. Johannes Handl ersetzte ihn, anstelle des erkrankten Aleksandar Jukic begann Can Keles.

Nach dem Anpfiff entfiel das Abtasten bei knapp 30 Grad Celsius komplett. Nicolas Capaldo lud die Austria nach nur 20 Sekunden mit einem kapitalen Fehlpass ein, Manfred Fischer, Keles und Andreas Gruber konnten daraus aber kein Kapital schlagen.

Auf der Gegenseite zeigte Fernando seine Qualitäten. Der pfeilschnelle Brasilianer prüfte Christian Früchtl mit einem Flachschuss erstmals (5.). Der neue Austria-Keeper musste gegen den heranstürmenden 23-Jährigen kurz darauf noch einmal seine 1,93 m in die Waagschale werfen (9.).

Die Austria suchte ihr Heil in Tempo-Gegenstößen, lancierte das Pressing und brachte den defensiv nicht überzeugenden Meister ins Wanken.

Sesko bricht den Bann vor der Pause

Noch in der ersten Viertelstunde fanden beide Teams je eine weitere Großchance vor. Sesko hatte zunächst Pech. Nach einer weiten Bernardo-Vorlage zirkelte der Slowene den Ball an die Stange (14.), Austrias Marvin Martins kratzte das Spielgerät mit der Ferse noch auf der Torlinie weg.

Der VAR kam zum Einsatz, es handelte sich um eine Millimeter-Entscheidung. Eine Minute später entwischte Gruber Salzburgs Hintermannschaft, schoss jedoch am langen Eck vorbei.

Salzburg schlug dank seiner spielerischen Klasse schließlich zu. Der starke Luka Sucic gab mit einem Idealpass auf Okafor den Einfädler, Sesko staubte nach Fernandos Kopfballversuch ab.

Die Austria hatte kurz vor der Pause noch eine Möglichkeit. Der agile Muharem Huskovic versuchte es nach einem Eckball per Kopf, Philipp Köhn parierte.

Salzburg zieht in Durchgang zwei davon

Die Wiener mussten sich zur Pause ärgern. Die von Trainer Manfred Schmid erhoffte Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse fehlte. Noch dazu verletzte sich Handl bei einem Sturz auf die Schulter. Er wurde nach Seitenwechsel von Liverpool-Leihgabe Billy Koumetio ersetzt.

Früchtl rettete die Austria im Eins-gegen-Eins gegen Capaldo noch vor dem zweiten Gegentor, danach war aber auch er machtlos. Nach einem Einwurf war Fernando aus rund 18 Metern frei und hämmerte den Ball mit rechts ins Kreuzeck. Die Führung der Jaissle-Elf war nun verdient, die Wiener kamen kaum mehr in die Offensive. Sie mussten dem Tempo sichtlich Tribut zollen.

Die Entscheidung gelang den "Bullen" rasch und mit Mithilfe des Gegners: Koumetio leistete sich mit einem Fehlpass auf Sesko einen haarsträubenden Patzer, Okafor war zur Stelle.

Der Schweizer fiel nach Grubers Schubser noch im Strafraum, der Elfer wurde nach VAR-Ansicht aufgrund eines vorangegangenen Fouls des Stürmers aber nicht gegeben (68.). Die Austria mühte sich noch, einen Treffer zu erzielen. Salzburg spielte den Zu-Null-Sieg aber trocken heim.

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