NEWS

WSG Tirol startet als Gejagter in Qualifikationsgruppe

Die Tiroler treffen im Spitzenspiel auf Ried. BW Linz muss nach Altach und der GAK kann mit dem WAC gleichziehen.

WSG Tirol startet als Gejagter in Qualifikationsgruppe Foto: © GEPA

Mit dem Start der Qualifikationsgruppe der ADMIRAL Bundesliga beginnt am Samstag (17:00 Uhr im LIVE-Ticker) der zehn Runden umfassende Kampf um den Klassenerhalt. Die WSG Tirol geht in diesen mit den besten Aussichten.

Damit es dabei bleibt, gilt es, beim drittplatzierten Aufsteiger Ried zu reüssieren. Dem Zweiten SCR Altach fehlt vor dem Spiel gegen Schlusslicht Blau-Weiß Linz auch nur ein Zähler auf Rang eins. Zudem empfängt der GAK den WAC.

Ried-WSG Tirol: Tiroler starten als Gejagte

Die Tiroler holten mit 31 Punkten im Grunddurchgang so viele wie nie zuvor. "Das ist schön, wir wissen aber auch, um was es jetzt geht. Die Punkteteilung ist da, es geht von vorne los. Dass wir ein bisschen einen Polster haben, ist schön, mehr aber auch nicht", sagte WSG-Trainer Phillip Semlic.

Zehn Punkte aus den jüngsten vier Partien, dazu zum erst zweiten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge, schaffte seine Truppe. Das hat auch der Gegner mitbekommen. "Wir bekommen es gleich zu Beginn mit einem der formstärksten Teams der gesamten Liga zu tun", warnte Ried-Coach Maximilian Senft.

Ried in der Formkrise

Bei den Riedern zeigt die Kurve mit nur zwei Punkten aus fünf Partien und zuletzt zwei Niederlagen klar nach unten.

"Das untere Playoff ist ein Kapitel für sich, das müssen wir von Beginn annehmen und es als Reifechance sehen. Überzeugungen zeigen sich vor allem dann, wenn es schwieriger wird. Wir werden daher unsere Ziele mit der gleichen Idee verfolgen", erläuterte Rieds Sport-Geschäftsführer Wolfgang Fiala.

Standardsituationen nehmen dabei eine tragende Rolle ein, daraus erzielten die Innviertler 14 ihrer 26 Tore. Gegen die Tiroler siegten sie in Ried 2:0, auswärts gab es ein 1:1.

Zwei WSG-Verteidiger fehlen

Damit ist Ried gegen die Tiroler schon vier Partien ungeschlagen. Der Blick auf die Qualigruppe spricht aber für die WSG, die dort von vier direkten Duellen keines verloren hat.

"Nicht nur der, der besser verteidigt, sondern auch der, der ein bisschen mehr Mut an den Tag legt, wird sich durchsetzen. Das haben wir aus dem letzten Jahr mitgenommen", meinte Semlic.

Vorgeben muss er den gesperrten David Kubatta, zudem auch David Gugganig, der "noch nicht bereit" ist. Die Gastgeber haben keine personellen Sorgen.

Altach-BW Linz: "Es geht gegen den Abstieg"

Die Altacher setzen nach einer Woche mit dem fixierten Cup-Finaleinzug und der knapp verpassten Meistergruppe auf die eigene Heimstärke.

In den ersten drei Spielen unter Ognjen Zaric gab es im Schnabelholz keine Niederlage, saisonübergreifend ging nur eines der jüngsten 15 Liga-Heimspiele verloren.

"Es war eine Riesen-Highlight-Woche für uns, jetzt geht es wieder um Punkte gegen den Abstieg", sagte Zaric. Mit einem Sieg ohne den gesperrten Abwehrchef Benedikt Zech würde man schon einen "Riesenschritt" in Richtung Klassenerhalt machen.

Jeweils 1:0-Heimsieg

"Ich glaube aber, dass wir auch mit einem Unentschieden leben können", meinte Zaric vor einem "sicher anderen Fußballspiel" als am Sonntag beim 0:2 bei Meister Sturm Graz. "Da gilt es, vom Kopf bereit zu sein, den Kampf anzunehmen."

Die Linzer wollen an die Leistung beim 1:1 in Hartberg anschließen und so schnell wie möglich weg vom Tabellenende. "Zum Start der Qualifikationsrunde geht es für uns darum, auf jeden Fall zu punkten. Der Auswärtspunkt und vor allem das Auftreten inklusive der gezeigten Leistung in Hartberg stimmen uns zuversichtlich für die nächsten Spiele", sagte BWL-Coach Michael Köllner.

In den bisherigen Saisonduellen gewann jeweils das Heimteam 1:0.

GAK-WAC: Auswärts-Misere im Gepäck

Von August bis November 2015 verlor der WAC sieben Auswärtsspiele in Folge. Dass es aktuell nicht wieder dazu kommt, darf es beim GAK keine Niederlage geben.

Unter Coach Ismail Atalan schaute bei sechs Auftritten in der Fremde noch kein Zähler heraus, auch deshalb muss man sich im Lavanttal mit dem Thema Abstiegskampf auseinandersetzen.

"Unsere Einstellung stimmt, wir müssen aber konsequenter werden. Uns fehlt ein bisschen der unbedingte Wille, Spiele gewinnen zu wollen. Deshalb müssen wir es erzwingen", forderte der Deutsche.

GAK kann aufschließen

Ein Erfolg, der zugleich eine Serie von sieben sieglosen Pflichtspielen beenden würde, wäre auch für sein eigenes Standing wichtig. "Ich habe ein vertrauensvolles Verhältnis zum Präsidenten, aber es ist klar, dass wir auch irgendwann Ergebnisse liefern müssen."

Der GAK wiederum könnte mit einem Sieg mit den Wolfsbergern gleichziehen. "Das wäre ein Szenario, mit dem ich gut leben könnte", sagte Trainer Ferdinand Feldhofer. Sein Ex-Club besitze aber den "stärksten Kader" in der Qualigruppe.

"Wir müssen uns aber vor niemandem verstecken", betonte der Steirer. Die Kunst sei es nun, bei all dem Druck die Coolness zu haben, um am besten Level agieren zu können.

In Graz verlor der GAK mit 1:3, beim WAC gab es trotz Überzahl ab der 11. Minute und zweimaliger Führung nur ein 2:2.

Kommentare