Wo landet Wandervogel Mathias Honsak?

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Mathias Honsak muss lachen, als er auf den Begriff „Wandervogel“ angesprochen wird.

„Ja, ich hatte schon viele Vereine. Beim Übersiedeln kenne ich mich schon gut aus“, sagt der der Wiener im Gespräch mit LAOLA1.

Mit 22 Jahren stehen folgende Klubs in seinem Spielerpass: FAC, Austria Wien, FC Stadlau, FC Liefering, SV Ried, RB Salzburg, SCR Altach und Holstein Kiel.

Der Linksfuß kickte im Nachwuchs der Austria, als er sich zu einem eher ungewöhnlichen Wechsel entschied und bei Stadlau anheuerte. Kurz nach seinem 16. Geburtstag durfte Honsak in der Wiener Liga für die Kampfmannschaft debütieren. Den Salzburgern fiel das Talent dann rasch auf.

Der Schritt zurück

„Ich habe einen Schritt zurück gemacht, hatte aber immer noch das Ziel, Fußballprofi zu werden. Als Salzburg dann angeklopft hat, habe ich nicht lange überlegt. Das war für mich der Weg in den Profi-Bereich“, berichtet der U21-Teamspieler.

Nach dem Wechsel zu den „Bullen“ ging es mit den Leihen los – im Jänner 2016 ins Innviertel, im Sommer 2017 ins Ländle, im Sommer 2018 nach Kiel. Nur bei den Salzburger Profis durfte Honsak sein Können nie unter Beweis stellen.

"Ich werde eher nicht zurückkommen, es ist wahrscheinlicher, dass ich im Ausland bleibe"

Sein Vertrag bei den Salzburgern läuft noch ein Jahr, rein theoretisch müsste er zurück in die Mozartstadt. Praktisch wollen das aber weder der Spieler, noch der Verein. Honsak sagt: „Ich habe schon mit Salzburg geredet. Ich werde eher nicht zurückkommen, es ist wahrscheinlicher, dass ich im Ausland bleibe.“

Gut möglich, dass Holstein Kiel den Youngster fix verpflichtet. „Die Wohnung in Kiel habe ich noch“, grinst der ÖFB-Legionär und erzählt, „Kiel hat Interesse, mich weiter zu verpflichten. Für mich ist das eine Option. Sie geben mir das Gefühl, dass sie mich unbedingt haben wollen und ich habe mich dort auch sehr wohlgefühlt.“

Doch noch hat der deutsche Zweitligist keinen Trainer für die kommende Saison, Tim Walter wechselt bekanntlich zum VfB Stuttgart. Honsak hält sich alle Türen offen, sagt nur: „Jetzt steht für mich mal die EM an…“

Highlights in Italien und beim HSV

Bei der U21-Europameisterschaft in Italien und San Marino will sich der Offensivspieler beweisen, vielleicht ja sogar noch größere Klubs auf sich aufmerksam machen: „Die Vorfreude ist groß. Eine U21-EM ist etwas Einzigartiges und das Highlight meiner bisherigen Karriere.“

Den bisherigen Höhepunkt erlebte der Wiener im August 2018, in der ersten Runde der abgelaufenen Saison: „Ich habe im ersten Spiel beim HSV vor 60.000 Zuschauern ein Tor geschossen. Ich hatte in diesem Spiel drei Mal Gänsehaut: beim Einlaufen, als unsere Fans zu hören waren und als uns die HSV-Fans ausgepfiffen haben. Ein bisschen Nervosität war schon da, vor so vielen Menschen habe ich noch nie gespielt.“

Letztendlich lief er für die Kieler 25 Mal in der Meisterschaft auf, erzielte vier Tore und verbuchte fünf Assists. Seine Bilanz: „Im Großen und Ganzen kann ich sehr zufrieden sein. Der Armbruch Ende September ist zu einer Zeit passiert, in der ich gut drauf war. Das hat mir einige Spiele und vielleicht auch das eine oder andere Tor gekostet.“

Dass auch die Kieler mit Honsaks Vorstellungen zufrieden waren, ist offenkundig. Jetzt will der Nachwuchs-Internationale jedenfalls ankommen, eventuell in Kiel: „Ich würde mich freuen, wenn ich mal wo zwei oder drei Jahre bleiben könnte.“

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»

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