Westderby-Comeback: Es "kribbelt" bei Altach

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Der Saisonstart lief sowohl für den SCR Altach als auch für Wacker Innsbruck nicht nach Wunsch. Dementsprechend lechzen beide Teams vor dem Westderby-Comeback am Samstag (17:00 Uhr im LIVE-Ticker) nach dem ersten Sieg.

Während die Vorarlberger von der guten zweiten Hälfte inklusive spätem Ausgleich bei Rapid zehren, steht der Aufsteiger aus Tirol nach zwei Saisonspielen ohne Punkt da. Unabhängig von der Tabelle "kribbelte" es bei Altach-Coach Werner Grabherr: "Derby ist Derby."

Generationenduell auf der Trainerbank

"Sie sind mit zwei Niederlagen gestartet. Das hinterlässt Spuren, auch wenn es gegen Mannschaften wie Austria Wien und Sturm Graz war", hoffte der 32-Jährige auf verunsicherte Gäste. Dass es gegen Karl Daxbacher (65) zum Duell zwischen dem jüngsten und ältesten Betreuer kommt, spielte für Altachs Neo-Coach keine Rolle. "Er hat natürlich viel Erfahrung, aber wir werden uns hoffentlich nicht überraschen lassen."

Generell liege der Fokus auf der eigenen Leistung und der Entwicklung der Mannschaft. Mit dem ersten Dreier soll der nächste Schritt gelingen. "Wir haben vieles umgekrempelt. Es sind Dinge, die kommen Woche für Woche besser in Fahrt." Den Gegner erwartete Grabherr nach fünf Gegentoren in den ersten zwei Runden abwartender. "Sie werden es defensiver anlegen."

Innsbruck will Spielweise überdenken

Sein Gegenüber ließ dies durchklingen. "Wir müssen besser in der Abwehr stehen", meinte Daxbacher vor der Reise über den Arlberg. Es gelte, "die Spielweise zu überdenken. Wir haben manchmal zu weit vorne attackiert, die Abstände haben aber nicht gepasst." So ging Sturm am Tivoli zuletzt mit 3:0 in Führung, erst im Finish traf Wacker durch Martin Harrer noch zweimal. Daxbacher wertete dies zumindest als "Moralinjektion".

Der Niederösterreicher gab zu, dass nach zwei Niederlagen bereits eine gewisse Anspannung vorhanden ist. "Wir haben mit so einer Situation rechnen müssen bei dem Programm, auch wenn wir sie nicht wollten. Es ist gewisser Druck da", meinte der Wacker-Coach. Zumindest im Kader steht der zuletzt an einer Muskelverletzung laborierende Patrik Eler. Der slowenische Stürmer stieg diese Woche ins Mannschaftstraining ein und dürfte eine Option als Joker sein. Der Senegalese Cheikhou Dieng wartet noch auf seine Arbeitsbewilligung.

Altach darf vor dem ersten Aufeinandertreffen mit Wacker in der höchsten Spielklasse seit zehn Jahren auf ein 1:1 bei Rapid zurückblicken. Torschütze Hannes Aigner bemerkte einen Ruck im Team: "Das hat uns sehr gut getan." Personell muss Grabherr aufgrund einer Stauchung im Knie auf Angreifer Adrian Grbic verzichten. Ihn soll Lars Nussbaumer ersetzen. Die Bundesliga-Statistik spricht klar für die Altacher. In acht Oberhaus-Partien gingen die Vorarlberger viermal als Sieger vom Platz und spielten dreimal Remis.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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