Baumeister: "Knasmüllner ist nicht zu ersetzen"

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Ernst Baumeister hat immer ein Lächeln auf den Lippen.

Auch in diesen Stunden, wo mit Christoph Knasmüllner der Top-Torjäger die Admira in Richtung Barnsley verlassen wird.

"Nein, er ist noch nicht zu 100 Prozent weg. Aber so wie es ausschaut zu 85 Prozent. Aber es muss sich eh heute entscheiden, weil die Transferzeit in England zu Ende geht. Aber wie es aussieht, eher ja", gesteht der Cheftrainer LAOLA1.

Mit dem Angebot können die Südstädter gut leben, trotzdem ist es eine zweischneidige Geschichte. "Es wurde nachgebessert - finanziell. Ob man sportlich zufrieden sein kann, wenn man so kurzfristig seinen Torschützen-Führenden verliert? Trotzdem, er ist nicht zu ersetzen."

Knasmüllner-Ersatz? "Schnellschuss macht keinen Sinn"

Dabei hatte die Admira Abgänge einkalkuliert. Knasmüllner stand auf der Liste, sein Abschied kommt deshalb weniger überraschend. Gezielt reagieren werden die Niederösterreicher auf die Umstände jedoch nicht.

"Nein, es kommt niemand", stellt Baumeister klar. "Im Winter kriegt man sicher keinen Spieler dazu, der ihn ersetzen könnte. So werden wir wieder dem einen oder anderen jungen Spieler die Chance geben, vielleicht in diese Rolle hineinzuwachsen."

Ein Schnellschuss ist demnach ausgeschlossen. "Um die Jahreszeit kriegst du nicht solche Spieler, die dir wirklich weiterhelfen. Es macht ja keinen Sinn, dass wir einen Schnellschuss machen nur wegen einem halben Jahr. Wir haben ein halbes Jahr Zeit zu schauen, wenn wir überhaupt etwas brauchen, dass wir dann im Sommer etwas nachholen. Aber jetzt im Winter ist nichts mehr geplant."

Von der Zugangsseite nicht, anscheinend könnte jedoch noch etwas in Richtung Abgänge passieren.

Ebner anscheinend vor Wechsel ins Ausland

Thomas Ebner gilt in dieser Hinsicht als wahrscheinlichster Kandidat. Zuletzt wurde er als möglicher Zugang bei Sturm Graz gehandelt, als Charalampos Lykogiannis den Verein verließ. Die Grazer füllten die Lücke jedoch mit Rapids Thomas Schrammel auf.

Ob Ebner garantiert im Frühjahr für die Admira aufläuft? Diese Frage entlockt Baumeister ein Schmunzeln. "Im Fußball gibt es nie eine Garantie. Wir haben in Österreich bis 6. Februar noch die Möglichkeit. Dort, wo er überall hinwechseln würde, müsste auch heute schon die Entscheidung fallen. Mal schauen, was bis Mitternacht passiert."

Interessante Informationen, die auf einen möglichen Auslandstransfer hindeuten, der nur mehr am 31. Jänner abgewickelt werden könnte. Bisher verhandelte der Defensiv-Allrounder wegen einem neuen Vertrag, Einigung konnte jedoch noch keine erzielt werden.

Ein mögliches Ziel ist noch nicht bekannt. Die 2. deutsche Bundesliga oder die englische Championship wären durchaus realistische Ziele. Wenn, müsste es jedoch in den nächsten Stunden schnell gehen. Allgemein auf noch mögliche Abgänge angesprochen meint der Coach: "Das kann immer sein im Fußball. Das kann man nie voraussagen. Aber so wie es jetzt ausschaut, glaube ich oder hoffe ich, dass nichts mehr passiert."

Auslaufende Verträge kein Grund für Abgang

Ebner wäre ein Beispiel, mit dem man noch Geld lukrieren könnte, bevor der Vertrag im Sommer ausläuft. Dies ist auch bei Markus Lackner und Lukas Grozurek der Fall. Doch der monetäre Gewinn hat für Baumeister keine Priorität.

"Wir haben nicht vor, jetzt nur Geld zu machen. Das ist nicht unsere Absicht. Wir wollen eher schauen, dass wir uns trotzdem sportlich noch auf den Plätzen vier bis sechs einstufen. Mal schauen, ob wir den Herbst wiederholen können, was schwer wird mit den Verletzten wie Starkl und Toth, die im Frühjahr nicht mehr zum Einsatz kommen – die machen mir mehr Kopfschmerzen als die Abgänge. Aber damit muss man leben und schauen, was wir daraus machen können."

Causa Wostry: "Kann nicht immer auf Einzelschicksale Rücksicht nehmen"

Und Markus Wostry? In dieser Causa wurde bereits viel diskutiert. Dass sein Wechsel im Sommer zum LASK mit keiner Spielpraxis mehr bei der Admira geahndet wird, will Baumeister nicht so stehen lassen.

"Da gibt es nichts. Es ist alles ausgesprochen worden, alles erledigt. Das ist eher von außen reingetragen worden. Ich hatte mit Markus ein gutes Gespräch gehabt. Ich habe seinen Standpunkt akzeptiert, er muss meinen auch akzeptieren. Ich bin nicht böse auf ihn, wir reden ganz normal weiter, als ob nichts gewesen wäre. Aber wir haben auf der Position zwei bis drei Junge für die Zukunft, ich kann nicht immer nur auf Einzelschicksale Rücksicht nehmen. Ich muss schon auch auf die Mannschaft schauen und was dem Verein wichtig ist. Wenn ich Junge in der Hinterhand habe, ist natürlich klar, dass ich die mehr forciere."

Vorzeitiger Wostry-Wechsel zum LASK vom Tisch

Demnach wäre naheliegend, Wostry möglicherweise schon jetzt im Winter ziehen zu lassen - im Sinne des Spielers, da er in der Südstadt scheinbar nicht mehr benötigt wird, obwohl ihn aktuell ohnehin eine Verletzung außer Gefecht setzt. Das dürfte auch durchaus ein Thema gewesen sein.

"Ja, aber was ich heute geredet habe, wird das nicht der Fall sein", kann Baumeister diesen Fall nach Gesprächen mit LASK-Trainer Oliver Glasner bei der Bundesliga Start-Pressekonferenz quasi ausschließen.

Auch Glasner stellt klar, dass ein vorzeitiger Wechsel nicht passieren wird: "Das ist überhaupt kein Thema. Wir sind in der Innenverteidigung sehr gut aufgestellt. Die Spieler sind auch alle fit. Wir haben Markus ganz bewusst erst ab Sommer verpflichtet, deshalb denke ich, dass da nichts mehr passieren wird."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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