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Usor schwer verletzt? Kühbauer will es "gar nicht aussprechen"
Der beste Linzer Goalgetter hat sich womöglich erneut am linken Knie weh getan. Ein weiterer Schlüsselspieler wird kommende Woche in Wien sicher fehlen.
von Simon Urhofer
Den wichtigen LASK-Sieg in der vorletzten Runde der ADMIRAL Bundesliga begleitet ein Wermutstropfen.
Beim 2:1 über den FC Red Bull Salzburg (Spielbericht>>>) verletzte sich der Linzer Topscorer, Moses Usor, bei einem Ballgewinn gegen Maurits Kjaergaard am linken Knie und musste zunächst von zwei Betreuern gestützt und schließlich mit einer Trage abtransportiert werden.
"Es ist so, dass möglicherweise was mit dem Knie sein wird. Ich hoffe, dass es nicht die schlimmste Verletzung ist, die ich jetzt nicht aussprechen will", erklärt Coach Dietmar Kühbauer nach Spielende.
Schon einmal schwer verletzt am selben Knie
Usor zog sich im Oktober 2024 einen Kreuzbandriss im linken Knie zu, der ihn bis zum Vorsommer außer Gefecht setzte.
Ein MRT am morgigen Montag soll Aufschluss über die Schwere der diesmaligen Verletzung geben. Kühbauer hofft, "dass eine Knieverletzung, aber eine, die nicht so drastisch ist", als Diagnose resultiere.
"Um ihn tut es mir wirklich leid, weil er ein unglaublich lieber, positiver Mensch ist und endlich auch das kriegt, was er sich mit seinen Leistungen verdient", so der Burgenländer, der im finalen Spiel um den Titel bei der Wiener Austria auch auf Innenverteidiger Keba Cisse verzichten muss.
Der Senegalese holte sich in der Nachspielzeit für Zeitspiel die fünfte Gelbe Karte ab und wird gesperrt fehlen.
Cisse? "Wäre schlimm, wenn ich ihm eine mitgebe"
Nach Spielende suchte Kühbauer auf dem Weg in die Kabine das Zwiegespräch mit Cisse. Dabei sei es aber nicht um die Gelbe Karte, "sondern um meinen Hund, den ich nicht habe", gegangen, scherzt der LASK-Trainer.
Mit etwas ernsterer Miene fügt er an: "Helfen tut es uns sicher nicht, so ehrlich müssen wir sein. Er ist noch ein junger Bursche, ich hoffe, dass er das in Zukunft nicht mehr macht."
Wirklich böse könne er dem 20-Jährigen aber nicht sein. "Wenn Emotionen am Platz sind, kann man nicht alles steuern, das kann ich von meiner eigenen Warte sagen. Deswegen wäre es schlimm, wenn ich ihm eine mitgebe. Das tue ich nicht, weil er es wieder ganz gut gemacht hat", so Kühbauer in Anspielung auf seine eigene Spielerkarriere.
Er verspricht: "Natürlich wird er uns fehlen, aber wir haben immer wieder Ausfälle gehabt und diese immer gut abfedern können. Das werden wir auch am Sonntag."