Mit der 2:3-Niederlage in Hütteldorf in der Hinrunde (5. Runde) hatte Anfang September die Misere für Salzburg begonnen. Zuvor waren die "Bullen" national wie international in acht Pflichtspielen nahezu makellos und unbesiegt geblieben.
"Wir waren auf unserem Maximum in Bezug auf Intensität und Physis. Da fingen auch die Verletzungen an", meinte Lijnders. Von den folgenden neun Bundesligaspielen gewann der Vizemeister nur noch zwei.
Dementsprechend viel Druck war zuletzt auf dem Kessel der sonst erfolgsverwöhnten Salzburger. "Ich lese nichts, konsumiere keine Medien, den Druck lege ich mir selbst auf. Ich weiß, wohin wir wollen, und dass Hürden und Ablenkungen, die die Außenwelt für uns kreiert, auf uns warten", erzählte Lijnders, der Rouven Schröder als neuen Sport-CEO vorgesetzt bekam.
"Die letzten Wochen waren wirklich tough - ich glaube, für alle im Klub. Es war nicht einfach, am Abend einzuschlafen", meinte auch Mittelfeldspieler Mads Bidstrup.
Rapid seit 2015 in Salzburg ohne Sieg
Für Rapid sind die letzten zwei Ligaspiele nicht nach Wunsch verlaufen. Nach einem 0:0 in Tirol gab es ein Heim-0:1 gegen Blau-Weiß Linz. Zwar konnten die Wiener Salzburg daheim zuletzt zwei Mal schlagen, auswärts wartet man aber seit 2015 auf einen Dreier.
"Das haben wir thematisiert, aber anders herum. Wir haben die große Chance, in Salzburg zu gewinnen und sie zweimal in Folge in dieser Saison zu besiegen. Die wollen wir unbedingt nutzen. Da müssen wir einen sehr guten Tag erwischen", sagte Robert Klauß, der in seinem 50. Pflichtspiel als Rapid-Coach ein Duell auf Augenhöhe erwartet.
Dass der Gegner seine Grundordnung zuletzt von einem 4-3-3 auf ein 4-2-3-1 geändert hat, wollte Klauß nicht überbewerten. "Die Art und Weise des Fußballs bleibt gleich. Salzburg wird sehr aktiv spielen. Das ergibt uns natürlich Möglichkeiten und Räume, die wir sonst nicht so vorfinden. Wir müssen aber schauen, dass wir ihre Stärken wegnehmen."
Keinen Vorteil erwartet sich der Deutsche vom großen Salzburger Lazarett. "Sie haben trotzdem noch eine schlagkräftige, qualitativ hochwertige erste Elf."
Wieder zur Verfügung steht Offensivkraft Isak Jansson. Der Schwede war mit zwei Treffern Matchwinner beim 3:2 im September, wurde danach aber von einer Knieblessur lange außer Gefecht gesetzt. "Wie viel er spielen wird, werden wir noch entscheiden", meinte Klauß.
Fehlen wird jedoch Guido Burgstaller, der Stürmer ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.