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Saljic: "Nie im Leben hätte ich das gedacht"

Der Austrianer krönt seine Breakthrough-Saison im Derby mit seinem ersten Tor. Dass er es mit dem Kopf erzielt hat, überrascht.

Saljic: "Nie im Leben hätte ich das gedacht" Foto: © GEPA

Knapp über 1.000 Spielminuten lang musste Sanel Saljic warten, ehe er zum ersten Mal ein Tor für die Profis des FK Austria Wien bejubeln durfte.

Beim 2:0-Sieg der Veilchen im 350. Wiener Derby war es dann soweit, der 20-Jährige traf in der neunten Minute zur violetten Führung.

"So lange darauf gewartet"

"Im Derby das erste Bundesliga-Tor zu machen, ist wunderschön. Ein sehr schöner Augenblick. Ich habe mich sehr gefreut, dass es endlich geklappt hat. Ich habe so lange darauf gewartet", strahlt der Offensivspieler.

Mit seinen 1,77 Metern ist der Wiener zwar nicht sonderlich klein, im Vergleich zur Rapid-Defensive dann aber doch einige Zentimeter vom Gardemaß entfernt. Umso überraschender, dass sein erster Treffer ein Kopfballtor war.

Wenn's Messi kann...

"Nie im Leben hätte ich mir das gedacht", lacht er, ergänzt aber rasch, "wobei so schlecht bin ich mit dem Kopf nicht."

Sein Trainer, Stephan Helm, sagt: "Mit einem Kopfballtor von ihm habe ich nicht gerechnet. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ein etwas kleinerer Spieler ein Kopfballtor erzielt. Ich habe da ein sehr berühmtes Tor von Messi im Kopf."

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Saljic feiert nach dem Derby vor den Fans
Foto: ©GEPA

Letztendlich habe Saljic halt einfach "den Job eines ballfernen Zehners gemacht und ist in den Strafraum gesprintet", meint Helm.

Was sich Saljic bei seinem Kopfball gedacht habe? "Nichts!", lacht er. Na gut, den Kopf hat er in diesem Moment eben für etwas anderes gebraucht. Es war übrigens sein erst zweiter Ballkontakt in diesem Spiel.

Großes Lob von Ranftl

Lob gibt es von einem, der fast eineinhalb Jahrzehnte älter ist – Reinhold Ranftl.

"Wenn er so weitermacht, ist er nicht mehr lange bei der Austria"

Reinhold Ranftl

"Ich freue mich riesig für ihn, weil er sehr hart arbeitet. Er hat einen Riesenschritt nach vorne gemacht, was die Defensivarbeit angeht. Wenn er so weitermacht, ist er nicht mehr lange bei der Austria", prophezeit der Routinier.

Der Durchbruch

Das Tor im Derby ist die bisherige Krönung von Saljics Breakthrough-Saison. Der Youngster hat die Rolle als Ersatz von Dominik Fitz im Herbst perfekt angenommen, wurde dann aber mehrmals ausgebremst.

Ende Oktober setzte ihn ein Syndesmosebandanriss einige Wochen außer Gefecht. "Keine leichte Zeit, aber da musste ich durch", sagt er.

Im Jänner forderte das Leben beim Bundesheer seinen Tribut, im März war der Oberschenkel lädiert. So stehen letztendlich "nur" 13 Startelfeinsätze in der zu Ende gehenden Meisterschaft zu Buche.

Helms Vertrauen

Dass der Mittelfeldspieler, der in der kommenden Saison die Rückennummer 10 tragen wird, das volle Vertrauen des gesamten Vereins genießt, ist aber klar.

Saljic sagt: "Wenn du als Spieler merkst, dass der Trainer voll hinter dir steht, spielst du mit mehr Leichtigkeit, als wenn du merkst, er würde dich bei der ersten Kleinigkeit gleich auswechseln."

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