Insgesamt sei aber offensichtlich gewesen, "dass wir in puncto Körpergröße mit dem LASK nicht mithalten können. Die bringen gefühlt sieben oder acht Türme rein. Trotzdem haben wir in den vergangenen Spielen trotz - wenn man so will - körperlicher Unterlegenheit einen richtig guten Job gemacht", meint Beichler.
Was ob dieser Wortwahl des Trainers auffällt: Trotz einer bis dato negativen Meistergruppen-Bilanz von nur drei Siegen bei zwei Remis und vier Niederlagen versuchen die Salzburger Akteure, die vergangenen Wochen und Monate betont positiv aufzuarbeiten.
"Ich finde, dass wir eine gute Truppe haben. Wir haben heute wieder gesehen, dass wir ein richtig gutes Spiel gegen den Tabellenführer gemacht haben, das wir auch gewinnen hätten können", so Drexler. Schlechte Phasen gehören eben zum Fußball dazu: "Ich hatte in meinem Leben noch nie eine Situation, nicht mal in der Jugend, wo ich jedes Spiel gewonnen habe."
Am Ende einfach nicht mehr verdient
"Am Ende des Tages haben wir alle zusammen, nicht nur wir Spieler, es nicht hingebracht."
Schlager kann seiner Mannschaft "keinen Vorwurf machen, wir haben heute alles auf dem Feld liegen gelassen. Jeder Einzelne", so der ÖFB-Goalie. "Ich habe über die ganze Saison das Gefühl gehabt, dass die Jungs hungrig sind und es wollen."
Es gehe aus seiner Sicht vor allem um die für den Erfolg notwendigen "Zahnrädchen, die nicht ineinander greifen".
Gleichzeitig betont der 30-Jährige: "Am Ende des Tages haben wir alle zusammen, nicht nur wir Spieler, es nicht hingebracht. Deshalb haben wir es uns auch nicht verdient."
Das sieht Beichler gleich: "Nach der absoluten Crunchtime, in der du aus den letzten drei Spielen eigentlich sieben Punkte holen musst, stehst du mit nur einem da. Dann hast du am Ende auch keinen Anspruch, am letzten Spieltag um den Meistertitel mitzureden."
Beichler: "Müssen ein paar Sachen in Zukunft anders machen"
Dass sein Name nun unter der schlechtesten Salzburger Saison seit 2005 steht, könne der Steirer verkraften.
"Da bin ich nicht eitel. Es tut zwar richtig weh, aber am Ende soll es uns langfristig gut tun, weil es kein Herumeiern mehr gibt. Wir müssen ein paar Dinge in Zukunft anders machen, damit wir nächste Saison wieder angreifen können", so Beichler gegenüber "Sky".
Es sind Worte, die in ähnlicher Formulierung bereits nach den letzten beiden titellosen Saisonen aus den Salzburger Mündern zu hören waren.
Ob diesmal tatsächlich an den richtigen Stellschrauben gedreht werden kann, wird sich frühestens in einigen Monaten weisen.