Endstand
2:1
2:0 , 0:1
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LASK vor der Vollendung! "Jetzt wollen wir alles haben"

Das Double ist nur mehr ein Remis entfernt. Dieses soll am Verteilerkreis eingefahren werden, aber: "Die Austria wird uns den Meistertitel nicht schenken."

LASK vor der Vollendung! "Jetzt wollen wir alles haben" Foto: © GEPA

"Ich gehe jetzt nicht mit einem faden Auge heim."

Damit, dass eine mögliche Meisterfeier des LASK nicht vor heimischem Publikum stattfand, kann Dietmar Kühbauer ganz gut leben.

Wie könnte er auch anders? Seine Linzer fixierten mit einem 2:1-Sieg über den FC Red Bull Salzburg (Spielbericht>>>) zumindest die Vizemeisterschaft und benötigen nur mehr einen singulären Punktgewinn, um erstmals seit 61 Jahren wieder österreichischer Meister zu sein.

Dieser soll kommende Woche auswärts bei der Wiener Austria eingefahren werden. "Wenn wir so nahe dran sind - so ehrlich müssen wir sein - wollen wir jetzt alles haben", sagt Kühbauer über den zum Greifen nahen Doublegewinn.

Perfekter Matchplan! "Genau das haben wir uns vorgenommen"

Dass sich die "Athletiker" nun in einer so ausgezeichneten Ausgangslage befinden, liegt nicht zuletzt an einem sehr cleveren Auftritt im letzten Heimspiel der Saison.

Der LASK ließ die Salzburger in diesem zu Beginn kommen, verteidigte die Bemühungen der Gäste stets gut weg und schlug nach einer guten halben Stunde blitzartig doppelt zu.

"In der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht. Wie in Salzburg wollten wir gut verteidigen und dann auf unsere Chancen warten, die wir eiskalt genutzt haben. Genau das haben wir uns vorgenommen", freut sich Sascha Horvath über einen aufgegangenen Matchplan.

Schon wieder die weiten Einwürfe

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"Wir werden Meister", hallte es nach Spielende bereits vom Linzer Steher
Foto: ©GEPA

Dabei kam den Stahlstädter einmal mehr ihre neuentdeckte Stärke bei weiten Einwürfen zugute - beide Treffer resultierten aus von Moses Usor, der sich womöglich schwer am Knie verletzte, weit hereingebrachten Einwürfen.

Darüber, dass genau dieser Weg zum Torerfolg führte, "bin ich nicht unzufrieden. Aber am Ende des Tages ist es mir wurscht, wie wir ein Tor schießen. Solange er im Netz ist und der 'Gassi' (Salzburg-Torhüter Alexander Schlager, Anm.) sich bücken und den Ball rausholen muss, habe ich kein Problem", kommentiert Kühbauer trocken.

Luft nach oben nach Seitenwechsel - "Schlampig gespielt"

Nach Seitenwechsel warf Salzburg nochmal alles nach vorne, um die Mini-Titelchance noch aufrechtzuerhalten, klopfte zwei Mal am Aluminium an, kam schlussendlich aber über einen Anschlusstreffer durch Karim Konate nicht hinaus.

"In der zweiten Halbzeit war das Glück auf unserer Seite", gibt Horvath zu. Die Räume für Konter, die die "Bullen" durchaus geboten hätte, habe man nicht ausreichend genutzt.

"Da haben wir es dann schlampig gespielt, weil wir ruhig noch ein Tor schießen hätten können. Mit dem Anschlusstreffer war es dann eine enge Sache", sieht Kühbauer Durchgang zwei durchaus kritisch.

"Vor sieben Monaten warst du im Niemandsland"

Im gleichen Atemzug betont er: "Aber ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein Lob aussprechen. Vor sieben Monaten warst du im Niemandsland und jetzt kannst du um die Meisterschaft mitspielen. Zudem ist Salzburg noch immer eine gute Mannschaft."

"Mitspielen" ist dabei noch ein gelinder Ausdruck, wenn man bedenkt, dass der LASK nun wirklich hauchdünn vor dem historischen Titelgewinn steht.

Ein Remis am Verteilerkreis, egal wie, und der SK Sturm kann parallel so hoch wie er nur will gegen Rapid gewinnen, der Teller würde in die Linzer Hände wandern.

FAK als Spielverderber?

"Die Austria wird uns den Meistertitel nicht schenken."

Dietmar Kühbauer

"Das wird definitiv kein einfaches Spiel werden, die Austria ist auch aufgespitzelt. Es ist das letzte Spiel der Saison, da wird jeder alles reinhauen", warnt Torhüter Lukas Jungwirth vor den "Veilchen", für die es sogar noch um Platz drei gehen könnte.

Kühbauer ergänzt: "Die Austria wird uns den Meistertitel nicht schenken."

Gezielt auf ein Unentschieden zu spielen, sei "der falsche Weg. Wir müssen das Spiel genau so angehen wie heute und versuchen, unsere Möglichkeiten, die wir hoffentlich vorfinden werden, zu nützen", gibt der Burgenländer die Marschroute vor.

"...dann werden wir auch den Meisterteller hochhalten"

In der finalen Trainingswoche der Saison werde man die Intensität etwas herunterfahren, um die nötigen Kräfte für das Endspiel in Wien-Favoriten zu haben. Wenn dann auch noch die Leistungen der letzten Wochen bestätigt werden, kann es nur einen Meister geben.

"Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir können und zuletzt gezeigt haben, wird der Sieger des Spiels LASK heißen. Dann werden wir auch den Meisterteller hochhalten", ist sich Jungwirth sicher.

Die schwarz-weiße Krönung, sie ist ganz nah.

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