Dabei kam den Stahlstädter einmal mehr ihre neuentdeckte Stärke bei weiten Einwürfen zugute - beide Treffer resultierten aus von Moses Usor, der sich womöglich schwer am Knie verletzte, weit hereingebrachten Einwürfen.
Darüber, dass genau dieser Weg zum Torerfolg führte, "bin ich nicht unzufrieden. Aber am Ende des Tages ist es mir wurscht, wie wir ein Tor schießen. Solange er im Netz ist und der 'Gassi' (Salzburg-Torhüter Alexander Schlager, Anm.) sich bücken und den Ball rausholen muss, habe ich kein Problem", kommentiert Kühbauer trocken.
Luft nach oben nach Seitenwechsel - "Schlampig gespielt"
Nach Seitenwechsel warf Salzburg nochmal alles nach vorne, um die Mini-Titelchance noch aufrechtzuerhalten, klopfte zwei Mal am Aluminium an, kam schlussendlich aber über einen Anschlusstreffer durch Karim Konate nicht hinaus.
"In der zweiten Halbzeit war das Glück auf unserer Seite", gibt Horvath zu. Die Räume für Konter, die die "Bullen" durchaus geboten hätte, habe man nicht ausreichend genutzt.
"Da haben wir es dann schlampig gespielt, weil wir ruhig noch ein Tor schießen hätten können. Mit dem Anschlusstreffer war es dann eine enge Sache", sieht Kühbauer Durchgang zwei durchaus kritisch.
"Vor sieben Monaten warst du im Niemandsland"
Im gleichen Atemzug betont er: "Aber ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein Lob aussprechen. Vor sieben Monaten warst du im Niemandsland und jetzt kannst du um die Meisterschaft mitspielen. Zudem ist Salzburg noch immer eine gute Mannschaft."
"Mitspielen" ist dabei noch ein gelinder Ausdruck, wenn man bedenkt, dass der LASK nun wirklich hauchdünn vor dem historischen Titelgewinn steht.
Ein Remis am Verteilerkreis, egal wie, und der SK Sturm kann parallel so hoch wie er nur will gegen Rapid gewinnen, der Teller würde in die Linzer Hände wandern.
FAK als Spielverderber?
"Die Austria wird uns den Meistertitel nicht schenken."
"Das wird definitiv kein einfaches Spiel werden, die Austria ist auch aufgespitzelt. Es ist das letzte Spiel der Saison, da wird jeder alles reinhauen", warnt Torhüter Lukas Jungwirth vor den "Veilchen", für die es sogar noch um Platz drei gehen könnte.
Kühbauer ergänzt: "Die Austria wird uns den Meistertitel nicht schenken."
Gezielt auf ein Unentschieden zu spielen, sei "der falsche Weg. Wir müssen das Spiel genau so angehen wie heute und versuchen, unsere Möglichkeiten, die wir hoffentlich vorfinden werden, zu nützen", gibt der Burgenländer die Marschroute vor.
"...dann werden wir auch den Meisterteller hochhalten"
In der finalen Trainingswoche der Saison werde man die Intensität etwas herunterfahren, um die nötigen Kräfte für das Endspiel in Wien-Favoriten zu haben. Wenn dann auch noch die Leistungen der letzten Wochen bestätigt werden, kann es nur einen Meister geben.
"Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir können und zuletzt gezeigt haben, wird der Sieger des Spiels LASK heißen. Dann werden wir auch den Meisterteller hochhalten", ist sich Jungwirth sicher.
Die schwarz-weiße Krönung, sie ist ganz nah.