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Rapid mit spezieller Beziehung zum Ostersonntag

Für die Hütteldorfer gab es zum Osterfest sowohl hohe Siege als auch bittere Niederlagen. Für den Trainer haben Punkte Priorität.

Rapid mit spezieller Beziehung zum Ostersonntag Foto: © GEPA

Rapid kann mit einem Heimsieg über Sturm Graz erstmals seit März 2016 im Frühjahr einer Fußballsaison wieder an der Bundesliga-Spitze stehen - und das an einem in der jüngeren Vereinshistorie speziellen Tag.

Am Ostersonntag 2008 wurde mit einem 7:0-Auswärtssieg gegen Red Bull Salzburg der Grundstein zum bisher letzten Meistertitel gelegt, am Ostersonntag 2021 gewannen die Hütteldorfer mit dem 8:1 beim WAC so hoch wie seither nicht mehr.

Höhen und Tiefen

Es gab aber auch Tiefpunkte, und das ausgerechnet gegen Sturm. Der Ostersonntag 2009 brachte eine 0:1-Heimniederlage gegen die Steirer, 13 Jahre später zog man wieder gegen die Grazer mit 1:2 den Kürzeren, diesmal auswärts.

Weder mit der möglichen Tabellenführung noch mit Clubanekdoten aus der Vergangenheit wollte sich Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup groß aufhalten. "Wir haben uns nicht sonderlich mit Ostergeschichten beschäftigt. Wir haben uns voll und ganz auf Sturm Graz konzentriert und darauf, dass jeder Spieler einsatzbereit ist."

Platz eins derzeit keine Priorität

Dass nach einem schwachen Herbst und einem langsamen Frühjahrsstart nun dennoch Rang eins in Reichweite ist, bleibt für den Dänen vorerst sekundär.

"Weil es zählt erst, wenn das letzte Match gespielt wurde. Das, was für uns zählt, sind die Punkte. Die sind wichtiger als die momentane Platzierung, weil es ist alles sehr eng, und es spielt noch jeder gegen jeden.

Das kann sich jede Woche ändern", betonte Hoff Thorup, der stetig Fortschritte wahrnimmt. "Ich bin froh, dass wir jede Woche besser werden. Wir können das sehen, und die Leute können das sehen."

Vorfreude ist groß

Die gute Laune ist jedenfalls - passend zum Frühling - wieder in Hütteldorf eingekehrt. "Wenn man im Herbst schaut nach fünf, sechs, sieben Niederlagen, ist es logisch, dass in der Kabine vielleicht der Schmäh nicht so rennt.

Jetzt mit drei, vier Siegen ist alles natürlich leichter. Man merkt es in der Umkleide: Es läuft der Schmäh, wir sind gut drauf", meinte Goalie Niklas Hedl.

Die Vorfreude auf den Hit gegen Sturm ist jedenfalls groß. "Wir können um alles spielen und wir gehen in diese Spiele mit großartiger Energie und Zuversicht", sagte Hoff Thorup.

Umkämpfte Duelle

Ähnlich sieht man das auch in Graz, wenngleich die ersten beiden Saisonduelle jeweils mit 2:1 an den Rivalen gegangen sind.

"Die Duelle Sturm gegen Rapid sind immer etwas Besonderes, echte Klassiker der Liga und stets besonders hart umkämpfte und enge Partien", sagte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch.

"Ich will die positiven Aspekte, die meine Mannschaft im Frühjahr gezeigt hat, auch jetzt nach der Länderspielpause sehen."

Zurück noch einmal zur Statistik: Von den insgesamt zehn Ostersonntag-Matches Rapids in diesem Jahrtausend wurden übrigens drei verloren.

Neben den Pleiten gegen Sturm setzte es im Vorjahr ein 1:5 beim WAC, wenige Tage später war Trainer Robert Klauß seinen Job los.

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