Rapid hofft gegen LASK auf Flow, Austria in Hartberg gefordert
SCR-Coach Hoff Thorup will die Meisterträume vieler Fans "nicht killen". Die Wiener Austria entpuppte sich zuletzt als Lieblingsgegner für den TSV.
In der zweiten Meistergruppenrunde der Fußball-Bundesliga kämpft Rapid am Sonntag im Heimspiel gegen den LASK um die Fortsetzung des jüngsten Erfolgslaufs.
Drei Siege und ein Remis ließen die Hütteldorfer bis auf drei Zähler an die Spitze heranrücken, doch auch der LASK tankte zuletzt mit dem Cupfinal-Einzug Selbstvertrauen.
Die Wiener Austria peilt beim Überraschungsteam TSV Hartberg einen vollen Erfolg an.
Rapid - LASK: Grün-Weiß setzt auf Momentum
Nach den jüngsten Siegen, speziell den beiden 1:0 über Red Bull Salzburg, sieht bei Rapid alles rosiger aus.
"Wir entwickeln uns gut, jetzt ist alles ein bisschen positiver. Aber unser einziger Fokus liegt immer auf dem nächsten Training und Spiel, um immer ein bisschen besser zu werden", sagte Trainer Johannes Hoff Thorup. Der LASK-Auftritt in Ried sei für das Sonntag-Match nur bedingt aussagekräftig.
"Gegen Ried ist es anders als in einem anderen Spiel. Man muss auf viele Standards auf dem ganzen Platz eingestellt sein, die das Spiel langsamer machen." Deshalb orientiere man sich in der Matchvorbereitung an Partien der Linzer gegen Teams, die ähnlich wie Rapid agieren, so Hoff Thorup.
Hoff Thorup: "Ich kille keine Fan-Träume"
Über das Verhalten von LASK-Trainer Dietmar Kühbauer nach dem Match in Ried meinte der Däne: "Ich bin nicht in der Position, zu urteilen. Jeder soll sich so verhalten, wie er glaubt, dass es das Beste ist. Man sollte sich immer respektieren, aber es ist auch viel auf dem Spiel gestanden."
Sollten die Hütteldorfer, bei denen Ex-Profi Markus Heikkinen ab sofort als Scout arbeitet, gegen die punktegleichen Oberösterreicher gewinnen, würde dies wohl bei vielen Anhängern die Meisterhoffnungen nähren. "Ich kille keine Fan-Träume, aber es gibt einen Unterschied, was man außerhalb des Klubs träumt und wie man innerhalb eines Klubs arbeitet", sagte Hoff Thorup.
Kühbauer zeigte vor den Wienern Respekt. "Es wird ein komplett anderes Spiel als gegen Ried, wir wissen um die Qualitäten von Rapid. Für uns wird vor allem wichtig sein, eine gute Mischung zwischen Verteidigen und offensivem Spiel zu finden."
In der Partie greift wieder die Teilstadionsperre von Rapid, daher wurden nur 16.500 Karten aufgelegt. Bis Freitagmittag waren 11.500 Tickets abgesetzt.
FAK: "Angstgegner" Hartberg
Die Wiener Austria will endlich wieder Hartberg knacken und sich vom einen Punkt zurückliegenden Tabellennachbarn absetzen. Kein leichtes Unterfangen.
Die Steirer, das Überraschungsteam in der Meistergruppe, haben die jüngsten drei Duelle mit den Violetten gewonnen und sind in der Bundesliga seit Ende November und damit sieben Spielen ungeschlagen.
Die Statistik offenbart die Stärke der Hartberger. Die Elf von Manfred Schmid ist seit Jahresbeginn offensiv mit nur drei Treffern die harmloseste Mannschaft, mit nur zwei Gegentoren aber das defensivstärkste Team. "Unsere Bilanz gegen die Austria ist herausragend und gibt uns ein gutes Gefühl - mehr aber auch nicht", sagte Schmid.
Stürmer Marco Hoffmann hofft, dass zur guten Abwehrarbeit auch die Torgefährlichkeit kommt. Es gilt, "die gute Defensivleistung der letzten Spiele zu bestätigen, aber vor allem mit mehr Offensivaktionen für Gefahr zu sorgen."
Leistungsträger fehlen auf beiden Seiten
Nach der Partie gegen Meister Sturm Graz stellt Austria-Coach Stephan Helm sein Team auf ein ganz anderes Spiel ein.
Es "könnte zu einem Geduldsspiel werden. Entscheidend ist, dass wir den Spielverlauf auf unsere Seite ziehen und dem Spiel eine positive Richtung geben. Das ist uns in den letzten beiden Duellen mit Hartberg nicht gelungen", erklärte Helm.
Er muss auf die gesperrten Abubakr Barry und Tin Plavotic verzichten, Sanel Saljic ist mit Oberschenkelproblemen fraglich. Das verursacht bei Helm aber keine allzu großen Sorgenfalten. "Wir haben Optionen - ein paar Jungs haben es in den letzten Wochen sehr gut gemacht, haben sich aufgedrängt", meinte der Trainer.
Auch TSV-Trainer Schmid muss zwei wichtige Leistungsträger wegen einer Sperre ersetzen. Youba Diarra und Tobias Kainz und damit zwei Drittel seines Stamm-Mittelfelds fallen aus. Zudem steht hinter dem Einsatz von Kapitän Jürgen Heil und Abwehrchef Lukas Spendlhofer, die gesundheitlich angeschlagen sind, ein Fragezeichen.