Rapid: "Wir haben die Pfiffe verdient"

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Erstmals seit dem Amtsantritt von Didi Kühbauer als Rapid-Trainer gab es am Sonntag ein gellendes Pfeifkonzert der Fans.

Die Anhänger der Hütteldorfer machten ihren Unmut über das 2:2 gegen Hartberg (Spielbericht) und das Verpassen der Meistergruppe deutlich, nach eindeutigen Gesten vom Block West verzichtete die Mannschaft auf eine Verabschiedung vor der Tribüne der organisierten Fanszene. Die Stimmung im und rund um den Klub erinnert wieder leicht an jene im vergangenen Herbst.

Thomas Murg wunderten die Pfiffe der Fans nicht. "Nach so einer zweiten Hälfte haben wir es nicht anders verdient." Ähnlich äußerte sich Kapitän Stefan Schwab. "Wenn man nach 22 Runden Achter ist, pfeifen die Fans zurecht."

Die Spieler sind sich bewusst, dass von der Öffentlichkeit wohl noch einiges auf sie einprasseln wird. "Es wird jetzt von außen viel kommen, aber da müssen wir durch", meinte Schwab.

"Es ist richtig hart für uns, aber wir haben es uns nicht verdient, dass wir da oben dabei sind. Wenn wir nach 22 Runden auf diesem Tabellenplatz stehen brauchen wir vom oberen Playoff nicht reden. Das ist einfach zu wenig. Jetzt müssen wir trotzdem Courage zeigen und schauen, dass wir in den zehn Spielen jetzt noch gut spielen und Siege holen."

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Kühbauer gibt Garantie ab

Um noch in den Europacup zu kommen, müssen die Qualifikationsgruppe, in der man nach der Punktehalbierung einen Punkt hinter Mattersburg liegt, und anschließend die Playoffs gewonnen werden. Ein weiterer Weg ins internationale Geschäft wäre der Cup-Titel, allerdings wartet im Semifinale auswärts der formstarke LASK - angesichts der aktuellen Verfassung von Rapid eine äußerst schwer überwindbare Hürde.

Trainer Didi Kühbauer zeigte sich dennoch kämpferisch und gab eine Garantie ab, dass Rapid die kommende Spielzeit nicht mehr in der Qualifikationsgruppe absolvieren werde.

Den Grund für das Scheitern in dieser Saison sah der Ex-Teamspieler in den enttäuschenden Ergebnissen des Vorjahres. "Dass wir nicht im oberen Playoff sind, liegt nicht am Frühjahr. Wir haben es im Herbst verloren, wo wir die Doppelbelastung mit der Europa League nicht verkraftet haben."

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Mittlerweile befinde sich die Mannschaft in einer besseren Verfassung. "Trotzdem muss es noch besser werden, und es wird auch besser werden", versprach Kühbauer. In den ausstehenden zehn Meisterschaftspartien werde daran gearbeitet, bessere Lösungen gegen defensiv eingestellte Gegner parat zu haben. "Wir müssen Möglichkeiten finden, sie zu bestrafen im Sinne von Toren."

Kühbauer: "Es ist eine Frage der Ehre"

Sein Team müsse sich aber im körperlichen Bereich verbessern. Auch Thomas Murg vertritt mit Blick auf den Rückfall in der zweiten Hälfte die Meinung, dass es bei der Physis Nachholbedarf gebe. "Vielleicht ist es in der zweiten Hälfte auch an der Fitness gelegen, in diesem Bereich muss jeder noch mehr machen."

Außerdem geht es laut Kühbauer für die Rapid-Profis in den nächsten Monaten darum, sich für die kommende Saison zu empfehlen. "Ich will sehen, wer sich den Arsch aufreißt, wer noch wichtig ist. Wir sind immer noch Rapid. Es ist eine Frage der Ehre."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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