Endstand
1:3
0:2 , 1:1
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Nach enttäuschender Salzburg-Saison: "Brutale Analyse" angesagt

Salzburg musste sich auch Hartberg geschlagen geben. Trainer Beichler sieht die konkreten Probleme der Mannschaft, im Sommer soll sich einiges ändern, damit die Mozartstädter wieder in die Spur finden.

Nach enttäuschender Salzburg-Saison: "Brutale Analyse" angesagt Foto: © GEPA

Red Bull Salzburg verpasste zuhause am letzten Spieltag der ADMIRAL Bundesliga ein versöhnliches Ende und musste sich 1:3 gegen den TSV Hartberg geschlagen geben (zum Spielbericht >>>).

Für Onisiwo "spiegelt es ein bisschen die ganze Saison wider". In den Anfangsminuten waren die Hausherren gut ins Spiel gestartet, konnten jedoch die Möglichkeiten nicht nutzen und mussten dann Gegentore der Hartberger hinnehmen. Auch trotz viel Ballbesitz in Hälfte zwei konnte man das Ergebnis nicht mehr drehen.

"Wir haben uns viel vorgenommen, wenig umsetzen können und sind dann zweimal gleich ins Hintertreffen geraten, keine gute Leistung", beschreibt der Stürmer das Duell im Interview bei "Sky".

Dem schließt sich auch Trainer Beichler an: "Ein Auftritt, den man in der Art in der Saison schon öfters gesehen hat. Die ersten 20 Minuten drückend überlegen, dann mit der ersten gefährlichen Situation der Hartberger das Gegentor bekommen und mit diesem Gegenwind ist die Ordnung, die Struktur, der Plan nicht mehr so umgesetzt worden, wie wir uns das vorstellen", analysiert er.

Die Probleme sieht Beichler vor allem in "der Durchschlagskraft in der Offensive", aber auch in der Defensive, nachdem die wenigen gefährlichen Aktionen der Hartberger allesamt bestraft worden seien.

Niederlage hat sich angekündigt

Für Hartberg war es hingegen der erste Sieg gegen Red Bull Salzburg überhaupt. Dieser hätte sich für Torhüter Schlager im Laufe der Woche bereits angekündigt. "Wir waren in allen Bereichen viel zu weit weg und am Ende des Tages tut es mir leid", sagt er nach der Niederlage. Vor allem bei den Anhängern müsse man sich entschuldigen.

Zudem findet er deutliche Worte in Bezug auf die letzten Wochen und Monate: "Man kann nichts wiedergutmachen, die Saison war nicht gut genug", erklärt er. Man müsse sich außerdem beim LASK und Sturm bedanken.

Salzburg darf sich dank der Ergebnisse in den Parallelspielen nämlich immerhin in der Europa-League-Qualifikation beweisen.

Umbruch und "brutale Analyse" in Salzburg

Bis dahin muss viel geschehen. In der Mozartstadt wird im Sommer der nächste Umbruch anstehen. Schuster, Alajbegovic und Gadou wurden vor dem Spiel verabschiedet.

Onisiwo, dessen Vertrag ausläuft, verlässt den Verein ebenfalls, lehnte eine offizielle Verabschiedung aber ab.

Laut Beichler sind einige Änderungen durchzuführen. "Am Ende stehen wir dort, wo wir es verdient haben nach 32 Spielen. Wir müssen in eine brutale Analyse gehen und die besten Schlüsse draus ziehen. Es ist klar, dass es nicht ansatzweise zufriedenstellend ist, wie die Saison verlaufen ist", meint er.

"Wenn man was erreichen will, müssen ganz viele Zahnrädchen ineinandergreifen, und das tut es bei uns einfach nicht. Sehr schade aufgrund der Möglichkeiten, aber auf der anderen Seite heißt es jetzt, die richtigen Schlüsse draus zu ziehen", resümiert Tormann Schlager abschließend.

Für Hartberger ist Saison "eine Erfolgsgeschichte"

Bessere Stimmung herrscht indes beim TSV Hartberg, auch wenn das Team die Meistergruppe auf Rang sechs beendet. "Ich glaube, dass generell die Saison trotzdem eine Erfolgsgeschichte ist", sagt Heil, für den es wohl das letzte Spiel in diesem Trikot war.

Vor allem gegen Ende des Spiels hätten alle noch einmal füreinander gekämpft. So durfte man vor dem Mallorca-Urlaub noch einmal jubeln. Das Saisonfazit lautet: "Wir haben heuer viel einstecken müssen, gefühlt war immer mehr drinnen, aber wir haben schon sehr viel aus uns rausgeholt", so der Kapitän.

Auch Trainer Schmid spricht von einer "tollen Saison und einem tollen Spiel". Der Abschied fällt auch dem Chefcoach nicht leicht: "Was die Jungs mit so einem kleinen Budget, mit einer kleinen Mannschaft abgeleistet haben, ist super", er ergänzt: "Die Mannschaft wird immer in meinem Herzen sein, es hat richtig Spaß gemacht."

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