Pucher: Erste Stellungnahme nach Skandal

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Erstmals nach dem Aufkommen des Bilanz-Skandals bei der Commerzialbank Mattersburg, einem der größten Geldgeber des SV Mattersburg, gibt nun Martin Pucher eine Erklärung ab.

Der 64-Jährige, der von all seinen Funktionen beim SVM zurücktrat, lässt durch seinen Rechtsvertreter via OTS-Aussendung mitteilen: "Herrn Martin Pucher fällt es schwer, bzw. ist es ihm unmöglich in Worte zu fassen, wie sehr er die Vorkommnisse bedauert. Die Enttäuschung und Fassungslosigkeit über ihn selbst ist es, die es ihm unmöglich macht, dafür eine Erklärung zu finden. Jedes Wort der Entschuldigung oder des Ausdruckes des tiefen Bedauerns muss den Betroffenen - aus verständlichen Gründen - wie ein blanker Hohn vorkommen."

Pucher wurde am Freitagabend von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft einvernommen und will "weiterhin an einer allumfassenden Aufarbeitung und Aufklärung der Geschehnisse mitwirken".

Beim SV Mattersburg ist hingegen weiterhin unklar, wie es weitergeht. Der Bundesligist steht nicht nur ohne seinen jahrzehntelangen Klub-Regenten, sondern auch ohne den Großsponsor da und sucht nun nach neuen Geldquellen.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

Am (späteren) Nachmittag des 17.7.2020 fanden umfassende Hausdurchsuchungen durch die WKStA statt. Unmittelbar danach stand Herr Martin Pucher für eine Einvernahme und Befragung bis spät in den Abend zur Verfügung und hat - wie in den letzten Tagen auch schon bereits angekündigt - die Geschehnisse aus der Vergangenheit, soweit das adhoc und ohne Unterlagen aus dem Gedächtnis heraus möglich war, umfassend dargelegt.

Herrn Martin Pucher fällt es schwer, bzw. ist es ihm unmöglich in Worte zu fassen, wie sehr er die Vorkommnisse bedauert. Die Enttäuschung und Fassungslosigkeit über ihn selbst ist es, die es ihm unmöglich macht, dafür eine Erklärung zu finden. Jedes Wort der Entschuldigung oder des Ausdruckes des tiefen Bedauerns muss den Betroffenen - aus verständlichen Gründen - wie ein blanker Hohn vorkommen. Er möchte auf diesem Wege zum Ausdruck bringen, dass ihm dies bewusst ist. Er kann die Entwicklungen nicht rückgängig machen, sondern dafür nur als Vorstandsvorsitzender der Bank die volle Verantwortung übernehmen und sich nach Kräften bemühen, den Schaden nunmehr so gering wie möglich zu halten, indem er keine anderen Personen für sein eigenes Fehlverhalten verantwortlich macht und weiterhin an einer allumfassenden Aufarbeitung und Aufklärung der Geschehnisse mitwirken kann und wird.

Herr Martin Pucher möchte sich abschließend bei all jenen aufrichtig dafür bedanken, die ihm in den letzten Tagen Kraft und Zuversicht gegeben haben.

Textquelle: © LAOLA1.at

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