Thalhammer: "Weit hinter Erwartungen zurück"

Thalhammer: Foto: © GEPA
 

Die Luft für Dominik Thalhammer beim LASK wird immer dünner. Langsam scheint auch die Stimmung im Umfeld zu kippen, wie sich nach der 0:2-Niederlage gegen die Wiener Austria (Spielbericht >>) in vereinzelten "Thalhammer raus"-Rufen zeigte.

Wie seine Spieler über weite Strecken des Spiels, wirkte auch der Trainer selbst im "Sky"-Interview nach Spielende ratlos. Gestört wurde das Gespräch mit Sky-Moderator Johannes Brandl wiederum von einigen Fans, die lautstark das Ende der Ära-Thalhammer forderten.

Darauf angesprochen, zeigte der kritisierte Übungsleiter sogar Verständnis: "Wir haben zwar die Gruppenphase der Conference League geschafft, sind aber in der Meisterschaft weit hinter den Erwartungen zurück. Normalerweise sucht man den LASK in den oberen Tabellenregionen, dort findet man ihn aktuell nicht, da ist die Enttäuschung zu verstehen und auch nachzuvollziehen."

Wie er das Schiff wieder auf Kurs bringen wolle, ließ Thalhammer unbeantwortet und flüchtete sich in Durchhalteparolen: "Die Mannschaft ist niedergeschlagen, hatte große Erwartungen in das heutige Spiel. Das ist schon ein Rückschlag, wir haben auch leistungsmäßig nicht an die letzten Wochen angeschlossen. Jetzt bleibt es nur, das sachlich zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen."

Keine Durchschlagskraft und riesige Abstimmungsprobleme

Wie diese Schlüsse aussehen werden, bleibt vorerst unklar. Die Verantwortlichen um Sport-Koordinator Fabian Zöpfl und Präsident Siegmund Gruber hielten sich mit öffentlichen Statements zuletzt auffällig zurück.

Klar ist: Es muss etwas passieren, denn das Spiel gegen die Austria offenbarte eklatante Schwächen an beiden Enden des Spielfeldes.

(Text wird unter VIDEO fortgesetzt)

Die Highlights der Partie LASK gegen die Wiener Austria:

Offensiv fehlte über weite Strecken der Partie die Durchschlagskraft, defensiv konnte man sich lange bei Keeper Alexander Schlager bedanken, dass man nicht früher in Rückstand geriet.

Thalhammer: "Wir haben sehr schlecht begonnen in den ersten 15 bis 20 Minuten. Man hat gemerkt, dass uns drei Innenverteidiger fehlen, da hatten wir viele Abstimmungsprobleme."

Nur schlecht sei der Aufritt für ihn aber nicht gewesen. "Die Mannschaft hat sich dann gesteigert, ist immer besser reingekommen. Anfang der 2. Hälfte hatten wir die beste Phase, als wir Druck gemacht haben. Aus diesen Situationen ist nichts entstanden, weil immer der letzte Pass, die letzte Aktion gefehlt haben. Das passt zu unserer derzeitigen Phase, dass wir dann noch das Gegentor aus einem Standard bekommen und das Spiel gegen uns läuft", führte der LASK-Coach aus.

Dass das angesprochene erste Gegentor äußerst unglücklich zustande kam und möglicherweise vom VAR abzuerkennen gewesen wäre, ließ Thalhammer nicht gelten. "Das ist sehr schlecht zu sehen. Ich denke, sie haben es ordentlich gecheckt. Mir fällt es schwer, diese Situation zu beurteilen."

Spannend wird in den kommenden Tagen zu beobachten sein, wie die Verantwortlichen die Arbeit Thalhammers beurteilen. Eine Trennung scheint mittlerweile durchaus im Bereich des Möglichen, denn auch die LASK-Führungsriege wird die Mannschaft eher früher als später wieder in der oberen Tabellenregion finden wollen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..