Veilchen-Trainer Stephan Helm hat vor seinem Schicksalsspiel an den Zusammenhalt bei der Wiener Austria appelliert.
"Jetzt muss man zusammenhalten, jetzt muss man füreinander einstehen. Das betrifft die Mannschaft und den ganzen Verein", sagte Helm vor dem Heimspiel in der ADMIRAL Bundesliga gegen Altach am Sonntag (ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>).
"Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir jederzeit das Schiff wieder in die richtige Richtung lenken."
Mit dem Aus im Europacup und UNIQA ÖFB Cup sowie nur einem Punkt aus den ersten vier Ligaspielen ist der Saisonstart beim Vorjahres-Dritten gründlich missglückt.
Zuletzt nahm mit Sport-Vorstand Jürgen Werner auch ein Fürsprecher von Helm seinen Hut, "um den Druck von der Mannschaft und vom Klub zu nehmen", wie es hieß. Helm meinte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass er und sein Trainerteam zuletzt ungestört nach Lösungen für den Turnaround suchen konnten. "Wir konnten unserer Arbeit in Ruhe nachgehen."
Helm: "Jetzt muss man da gemeinsam durch"
Mehrmals zeichnete der angezählte Trainer das Bild einer Mannschaft, die aus einer Krisensituation gestärkt hervorgehen könnte. "Jetzt zeigt sich die Persönlichkeit und der Charakter von jedem Einzelnen im Verein. Jetzt muss man da gemeinsam durch."
Er traue es sich zu, die richtigen Hebel zu finden und zu betätigen, zumal seine Mannschaft in vielen Spielen als "das dominante Fußballteam" aufgetreten sei. "Wir haben einen klaren Plan und eine klare Vorstellung, wie wir das machen wollen."
Das Vertrauen in die eigenen Stärken sei gegeben, betonte Helm. "Aber natürlich würde es helfen, wieder einmal ein Spiel zu gewinnen."
Laut Johannes Eggestein ist die angespannte Situation auch in der Kabine spürbar. Der Neuzugang, der neben seiner Profikarriere Psychologie studiert, wollte sich "nicht anmaßen, ein psychologisches Urteil" über den Zustand der Mannschaft zu geben. "Es geht auch darum, Spieler zu integrieren, alle mitzunehmen und Zusammenhalt auszustrahlen. Das muss auch die Haltung sein, dass man nicht auseinanderdriftet, sondern zusammenbleibt und gemeinsam eine Lösung sucht", sagte Eggestein.
Chefetage meldet sich nicht zu Wort
Die Klubführung hielt sich vor der Altach-Partie und der dann folgenden Länderspielpause mit Wortmeldungen zurück. Weder Sportdirektor Manuel Ortlechner noch Klub-Vorstand Harald Zagiczek sprachen am Freitag öffentlich.
Ortlechner hatte sich nach dem Europacup-Aus hinter Helm gestellt und zuletzt von keiner Leistungs-, sondern einer Ergebniskrise gesprochen. Zagiczek werde sich zu einem späteren Zeitpunkt zur sportlichen Situation äußern, erklärte ein Sprecher.