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Grunddurchgang endet mit Fünfkampf um die Meistergruppe

Hartberg und Rapid haben den Einzug in die Top 6 in der eigenen Hand. Altach fordert Meister Sturm und braucht Schützenhilfe. Ried und WSG dürfen noch hoffen.

Grunddurchgang endet mit Fünfkampf um die Meistergruppe Foto: © GEPA

Viel Spannung bietet die letzte Runde im Fußball-Bundesliga-Grunddurchgang.

Fünf Clubs dürfen sich am Sonntag (17.00 Uhr) noch Hoffnungen machen, die letzten beiden Tickets für die Meistergruppe zu ergattern.

Beste Chancen hat der TSV Hartberg, der Schlusslicht Blau-Weiß Linz empfängt (hier im Live Ticker>>>).

Auch Rapid hat es in der eigenen Hand, hat aber Leader Salzburg zu Gast (hier im Live Ticker>>>).

SCR Altach (bei Sturm, hier im Live-Ticker>>>), SV Ried (gegen Austria, hier im Live-Ticker>>>) und WSG Tirol (gegen GAK, hier im Live-Ticker>>>) müssen neben Siegen auf Schützenhilfe hoffen.

Sturm - Altach: Cupfinalist will Höhenflug nutzen

Der Tabellensiebente SCR Altach will seinen Höhenflug nutzen und nach dem historischen Einzug ins Cupfinale auch erstmals in die Meistergruppe einziehen.

Die Vorarlberger benötigen beim Gastspiel in Graz gegen Sturm zumindest einen Punkt und Schützenhilfe von Salzburg (gegen Rapid) oder Schlusslicht Blau-Weiß Linz (gegen Hartberg), um noch unter die besten Sechs einzuziehen. "Wir sehen das als absolutes Bonusspiel. Du fährst zum Meister, das Stadion ist ausverkauft, aber wir trauen uns was zu", erklärte Trainer Ognjen Zaric.

Altach Coach fordert gegen Sturm: Diziplin und kollektives Arbeiten

Zaric wurde zu Jahresbeginn geholt, nachdem Fabio Ingolitsch von Sturm abgeworben wurde, und ist mit dem SCRA in sechs Spielen noch ungeschlagen. Zuletzt gab es ein 1:1 gegen Rapid und am Mittwoch im Cup-Halbfinale einen 1:0-Sieg gegen Salzburg. Nun folgt das dritte Topspiel innerhalb von acht Tagen.

"Es waren extrem intensive Fußballspiele, auch wenn man sich die Laufdaten anschaut - viele Sprints, viele Kilometer für unsere Spieler", sagte Zaric. "Es ist immer herausfordernd, so eine englische Runde für einen Klub wie wir es sind. Aber das wollen wir nicht im Vorfeld als Ausrede nutzen."

Wie man den Meister stoppt, zeigten die Altacher schon am 1. Februar, als sie Sturm im Cup-Viertelfinale eliminierten. "Wir wissen, was wir im ersten Spiel gut gemacht haben. Das müssen wir wieder bringen. Wir wollen diszipliniert und stark im Kollektiv sein", betonte Zaric.

Sturm muss vor den Altachern nicht extra gewarnt werden, Ingolitsch kennt die Vorzüge seines ehemaligen Teams bestens. "Altach ist eine harte Nuss, ein sehr kompaktes Team, ein formstarker Gegner, mit hoher Stabilität. Sie bekommen kaum Gegentore, waren zuletzt auch aus Standards sehr gefährlich. Sie haben eine klare Identität", meinte der Sturm-Coach, der auf den gesperrten Mittelfeldchef Jon Gorenc Stankovic verzichten muss und den slowenischen Routinier wohl durch den 17-jährigen Luca Weinhandl ersetzen wird.

Ried - Austria: Angstgegner kommt

Die achtplatzierten Innviertler brauchen abgesehen von Schützenhilfe einen Sieg gegen die auf Rang vier liegende Wiener Austria. Das wird schwer genug, gingen doch die jüngsten vier Duelle verloren. Wegstecken müssen die Innviertler auch die jüngste 1:2-Niederlage beim GAK.

"Wir haben eine Außenseiterchance auf das obere Play-off und wissen, welchen Beitrag wir zu leisten haben. Unser Ziel ist es, unsere Kernidee auf den Platz zu bringen und befreit aufzuspielen. Als Aufsteiger haben wir nichts zu verlieren", sagte Ried-Trainer Maximilian Senft.

Keine Doppelbelastung durch Cup-Absage für Ried

Durch die Verschiebung des Cup-Halbfinales gegen den LASK fiel für seine Truppe die Doppelbelastung weg. In der Offensive für Akzente soll vor allem auch Antonio van Wyk sorgen, dessen Vertrag bis Sommer 2027 verlängert wurde. "Wir müssen gegen die Austria unseren Fußball spielen - Pressing und die Bälle hoch gewinnen - und wir müssen immer einen kühlen Kopf bewahren", meinte der 23-jährige Stürmer.

Keine Rolle kann der gesperrte Philipp Pomer spielen. Bei den Wienern ist zusätzlich zu den Langzeitverletzten Sanel Saljic aufgrund einer Oberschenkel-Blessur noch zum Zuschauen gezwungen.

Die Austrianer haben dank eines 2:2 gegen den LASK schon das Ticket für "oben". "Wichtig ist, dass wir hungrig bleiben und aus der letzten Runde des Grunddurchgangs das Maximum herausholen", formulierte Trainer Stephan Helm die Zielsetzung.

"Man muss damit rechnen, dass sie alles in die Waagschale werfen werden, um noch in die Top sechs zu kommen. Wir wollen den Fokus aber bei uns halten", sagte Helm. Entscheidend könnten Standardsituationen werden. Der Austria gelangen dabei mit 15 Toren die meisten in der Liga, die Rieder waren 14 Mal erfolgreich.

WSG Tirol - GAK: Erster Sieg als Ziel

Die WSG Tirol hat den GAK in der Bundesliga in fünf Duellen - viermal gab es ein Remis - noch nie bezwingen können. Diese Serie muss nun ohne den gelbgesperrten Kapitän Valentino Müller beendet werden, um sich den Traum vom "oberen Play-off" vielleicht noch erfüllen zu können.

"Wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit nicht so hoch ist, viel für uns laufen müsste. Wir müssen unsere Hausaufgabe machen, die schwer genug ist", sagte WSG-Coach Philipp Semlic. Ein Sieg wäre unabhängig vom Ausgang der Parallelspiele von großer Bedeutung.

"Ich habe die Mannschaft so eingestellt, dass wir keine Luftschlösser bauen dürfen, sondern dass es vielmehr wichtig ist, einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg deutlich hinter uns zu halten." Aktuell hat der Neunte, der nach Altach die zweitmeisten Punkte 2026 holte, ein Plus von acht Zählern auf den Vorletzten.

GAK will "Schwung der letzten Partie mitnehmen"

Die Grazer beendeten zuletzt eine Serie von fünf sieglosen Partien. "Es ist wichtig, den Schwung der letzten Partie mitzunehmen, um tabellarisch den Anschluss nach vorne zu halten und ein bisschen von hinten wegzukommen", sagte GAK-Stürmer Alexander Hofleitner.

Sein Trainer Ferdinand Feldhofer fehlt gesperrt, so wie Beres Owusu und Mark Grosse. Zudem gibt es mit Daniel Maderner, Tobias Koch, Murat Satin und Martin Kreuzriegler noch einige personelle Fragezeichen.

Hartberg - BW Linz: TSV in Pole Position

Der Fünfte Hartberg hat gute Karten, so wie schon 2020 und 2024 in die Meistergruppe einzuziehen. Die Steirer benötigen gegen Blau-Weiß Linz nur einen Punkt, selbst eine Niederlage könnte reichen.

"Fakt ist, dass die Ausgangslage super ist. Fakt ist aber auch, dass wir noch einen Schritt gehen müssen. Wir wären schlecht beraten, wenn wir unsere Köpfe auf ein Unentschieden ausrichten. Wir wollen unser Heimspiel gewinnen", erklärte Trainer Manfred Schmid.

Die Formkurven der Klubs gehen diametral auseinander, alles spricht für Hartberg. Der TSV hat nur eines seiner jüngsten 13 Ligaspiele verloren und würde mit einem vollen Erfolg einen Club-Punkterekord im Grunddurchgang aufstellen. Blau-Weiß holte aus den jüngsten zwölf Spielen nur einen Sieg und ein Remis.

Für den Kampf um den Klassenerhalt, der nach der Punkteteilung so richtig los geht, wollen sich die Linzer aber noch einmal Selbstvertrauen holen. "Wir wollen unbedingt punkten und eine starke Leistung zeigen, um mit einem positiven Gefühl in die Qualifikationsrunde zu starten", sagte Trainer Michael Köllner.

LASK - WAC: Kühbauer empfängt Ex-Klub

Der WAC reist zu einem Lieblingsgegner, die jüngsten fünf Ligaspiele gegen den LASK wurden gewonnen. Beim 1:0 am 27. September war Dietmar Kühbauer noch auf der Bank der Wolfsberger. Nun grübelt er als LASK-Coach darüber, was es braucht, um diese Negativserie zu beenden.

Zudem gilt es ein Zwischentief durch drei sieglose Spiele nach acht Siegen in neun Partien zu überwinden, um an der Spitze dranzubleiben. "Ich hatte dort eine richtig schöne Zeit. Der WAC ist eine Mannschaft, die sehr guten Fußball spielt und motiviert ist. Wir wollen die Punkte machen, aber es wird keine leichte Aufgabe", meinte Kühbauer.

Die zehntplatzierten Kärntner wollen ohne den gesperrten Cheick Diabate und den verletzten Donis Avdijaj, dafür wieder mit Alessandro Schöpf, gegen das laut Trainer Ismail Atalan "kadertechnisch stärkste Team der Liga" noch "eineinhalb Punkte" für die Qualigruppe mitnehmen.

Die gute Bilanz gegen den drittplatzierten LASK könne vielleicht für Selbstbewusstsein sorgen. "Dadurch weiß man, dass man sie schlagen kann, ich bin aber kein Freund von Statistiken", meinte Atalan.

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