Endstand
0:3
0:1, 0:2
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GAK nach Derby: "In dem Moment ist das eine Katastrophe"

Die "Rotjacken" sind gegen Sturm seit fast 20 Jahren ohne Sieg. Nach dem ersten Saison-Derby herrscht Selbstkritik, aber auch der Schiri kommt nicht gut weg.

GAK nach Derby: Foto: © GEPA

Der GAK verliert das 202. Grazer Derby (Zum Spielbericht>>>) und ist damit weiterhin seit 2006 gegen den SK Sturm ohne Sieg.

Ferdinand Feldhofer, der als Spieler insgesamt 165 Mal das schwarz-weiße Trikot übergestreift hat, geht als Trainer in seinem ersten Stadtduell als Verlierer vom Platz.

Nach dem Spiel ist der GAK-Trainer, "der nichts schönreden möchte", sichtlich enttäuscht: "Ein Derby zu verlieren ist nie schön, egal wie."

Meierhofer erklärt Fehler: "Eine Katastrophe"

Aus Sicht Feldhofers hat Sturm "heute wenig Angriffsfläche geboten", der GAK hat aus Sicht seines Trainers "leider zu viele Geschenke verteilt".

Eines dieser Geschenke nahmen die "Schwoazen" dankend an. Nach einem Missverständnis zwischen Ludwig Vraa und Torhüter Jakob Meierhofer steht Seedy Jatta richtig und bringt Sturm in Führung (41.).

Der GAK-Keeper geht nach dem Spiel auf die Suche nach Erklärungen: "Der Ball ist richtig 'schiarch' vom Stadionlicht geblendet zu mir geflogen, ich habe ihn zu spät gesehen und dann passiert halt sowas. In dem Moment ist das eine Katastrophe."

Feldhofer verteidigt Koch und fordert "mehr Fingerspitzengefühl"

Die "Rotjacken" geben sich nach dem Rückschlag kurz vor der Pause aber nicht auf. Für Feldhofer war die spielentscheidende Szene das 0:2. Horvat schnappt sich den Ball und zieht von der Strafraumgrenze mit seinem starken linken Fuß ab. Hierländer lässt den Ball gekonnt durch, Unglücksraabe Vraa fälscht auch noch leicht ab - Meierhofer ist ohne Chance und Sturm führt 2:0 (64.).

Feldhofer sieht im Vorfeld der Aktion nicht nur "kleine taktische Fehler", sondern auch, dass nicht alle seiner Spieler "bereit sind, so zu arbeiten, wie es notwendig ist". Feldhofer ergänzt: "Der amtierende Meister nützt solche Möglichkeiten eben eiskalt."

Doch es kommt noch schlimmer aus Sicht des GAK. Nach einem Foul im Mittelfeld wird Ex-Sturm-Kicker Tobias Koch von Schiedsrichter Ciochirca mit glatt Rot des Platzes verwiesen.

Koch gibt ein Foul zwar zu, sagt aber auch "Es war zwar intensiv, aber es war nur ein leichter Kontakt. Es war nicht überhart und ich war nicht der letzte Mann (...) Rustikal war es schon, aber das gehört im Derby dazu, finde ich."

Auch Trainer Feldhofer nimmt seinen Spieler in Schutz und fordert "mehr Fingerspitzengefühl" vom Unparteiischen. 

GAK zu nett, Sturm eiskalt

In Überzahl hält Sturm den Stadtrivalen weit weg vom eigenen Tor und legt in der Nachspielzeit durch Jatta auch noch das 3:0 nach (90.+6). 

Trainer Feldhofer fordert nach der Derby-Niederlage mehr "Gier, Tore zu erzielen". Für ihn agiert seine Mannschaft in vielen Phasen noch "zu nett".

Dennoch konnte der 45-jährige Steirer sein erstes Derby als Trainer genießen: "Es war eine super Atmosphäre. Ich habe es wirklich sehr genossen. Es war nicht nur super Werbung für den steirischen, sondern auch für den österreichischen Fußball." 

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