Frust bei Hartberg: "Schwierig, die richtigen Worte zu finden"
Hartberg fühlt sich gegen die vermeintlich größeren Klubs bei Schiedsrichter-Entscheidungen oft benachteiligt. Bei Sturm freut man sich hingegen über das Ende der Negativserie.
Nach der knappen 1:0-Niederlage gegen Sturm Graz (zum Spielbericht >>>) herrscht bei Hartberg spürbarer Frust.
Vor allem die Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Diskussionen. Lukas Spendlhofer betont: „Der Schiri muss sich halt auch hinterfragen. Es war jetzt nichts Eklatantes dabei, aber es fühlt sich einfach schlecht an.“
"Einige Entscheidungen sehr fragwürdig"
Gegen die vermeintlich größeren Klubs fühlt sich Hartberg bei Schiedsrichterentscheidungen oft benachteiligt.
Trainer Markus Schmid zeigt sich ebenfalls verärgert – auch, weil er nach dem Abpfiff noch die Rote Karte sieht. „Es ist heute sehr, sehr schwierig, die richtigen Worte zu finden. Meine Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht. Einige Entscheidungen waren für mich sehr fragwürdig“, sagt er.
Der Grund für seinen Platzverweis sorgt bei Schmid zusätzlich für Unverständnis: „Es war kein hitziges Wortgefecht, es war die Intensität, mit der ich auf ihn zugegangen bin. Ich habe ihn nicht beschimpft, ich habe ihn nur gefragt, was er bei der gelben Karte gesehen hat. Wenn man ein bisschen Emotionen im Fußball nicht mehr zeigen darf, wird es sehr schwierig.“
VAR-Ausfall sorgt für Ärger
Für zusätzlichen Ärger sorgte der VAR-Ausfall (hier nachlesen >>>). In einer vielversprechenden Situation für Hartberg wurde Hoffmann nach einem langen Ball früh zurückgepfiffen – mit funktionierendem Video Assistant hätte man die Szene wohl weiterlaufen lassen.
Trotz all der Aufregung zieht Schmid ein positives Fazit: „Wir haben die besseren Chancen gehabt. Sturm hatte nicht eine.“
Sturm atmet nach Niederlagenserie auf
Sturm freut sich über den ersten Dreier nach acht sieglosen Pflichtspielen. Stürmer Malone sagt: "Wir haben uns sehr schwer getan. In dieser Phase zählt nur der Sieg. So musst du ein Spiel auch mal dreckig gewinnen."
Auch Trainer Säumel war erleichtert: "Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel sein wird. Es war schwierig, Lösungen zu finden."
Die Schiedsrichterentscheidungen sah der Übungsleiter der Grazer nicht so kritisch, wie die Gegenseite. "Er war in der ein oder anderen Situationen unglücklich. Ein bisschen zu kleinlich. Aber es war nichts Spielentscheidendes dabei und der Elfmeter war klar für mich."