Entscheidung um Stöger und Kraetschmer naht

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Die Wiener Austria startete am Samstag erfolgreich mit einem 1:0-Auswärtssieg bei der SV Ried ins Fußball-Jahr 2021 (Spielbericht >>>). Es war dies der erste Bundesliga-Sieg der Veilchen seit Anfang Oktober.

Während sich die sportliche Krise aus den letzten Monaten nun etwas zu lichten scheint, bleiben aufgrund der wirtschaftlichen Krise des Klubs weiter Fragezeichen bestehen.

"Wir wissen, dass wir jetzt in eine Phase eintreten, wo wir auch Entscheidungen treffen müssen, insbesondere im Hinblick auf das Lizenzierungsverfahren, wo wir am 3. März die Unterlagen bei der Liga einzureichen haben", meint der FAK-Vorstandsvorsitzende Markus Kraetschmer im Interview mit "Sky".

Mittlerweile ist die Zuversicht bei Kraetschmer jedoch groß, dass man bald Gewissheit haben werde. Potenzielle Investoren gibt es derzeit noch einige, bald wird auch die Entscheidung fallen, wie die Zukunft der Austria im Detail aussehen werde.

Investoren? "Mehrere Interessenten aus In- und Ausland"

"Das Spannende ist, es gibt immer noch mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland, verschiedene Modelle – und wir müssen jetzt gemeinsam das richtige Modell finden und auch zum Abschluss bringen", so Kraetschmer.

(Text wird nach dem Video fortgesetzt)

Die Gespräche mit den potenziellen Investoren befinden sich laut Kraetschmer derzeit auf der Zielgeraden. Speziell das Potenzial, das im Klub drinnen steckt, sowie die gegebene Infrastruktur, sei für viele Gesprächspartner ein großer Anreiz, sich mit der Wiener Austria zu verbinden.

"Ich denke, dass in diesem Klub unglaublich viel drinnen steckt und das zeigen auch diese Investorengespräche, die immer wieder darauf reflektieren, dass insbesondere die Rahmenbedingungen, was die Infrastruktur, aber nicht nur das Stadion, sondern auch die Trainingsmöglichkeiten, die Akademie, die Struktur des Klubs mit den Young Violets und einer Frauenmannschaft betrifft, sehr toll ist und viel Potenzial da ist", sagt Kraetschmer.

Kraetschmer würde FAK-Posten auch räumen

Markus Kraetschmer hat zurzeit alle Hände voll zu tun. Die monatelange Suche nach Investoren neigt sich dem Ende zu. Ein Vorhaben, das der Vorstandsvorsitzende der Wiener Austria so selbstlos wie nur möglich angeht. Denn selbst wenn der zukünftige Partner im Vorstand der Austria einiges umkrempeln möchte und so kein Platz mehr für Kraetschmer bliebe, würde sich der 49-Jährige nicht dagegen sträuben, solange dies hieße, dass die Austria überlebe.

"Ich habe das von Beginn weg gesagt und auch mit Präsident Hensel und Peter Stöger besprochen. Es ist vollkommen klar, wenn ein Investor kommt, dass der nicht ein paar Millionen vorbeibringt und dann weiterreitet, sondern etwas gemeinsam entwickeln will. Wir haben immer klar gesagt, wenn es Personalentscheidungen gibt, die hier wichtig sind, wollen wir nicht im Weg stehen", so Kraetschmer.

"Wenn man mich in dem Projekt dabei haben möchte und es ist eine interessante Aufgabe, dann bin ich gerne dabei. Wenn man mich nicht dabei haben möchte, oder für mich etwas vorsieht, was auch für mich keine Herausforderung ist, dann ist es wohl besser, sich zu verändern. Ich gehe in die Gespräche jedoch sehr gelassen", so der FAK-Vorstandsvorsitzende.

Stögers Zukunft wohl Ende Februar geklärt

Grundsätzliches Interesse der Wiener Austria zukünftig weiter auf Peter Stöger und Markus Kraetschmer zu bauen, gebe es allerdings schon, wie Letzterer am Samstag verrät.

"Peter Stöger, Frank Hensel und ich hatten vor Weihnachten ein sehr gutes Gespräch, wo uns signalisiert wurde, dass man mit uns weiterarbeiten möchte. Jetzt ist es aber wichtig, die Zukunft der Austria zu stabilisieren und sich so aufzustellen, dass es sich in den nächsten Jahren wieder so entwickeln kann, wie es dieser Klub in der Geschichte auch bewiesen hat und dann die wichtigen Personalentscheidungen trifft. Nicht nur am Spieler-Sektor, sondern natürlich auch am Vorstands- und Trainer-Sektor", sagt Kraetschmer.

Allzu lange, bis die Wiener Austria in allen wichtigen wirtschaftlichen und sportlichen Bereichen Gewissheit hat, wird es nicht mehr dauern. Spätestens Ende Februar soll alles feststehen. Dann wird sich auch zeigen, ob und wenn ja, in welcher Funktion Peter Stöger die Austria in Zukunft begleiten könnte.

"Ich denke, dass wir das schnell hinbekommen. Vor dem Lizenzierungsverfahren müssen wir Fakten schaffen, was die Verträge betrifft, im Zuge dieser Gespräche werden die Personalentscheidungen wohl auch im Februar fallen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Wiener Austria.

Textquelle: © LAOLA1.at

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