Demir-Traumtor schmerzt Ried "extrem"

Demir-Traumtor schmerzt Ried Foto: © GEPA
 

Die Ergebnis-Krise der SV Ried zieht sich auch nach dem Spiel am Samstag gegen Rapid Wien (Spielbericht >>>) weiter. Die 0:1-Niederlage in Hütteldorf besiegelt bereits die siebente Bundesliga-Partie in Folge ohne Sieg, was bedeutet, dass Ried-Coach Miron Muslic weiter auf seinen ersten Sieg warten muss.

Dabei machten Innviertler am Samstag über weite Strecken eigentlich einen guten Job, hielten gegen Rapid selbst nach dem Gelb-Rot-Ausschluss von Kennedy Boateng nach einer guten Stunde lange ein 0:0. Eine traumhafte Einzelaktion vom 17-jährigen Yusuf Demir entriss den Riedern aber doch noch den einen Punkt.

"Ich bin gerade extrem enttäuscht, weil ich glaube, dass wir uns heute echt etwas verdient hätten – zumindest einen Punkt", sagt Ried-Keeper Samuel Sahin-Radlinger gegenüber "Sky".

Sahin-Radlinger: "Fällt genau ins Tascherl"

"Wir haben heute wirklich gekämpft, eine halbe Stunde mit einem Mann weniger. Es tut gerade richtig, richtig weh, dass wir da nichts mitgenommen haben", findet der 28-jährige Torhüter, der sein Team mit zahllosen Paraden lange im Spiel hielt, ehe dann doch ein unhaltbarer Ball in seinem Kasten einschlug.

"Das war ein Wahnsinns-Schuss. Über die Flugkurve brauchen wir nicht reden, der fällt genau ins Tascherl. Da muss man ihm gratulieren. Es hat aber extrem geschmerzt. Wir hätten uns heute mehr verdient, weil wir in Unterzahl alles reingeschmissen haben", so Sahin-Radlinger.

Grüll: "Wurscht, was in der Zukunft passiert"

Ried-Cheftrainer Miron Muslic hat einen engagierten, aber unbelohnten Auftritt seiner Mannschaft gesehen. "Wir haben viel investiert für einen Punkt, wir haben unglaublich hart gefightet. Wir hatten in der zweiten Halbzeit bis zur Roten Karte einen super Zugriff. Wir haben dann gewusst, wir müssen 30 Minuten richtig gut verteidigen. Rapid ist mit einer großen Wucht gekommen, dass man dann in der 90. Minute so ein Traumtor bekommt, ist für uns extrem bitter."

Ried-Stürmer Marco Grüll, der ab der kommenden Saison für Rapid spielen wird, meint: "Im Endeffekt war es ziemlich bitter. Wir haben nach der Roten Karte alles reingehaut, dass wir den Punkt noch über die Runden bringen. Sicher haben sie viele Chancen gehabt, aber im Endeffekt ist es bitter, dass wir mit so einem Tor, das natürlich überragend gemacht ist, verlieren."

Beeinträchtigt hat die Tatsache, bald selbst für Rapid aufzulaufen, den 22-jährigen Offensivspieler, der am Samstag erstmals im Wiener Allianz Stadion spielte, aber nicht. "Ich bin bis zum letzten Spiel in Ried. Da ist mir wurscht, was in der Zukunft noch passiert. Ich wollte das Spiel gewinnen. Wir haben es probiert, schlussendlich war es aber wieder bitter, dass wir das Spiel kurz vor Schluss verloren haben."

Muslic glaubt an bessere Zeiten

Am Ende stehen für die SV Ried also wieder nur null Punkte zu Buche. Wenn man sich die letzten Spiele vor Augen führt, haben sich die Innviertler allerdings das eine oder andere Mal unter Wert geschlagen, wie Cheftrainer Miron Muslic meint. Aus diesen Spielen werde man jedoch versuchen zu lernen.

"Vielleicht muss es jetzt einfach bitter sein, dass es dann am Ende richtig schön wird. Wenn ich sehe, wie die Mannschaft fightet, hätten wir uns eigentlich schon einen Punkt verdient. Die Leistung heute war ein klares Signal. Wir gehen gemeinsam durch bis zum Schluss und packen das. Der Fußball ist im Moment sehr hart zu uns, aber wir geben nicht auf", so Muslic.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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