Scharfe Kritik aus St. Pölten an Wr. Neustadt

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Der SKN St. Pölten reagiert auf den Gang des SC Wiener Neustadt vor das Ständig Neutrale Schiedsgericht mit scharfer Kritik.

Präsident Helmut Schwarzl erklärt in einer Aussendung des Vereins, dass SCWN-Präsidentin Katja Putzenlechner mit ihrem Vorgehen dem österreichischen und im Besonderen dem niederösterreichischen Fußball massiven Schaden zufügt.

"Die Bundesliga Gremien Senat 1 und Protestkomitee haben uns voll inhaltlich Recht gegeben und bestätigt, dass wir in der ´Causa Atanga´ korrekt vorgegangen sind und keinen Fehler gemacht haben", betont General Manager Andreas Blumauer.

SCWN reizt Fristen bis zur letzten Minute aus: "Warum?"

Dass die St. Pöltener bei der Sitzung nicht vertreten sind, bedauert Präsident Schwarzl: "Es geht nur zwischen der Bundesliga und dem SC Wiener Neustadt. Wir sind da leider nicht dabei und können unsere Argumentation nicht persönlich vorbringen."

Der Gang vor das Schiedsgericht sorgt generell für Kopfschütteln beim SKN-Boss: "Ich kann nicht verstehen, warum Präsidentin Putzenlechner, trotz der klaren bisherigen Urteile den niederösterreichischen und österreichischen Fußball derart massiv schädigt. Dieses Theater ist angesichts der bevorstehenden Reform überaus schlecht für die gesamte Liga. Wir wollen mit der Reform in eine neue sportliche Ära starten, die aktuell alles andere braucht als eine Entscheidung am Richtertisch."

Obwohl der Saisonstart der Bundesliga (27. Juli) immer näher rückt, lasse sich der SCWN viel Zeit: "In jeder Stufe dieses Verfahrens reizt Wiener Neustadt die Fristen bis zur letzten Minute aus, warum? Damit wird es erst unmittelbar vor dem Meisterschaftsstart eine finale Entscheidung geben, was die Vorbereitungen massiv behindert. Dennoch haben wir volles Vertrauen in unsere Rechtsberatung und sind überzeugt, dass unsere Argumentation letztendlich auch halten wird, so wie die Gremien der Bundesliga bisher unserer Argumentation gefolgt sind. Ich maße mir aber nicht an, so wie Frau Putzenlechner, vom Ständig neutralen Schiedsgericht über die Medien Fairness zu verlangen. Das bedeutet ja, dass sie den Bundesliga Gremien vorwirft nicht fair zu sein. Das ist absurd!"

Blumauer: "Kunden verunsichert, Sponsoren zögern"

Manager Blumauer weist in diesem Zusammenhang auf erheblichen wirtschaftlichen Schaden hin, den der Klub durch diese Causa erlitten hat: "Alle Verkaufsaktivitäten, wie für Tickets, VIP-Tickets, Abos gestalten sich schwieriger, weil nicht hundertprozentig klar, in welcher Liga wir spielen. Unsere Kunden sind zum Teil verunsichert. Manche Sponsoren zögern mit Entscheidungen und warten mit ihrer Zusage bis zur finalen Entscheidung."

Auch sportlich sei die Vorbereitung alles andere als einfach, meint Blumauer: "Ebenso schwierig gestaltet sich die Kaderplanung, da auch die Spieler bei den Verhandlungen Klarheit erwarten. Eine optimale Vorbereitung auf eine Saison sieht anders aus. Wir werden aber dennoch unsere Planungen, insbesondere auch die sportlichen, für die höchste Spielklasse weitertreiben und uns so gut wie möglich auf die neue 12-er Liga vorbereiten. Positiv stimmt uns der Zuspruch, denn wir vielfach erhalten. Die Fans und Menschen auf der Straße verstehen nicht, dass wir den Neustädtern die Hand reichen und die Vereinbarung über die Nutzung der NV Arena als Ausweichstadion schließen, und der Vertragspartner sich dann derartig verhält. Respekt, Fair Play und Wertschätzung sehen auch aus Sicht vieler Fans anders aus."


Textquelle: © LAOLA1.at

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