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Alarmierende Torflaute? Salzburg "weit von Verzweiflung entfernt"

Dreimal gelang Red Bull Salzburg zuletzt kein Tor. Vor dem Start der Meistergruppe ist der Arbeitsauftrag klar.

Alarmierende Torflaute? Salzburg "weit von Verzweiflung entfernt" Foto: © GEPA

Vier Spiele unter Daniel Beichler, fünf geschossene Tore. Keine überragende Bilanz für den FC Red Bull Salzburg, nicht weiter erschreckend.

Wenn das "Aber" nicht wäre. Alle Treffer fielen in einer Partie, dem 5:1 gegen den LASK. Seither stand dreimal die Null, also sind es aktuell über 270 Minuten ohne Torerfolg. So wird man nicht Meister, Cup-Sieger nach dem Spiel gegen Altach ohnehin nicht mehr.

Gegen Rapid war es die Chancenauswertung, die den Selbstfaller verursachte. Schon in den ersten 20 Minuten hatten die Gäste Chancen genug - zwar hielt Niklas Hedl stark, mancher Abschluss war allerdings dankbar für ihn.

"Ich glaube nicht, dass man davon ausgehen kann, hier auswärts nochmal mehr Chancen zu bekommen", knirschte Beichler danach mit den Zähnen.

Besser Chancen vergeben, als keine zu haben

Dreimal in Folge ohne Tor vom Platz zu gehen, sei anzukreiden und rufe nach Bearbeitung: "Aber dann werden wir in Zukunft nach solchen Leistungen als Sieger vom Platz gehen."

Alarmierend sei dieser Umstand nicht: "Der letzte Schritt, an dem müssen wir arbeiten. Es wäre nochmal mehr zum Nachdenken, wenn du zu keinen Chancen kommst, das war heute nicht der Fall. Dementsprechend werden wir daran arbeiten, sind aber weit von Verzweiflung entfernt."

Hoffen auf das Momentum

Mit Jannik Schuster stellte sich zwar ein Verteidiger stellvertretend für die Mannschaft hin, aber er konnte den Kollegen ja gar nicht viel vorwerfen: "Wir können nicht sagen, dass wir offensiv schlecht spielen und keine Torchancen machen, das wäre ja schlimmer. Sie waren ja da - und wenn die genutzt werden, spricht man nicht so darüber. Aber weil die Null wieder steht, wirkt das sehr negativ."

Chancenverwertung sei auch eine Sache des Momentums, "und wenn wir das wieder auf unsere Seite ziehen, dann werden die Dinger auch wieder reingehen."

Ziel bleibt klar, aber muss kurz beiseite rücken

Aber so funktionieren Momentaufnahmen eben. Das Positive an der jetzigen ist, dass die unglaublich enge Meistergruppe vor ihrem Start die jüngsten beiden Bundesliga-Spiele schnell verzeihen kann.

"Wir haben unsere Bereiche, die wir anpacken müssen", wusste Beichler, der seine Jungs schon nach der Partie in Hütteldorf auf die kommende "Crunch-Time" einschwor. Was er erst eine gute Stunde später erfahren sollte: Dass es gleich mit der Chance zur Revanche losgeht. Spielplan der Meister- und Qualigruppe >>>

Allerdings sei der Auftakt nach so einer Woche auch nicht der richtige Moment für Kampfansagen: "Der Anspruch und das Ziel sind klar definiert und werden sich nicht ändern. Aber es geht darum, den Fokus jetzt auf das 'Wie' zu legen. Und da haben wir eine Menge zu tun."

Aber, so der neue Trainer: "Da passieren schon viele gute Dinge, auch wenn man das nach einer Woche ohne Sieg vielleicht nicht unbedingt sehen oder hören will. Trotzdem tun wir gut daran, uns auf's Arbeiten zu konzentrieren."

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