Beichler vor LASK-Duell: "Werden keine verrückten Dinge machen"
Die "Bullen" haben gute Erinnerungen an das letzte Spiel gegen den LASK, dennoch weiß der Salzburg-Trainer worauf es ankommen wird.
3:0 heim und 5:1 bei der Trainerpremiere von Daniel Beichler auswärts: Red Bull Salzburg nimmt das dritte Saisonduell mit dem LASK am Freitag (ab 19.30 Uhr im LIVE-Ticker>>>) zum Auftakt der 4. Runde der Meistergruppe mit positiven Erinnerungen in Angriff.
Klares Ziel ist die Verteidigung von Platz zwei, der bei Punktegleichheit mit Rapid und den Linzern sowie nur einem Zähler Vorsprung auf die Wiener Austria hart umkämpft ist. Beide Teams tankten zuletzt mit einem Sieg Selbstvertrauen.
Erleichterung nach Sieg gegen Hartberg
Die Salzburger beendeten mit einem 2:1 in Hartberg eine Serie von fünf sieglosen Pflichtspielen. "In unserer Entwicklung brauchst du solche Erlebnisse, um wieder Luft zu schnappen. Es wird uns gutgetan haben, unter Anführungszeichen einen dreckigen Sieg eingefahren zu haben", sagte Beichler.
Dadurch konnte der Rückstand auf Sturm Graz bei vier Punkten gehalten werden, die Hoffnung auf den ersten Meistertitel seit 2023 lebt weiter. "Wir tun gut daran, nicht an den 17. Mai (Anm.: letzte Runde) zu denken, sondern von Schritt zu Schritt", betonte der 37-Jährige.
Sehr gerne blicken die "Bullen" auf die vergangenen Duelle mit den Athletikern zurück, beim jüngsten 5:1 stand es schon nach zehn Minuten 2:0, Karim Konate traf doppelt. In Meistergruppen-Heimspielen hat Salzburg gegen den LASK nie verloren und von fünf Partien vier gewonnen, darunter das für die Linzer aus negativer Sicht historische 1:7 am 19. Mai 2024. Am Freitag werden die Karten neu gemischt.
Salzburger wollen auch "unangenehm" sein
"Wir werden keine verrückten Dinge machen, sondern versuchen, unser Spiel wieder auf das höchste Level zu heben. Das wird auch notwendig sein gegen einen guten LASK - eine sehr physische, robuste und wuchtige Mannschaft, unangenehm zu bespielen", sagte Beichler.
Seine Truppe müsse "auch ein unangenehmes Gesicht zeigen." Das weiß auch Defensivspieler Frans Krätzig. "Das positive Gefühl mitnehmen und weitermachen", gab der Deutsche als Devise aus.
In der Offensive sind bei den Gastgebern die Erwartungen an den in die Startformation zurückkehrenden Kerim Alajbegovic hoch. "Dass Kerim ein wichtiger Bestandteil ist und richtig Qualitäten hat, ist klar. Wichtig ist aber, dass wir nicht alles einem 18-Jährigen aufbürden", betonte Beichler.
Kühbauer: "Fahren hin, um etwas mitzunehmen"
Die Linzer schrieben nach zwei sieglosen Ligaspielen dank eines 4:1 gegen die Austria samt drei Toren in den ersten 13 Minuten voll an. Sollte das wieder gelingen, wäre es der erste Auswärtssieg in einem Meistergruppen-Auswärtsspiel unter Dietmar Kühbauer im siebenten Anlauf.
"Salzburg ist eine Mannschaft, die um die Meisterschaft spielt. Wenn man die Salzburger ins Spiel kommen lässt, können sie sehr stark sein. Dennoch fahren wir dorthin, um etwas mitzunehmen. Dafür muss aber jeder auf dem höchsten Level agieren", sagte der LASK-Coach.
Sein Goalie will die Null halten. "Wir haben noch eine Rechnung vom letzten Spiel offen und werden es dieses Mal definitiv besser machen", versprach Lukas Jungwirth. Kein gutes Omen ist für beide Mannschaften der Spieltag, die jüngsten drei Freitagsspiele wurden nicht gewonnen.