"Stronati-Rückkehr liegt nicht in unserer Hand"

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Der Verletzungsteufel wütet(e) heuer bei der Wiener Austria gewaltig. Das violette Lazarett ist dementsprechend groß.

Jüngstes Mitglied nach Christoph Martschinko, der mit einem am vergangenen Sonntag erlittenen Kreuzbandriss bis Saisonende ausfällt, ist David de Paula.

Der Spanier musste im Europa-League-Duell gegen Rijeka angeschlagen ausgewechselt werden und nun mit muskulären Problemen im rechten Oberschenkel rund zwei Wochen pausieren.

„Wir sind in diesem Jahr definitiv nicht begünstigt, was die Gesundheit der Spieler betrifft“, sagt Sportdirektor Franz Wohlfahrt bei LAOLA1.

Kein Transfer geplant

Einen Schnellschuss am Transfermarkt schließt der 53-Jährige dennoch aus: „Aktuell wird definitiv nichts passieren, wir werden niemanden holen.“

Wie von Trainer Thorsten Fink bereits verkündet, wird Marko Pejic von den Amateuren hochgezogen, um den Martschinko-Ausfall zu kompensieren.

„Er hat sich das verdient, denn er hat hervorragend bei den Amateuren gespielt und war dort ein ganz wichtiger Spieler. Marko ist ein Mitgrund, warum die Burschen auf Platz eins liegen“, lobt Wohlfahrt den 22-jährigen Kroaten.

Der Linksfuß wird „die Rolle aber bestimmt anders interpretieren. Marko ist nicht so energisch wie Martschinko, sondern ein feinfühliger, technische versierter Spieler“, meint der FAK-Sportdirektor.

Fink mit "Warnung"

Die zahlreichen Ausfälle werden auch im Winter keinen Einfluss auf die Kaderplanung haben. “Denn ich hoffe natürlich, dass sich das Lazarett ein wenig lichten wird. Venuto kommt etwa im Winter zurück, Grünwald wird so im Jänner, Februar einsteigen.“

Gerade der Kapitän fehlte zuletzt, wie Fink unmissverständlich klarstellte: „Er ist ein Leader. Junge Spieler können ihn in einem Spiel einmal ersetzen, aber nicht auf Dauer.“

Der Deutsche spricht daher eine „Warnung“ an die Konkurrenz aus: „Jetzt sollten die anderen Mannschaft versuchen, uns zu schlagen, sie sollten sich wirklich beeilen, denn in der Rückrunde wird es nicht mehr so einfach sein. Da kommen einige der Leistungsträger und Führungsspieler zurück. Wir werden dann dort sein, wo wir sein wollen. Wir müssen nur jetzt schauen, dass wir die Punkte holen."

Der Status von Stronati

Einen weiteren "Zugang" könnte es zum Jahreswechsel mit dem Namen Patrizio Stronati geben. Der Leihvertrag des 22-jährigen Tschechen mit FK Mlada Boleslav läuft am 31. Dezember 2017 aus.

"Wir wollten Stronati im Sommer zurückholen, aber es ist nicht gelungen. Der Boleslav-Präsident hat sein Veto eingelegt, denn Patrizio ist dort ein wichtiger Mann. Er spielt immer."

Wohlfahrt über Stronati

Ob der Innenverteidiger aber tatsächlich nach Wien zurückkehrt, hängt nicht von den Veilchen ab. "Boleslav besitzt eine Kaufoption. Die gilt bis Mitte Dezember. Es liegt daher in ihren Händen", sagt Wohlfahrt.

Angesichts der violetten Probleme in der Innenverteidigung würde man den baumlangen Verteidiger mit offenen Armen empfangen – und hätte dies eigentlich schon gerne im Sommer.

"Wir wollten ihn zurückholen, aber es ist nicht gelungen. Der Boleslav-Präsident hat sein Veto eingelegt, denn Patrizio ist dort ein wichtiger Mann. Er spielt immer.“

Erst nach dem 15. Dezember wird es in dieser Causa also eine Antwort geben. Wohlfahrt verrät aber abschließend: „Die Kaufoption ist in einer Höhe, wo es okay wäre, wenn wir das Geld bekommen.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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