Und prompt trat die Austria nach taktischen Veränderungen ganz anders auf. "So wie die erste Hälfte verlaufen ist, habe ich gewusst, dass ich an der Taktik etwas verändern kann, damit wir die Mannschaft mit einem klaren Plan auf den Platz schicken. Wir haben sehr direkt gespielt, die Bälle viel aggressiver aufgenommen, Druck auf die letzte Linie gemacht. So haben wir den Rhythmus des Spiels total verändert", analysiert Helm.
Die Veilchen spielten – angeführt von einem nach der Pause überragenden Abubakr Barry – groß auf. "Wir haben Ried kaum Luft zum Atmen gelassen", freut sich Eggestein.
Letztlich fuhren die Wiener einen verdienten Sieg ein. "Das zeigt, wie gefestigt wir sind, dass uns ein 0:2 daheim nicht aus der Ruhe bringt", sagt Ranftl.
Es braucht Zeit
Der Routinier will nicht unerwähnt lassen, dass die Abgänge von Dominik Fitz und Maurice Malone schon ihre Spuren hinterlassen haben: "Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Wir haben sehr wichtige Spieler abgegeben, sind jünger geworden. Das dauert einfach, bis wir wieder auf dem Niveau sind, auf dem wir letztes Jahr waren."
Doch nach drei Siegen in Serie ist die Stimmung in Wien-Favoriten – rechtzeitig vor dem Derby am kommenden Sonntag – wieder richtig gut.
Helm abschließend: "Aus so einem Spiel kann man Energie ziehen. Der Glaube an das, was man schaffen kann, steigt."