Endstand
2:1
1:0 , 1:1
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Auch dank eines "dummen" Elfers: Der Blau-Weiße Glaube ist zurück

Blau-Weiß Linz gewinnt nach über vier Monaten wieder ein Bundesliga-Spiel. Simon Seidl und Co. erhoffen sich einen Push. Beim WAC ist der Ärger groß, auch wegen eines "total dummen" Elfmeters.

Auch dank eines "dummen" Elfers: Der Blau-Weiße Glaube ist zurück Foto: © GEPA

Die wahnsinnige Negativserie des FC Blau-Weiß Linz kommt zu einem Ende.

Nach über vier Monaten gewinnen die Linzer wieder ein Spiel in der ADMIRAL Bundesliga. Zuletzt siegten die Blau-Weißen am 4. Oktober mit 1:0 bei der Wiener Austria - noch unter Mitja Mörec. Der 2:1-Heimerfolg über den Wolfsberger AC ist also der erste Sieg unter Michael Köllner.

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Shon Weissmann (44.) und Joker Ronivaldo (80.) erzielen die Linzer Tore, Emmanuel Chukwu macht den späten Anschluss (90+4). Tabellarisch ändert sich für Blau-Weiß dadurch allerdings nichts. Man bleibt Zwölfter, holt aber trotz des überraschenden 1:1 der "Rotjacken" gegen Salzburg zwei Punkte auf den GAK auf.

Am wichtigsten für den Kopf

"Unglaublich, wir haben echt schon lange nicht mehr gewonnen", stellte auch Simon Seidl nach Abpfiff am "Sky"-Mikro fest. Der 23-Jährige erhofft sich, "dass wir jetzt so richtig in die Spur finden". Der Sieg soll neues Selbstvertrauen bringen.

Einen großen Dank richtet der BWL-Schlüsselspieler auch den Fans aus: "Ich finde es richtig geil, dass die Fans hinter uns gestanden sind, als wir richtig durch die Scheiße gegangen sind."

"Wenn der Anfang einmal getan ist ..."

Mit dem Sieg gab man erstmals seit Monaten etwas zurück an die Fans. Nicht nur, was das Endergebnis betrifft, wenn es nach Cheftrainer Köllner geht: "Die Mannschaft hat heute alles investiert, wir haben verdient gewonnen."

Blau-Weiß bleibt nichtsdestotrotz Letzter. Das spielt zumindest für Seidl aktuell keine übergeordnete Rolle: "Auf die Tabelle brauchen wir nicht mehr viel schauen. Ich glaube, wir müssen nur auf uns schauen. Schlussendlich kommen wir nur da raus, wenn wir gewinnen."

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Ebenso meint Coach Köllner schmunzelnd: "Die Tabelle wird durch den Sieg nicht besser." Die Linzer müssten noch viel Punkte holen. Im Fokus steht nun ohnehin die mentale Komponente des Sieges.

"Wichtig ist, dass wir einmal einen Start gefunden haben. Aller Anfang ist schwer, aber wenn der Anfang einmal getan ist, kann man die nächsten Schritte umso leichter machen", betont der deutsche Trainer. Seidl unterstreicht Köllners Aussage: "Wir sind noch lange nicht draußen, aber es war ein guter erster Schritt."

Ärger bei Atalan

Deutlich schlechter war die Stimmung wenig überraschend beim Wolfsberger AC, der wettbewerbsübergreifend vier Spiele am Stück verlor.

Chefcoach Ismail Atalan will nicht über eigene Ansprüche sprechen, stattdessen fordert er: "Wir müssen einfach mit einer anderen Haltung ins Spiel gehen. Der Ist-Zustand ist, dass noch mehr kommen muss."

"Total dummes Foul"

Es liege laut dem WAC-Trainer weniger an der Einstellung, "sondern daran, dass wir zu fahrig sind." Als Paradebeispiel - im negativen Sinne - erwähnt er die Situation, die zum Elfmeter führte. Boris Matic hält Simon Seidl beim Laufduell im Sechzehner, wonach Weissman die Führung besorgen kann.

Für Atalan ist klar: "Dann kommt der Elfmeter, der total dumm ist. Wenn ich ganz genau weiß, ich bin im Sechzehner, dann verhalte ich mich anders."

Top-Sechs? "Dann geht es sich vielleicht aus"

Mit der dritten Bundesliga-Niederlage in Folge bleibt der WAC auf Rang neun, der Rückstand auf das obere Playoff beträgt allerdings nur zwei Punkte.

Richtig hoch wird die Chance auf die Top-Sechs von den "Wölfen" trotzdem nicht eingeschätzt Wohl auch deshalb, weil die nächsten drei Gegner Rapid, Sturm und LASK heißen. "Es ist uns heute vor Augen gehalten worden, dass der WAC nur über Kampf und viel Arbeit kommen kann", weiß Atalan.

Torhüter Nikolas Polster trauert dem Sieg zwar nach, glaubt aber noch ans OPO: "Es ist weiterhin sehr eng. Wenn wir jetzt das Maximum holen, dann geht es sich vielleicht aus. Aber heute wäre es schon sehr wichtig gewesen."

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