Altach nach Remis enttäuscht: "Haben Riesen-Entwicklung genommen"
Für die Vorarlberger war in der Schlussphase sogar der Sieg möglich. Die Enttäuschung zeigt die gestiegenen Ambitionen beim SCRA.
Er lebt weiter, der Traum von der Meistergruppe!
Noch nie schaffte es der SCR Altach seit Einführung der Ligareform 2019/20 am Ende des Grunddurchgangs unter den Top sechs zu stehen - noch nie war die Chance größer.
In einer erneut kämpferisch tadellosen Leistung holte der SCR Altach zuhause spät gegen den SK Rapid ein 1:1. Am Ende war sogar mehr möglich. Zum Spielbericht >>>
"Gekämpft wie die Löwen"
"Wir haben eine Riesen-Entwicklung genommen. Wenn wir gegen ein Team wie Rapid enttäuscht sind, nach dem Spiel, dann haben wir vieles richtig gemacht", resümierte Altach-Coach Ognjen Zaric die Partie bei "Sky".
Auch Abwehrchef Benedikt Zech lobte die Mannschaft: "Wir haben gekämpft wie die Löwen. Das Ergebnis ist am Ende ein faires. Wir haben aber nie aufgegeben. Riesen Kompliment an die Mannschaft."
Nach dem Führungstreffer von Andreas Weimann kurz nach Seitenwechsel (50.) zeigte Altach erneut die richtige Reaktion und blieb am Drücker. Das wurde auch mit dem schön herausgespielten Ausgleichstreffer von Yann Massombo belohnt (86.).
Siegtreffer lag in der Luft
In der Nachspielzeit war Altach dem Sieg deutlich näher, auch weil Rapid durch den Platzverweis von Jakob Schöller in Unterzahl agieren musste (90.). Die beste Chance auf den Siegtreffer ließ der eingewechselte Sandro Ingolitsch liegen (90.+4).
"In der 2. Halbzeit haben wir speziell nach dem Gegentreffer ein ganz anderes Gesicht gezeigt, hatten nicht mehr wie zuvor zu viel Respekt. Da waren wir gut und hatten am Ende auch eine Drangphase, es ist unglaublich, wie Hedl den Ball von Sandro noch rausfischt", so Zaric. "Am Ende ist es schade, dass wir das Spiel nicht gewinnen."
Das sieht auch Ex-Rapidler Patrick Greil so: "Schön, dass wir so zurückgekommen sind. Es war ein sehr wichtiger Punkt am Ende."
Entscheidende Woche
Durch den Punktgewinn und die gleichzeitigen Ergebnisse auf den Nebenschauplätzen springt Altach auf Rang sieben, einen Punkt hinter dem sechstplazierten SK Rapid. Ein Showdown in der 22. Runde ist damit garantiert.
"Wir werden nicht aufgeben. Wir fahren nach Graz, wollen einen Dreier holen und dann hoffen wir, dass es sich ausgeht", so Zech.
Für die Vorarlberger war die Partie gegen Rapid der Beginn einer sehr intensiven Woche. Bereits am Mittwoch geht es im Halbfinale des Uniqa ÖFB-Cups weiter gegen Red Bull Salzburg (ab 18 Uhr im LIVE-Ticker >>>).
Die Entscheidung um die Meistergruppe folgt dann kommenden Sonntag auswärts beim SK Sturm Graz und Ex-Coach Fabio Ingolitsch (ab 17 Uhr im LIVE-Ticker >>>).
"Wir wollen den Schwung mitnehmen, wir können in beiden Spielen nur gewinnen. So wie wir aktuell spielen begeistert die Leute, Altach und Vorarlberg", lobte der Cheftrainer sein Team.