Der eine Spieler hinten - ich will nicht sagen, dass wir ihn uns hätten sparen können, aber ...
Die Statistik gibt Fischer recht: Bis zur Pause bzw. Umstellung waren es drei Schüsse (0,33 xG), danach elf Schüsse (1,55 xG).
"Aus meiner Sicht: Der eine Spieler hinten - ich will nicht sagen, dass wir ihn uns hätten sparen können, aber man hat gesehen, wenn wir vorne einen Spieler mehr haben, dann hast du einen mehr in der Box, bessere Anspielstationen, kannst besser kombinieren", erklärte der Mittelfeldmann weiter.
Der Wunsch wäre da, die Nachteile aber ebenso
Gleichzeitig weiß der FAK-Kapitän aber auch, dass das Austria-typische 3-4-3 "in der Vergangenheit eigentlich sehr gut funktioniert hat".
Ihm ist auch bewusst, dass die Viererkette ebenso ihre Tücken hat. "Du musst voll durchschieben und in den Laufduellen die Bälle ablaufen."
Wünschen würde er sich die Umstellung dennoch: "Ja, wieso nicht? Uns Offensivspielern geht es da vorne ein bisschen leichter, wenn du einen Spieler mehr hast. Wir haben gesehen: Wenn wir die Umstellung vornehmen, dann hat es einen Mehrwert. Das werden wir vielleicht in Zukunft auch so beibehalten. Es ist ja nicht meine Geschichte, ich entscheide das nicht."
Helm: System ist nicht entscheidend
Die Entscheidung über das Spielsystem trifft nämlich selbstverständlich Chefcoach Stephan Helm.
Der Burgenländer brachte nach dem Spiel nicht klar zum Ausdruck, ob eine Umstellung denn überhaupt denkbar wäre. Zunächst hob er die taktische Fluidität der Austria innerhalb der Spiele hervor. "Dementsprechend würde ich nicht alles an Formationen festmachen", so Helm.
Welche Formation oder welches System gespielt wird, hänge laut ihm auch von den jeweiligen Personalien ab.
"Die Grundsätze und Verhaltensweisen sind für mich aber viel wichtiger als die Formation. Denn dann kannst du auch die Formation ein bisschen drehen. So wie heute: Wir nehmen einen Verteidiger raus, bringen einen zweiten Stürmer - aber trotzdem bleiben die Verhaltensweisen des Teams gleich."