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Geschwächtes Sturm siegt trotzdem: "Das macht mich stolz"

Im Vorfeld des Spiels standen die Ausfälle der Grazer im Fokus, doch die Elf von Fabio Ingolitsch trotzte bei der Austria den Widerständen.

Geschwächtes Sturm siegt trotzdem: "Das macht mich stolz" Foto: © GEPA

Der SK Sturm Graz meldet sich mit einem 2:0-Sieg bei der Wiener Austria aus der Länderspielpause zurück.

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Oumar Diakite war mit einem Doppelpack kurz vor und kurz nach der Pause der Matchwinner der "Schwoazn". Für den Sommer-Neuzugang war es der erste Startelfeinsatz für seinen Leihklub.

Nicht nur von der Leistung des Ivorers war Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch angetan. "Wir hatten heute elf Löwen am Platz - egal in welcher Spielphase", beschrieb der Coach die Performance seiner Elf bildlich.

Schwierige Vorzeichen

Dabei waren die Vorzeichen, nicht nur aufgrund der insgesamt sieben (!) Ausfälle gegen die Austria, schwierig.

Ingolitsch erklärt: "Viele Jungs waren die letzten zwei Wochen nicht da, waren mit ihren Nationalteams unterwegs. Sie waren nicht ausgeruht, aber sie waren auf den Punkt wieder da."

Dass die "Blackies" über das Spiel hinweg "wirklich griffig und bereit zu leiden" waren, "das macht mich sehr stolz. Das spricht für meine Mannschaft."

Durch Simon Seidl kam Sturm früh zur ersten Chance. Daraufhin entwickelte sich eine offene Partie. Doch Diakite brachte nach Weinhandl-Flanke per Kopf in Front (45.+1). Acht Minuten nach Wiederbeginn entschied der Schiedsrichter Altmann auf Schwalbe von Diakite, erst nach VAR-Check korrigierte er auf Elfmeter für Sturm. Diakite übernimmt Verantwortung und stellt auf 2:0.

Trotzdem Verbesserungsbedarf

Wie sich sein Team in der Folge präsentierte, missfiel Ingolitsch ein wenig. "Wir hatten Möglichkeiten, wo wir das Spiel früher finishen hätten können. Deswegen wurde es am Ende auch turbulenter."

Wir tun die richtigen Dinge, aber wir müssen die Dinge auch richtig tun.

Fabio Ingolitsch

Aus dieser Phase, in der Julian Hettwer eine Topchance hatte und die Austria-Fans nach einem Rempler gegen Reinhold Ranftl Elfer forderten, will der Sturm-Coach gemeinsam mit seiner Truppe die richtigen Schlüsse ziehen.

Etwa tiefer im Block zu stehen, oder weniger Risiko mit Ball einzugehen.

Der 34-Jährige holt in diesem Zusammenhang etwas aus: "Wir tun die richtigen Dinge, aber wir müssen die Dinge auch richtig tun. Deswegen geht es eher um Effizienz als darum, effektiv zu sein. Denn das sind wir in meinen Augen."

Vom Angstgegner zum Lieblingsgegner?

Durch den 2:0-Erfolg bleiben die Steirer nun auch im dritten Spiel in Folge gegen die Austria ungeschlagen. Dabei galten die "Veilchen" vor nicht allzu langer Zeit als Angstgegner der Grazer, die sieben Spiele am Stück in direkten Duellen nicht gewinnen konnten.

Ingolitsch erinnert sich: "Als wir das erste Mal dort gespielt haben, wurde mir irgendetwas eingeredet, dass die Austria der Angstgegner wäre. Dann haben wir hier 5:2 gewonnen, waren danach Tabellenführer."

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Einer der wenigen, der während der Sieglos-Serie gegen die Austria noch dabei war: Jan-Gorenc Stankovic
Foto: ©GEPA

Zu Hause holte der Salzburger mit Sturm gegen die Violetten dann "leider nur" ein 1:1.

Mit dem 2:0 in der Generali Arena bleiben die Grazer unter Ingolitsch gegen die Austria also ungeschlagen. Hat er den einstigen Angstgegner zum neuen Lieblingsgegner gemacht? "Was in der Vergangenheit war, ist mir ehrlich gesagt auch richtig egal", meint der Sturm-Trainer dazu.

Nicht nur er selbst, sondern auch der Großteil des Kaders war bei der schwierigen Sturm-Phase gegen die Austria ohnehin noch nicht dabei. "Das ist so weit weg. Seitdem hatten wir gefühlte drei bis vier Umbrüche mit dem Kader - und mit mir einen neuen Trainer."

Ein Push für die Highlight-Woche

"Es war ein hochverdienter Sieg für uns, der uns für die nächsten Wochen gut tut", resümierte der Cheftrainer außerdem am "Sky"-Mikro.

Auch Luca Weinhandl meint: "Ein sehr wichtiger Sieg - damit geht es schon mal in eine gute Richtung, dass wir mit Selbstvertrauen ins nächste Spiel gehen."

Mit vielen englischen Wochen wartet ein hartes Programm auf Sturm. Zunächst geht es am Donnerstag zum Premier-League-Klub AFC Bournemouth, ehe am Sonntag das Grazer Derby gegen den GAK ansteht.

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