Endstand
2:1
2:1 , 0:0
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"Haben Flow nicht erreicht" - Altach stoppte Austrias Erfolgslauf

Nach zwei Siegen muss die Austria in Altach Punkte liegenlassen. Eggestein und Trainer Helm sehen die Probleme in der ersten Halbzeit.

"Haben Flow nicht erreicht" - Altach stoppte Austrias Erfolgslauf Foto: © GEPA

Die Wiener Austria verpasst in der 20. Runde der ADMIRAL Bundesliga nach einer 1:2-Niederlage gegen den SCR Altach den Sprung an die Tabellenspitze. Die Vorarlberger machen hingegen einen weiteren Schritt in Richtung der Meistergruppe.

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Torschütze Johannes Eggestein beschreibt nach dem Spiel vor allem die erste Halbzeit als nicht gut gelungen. Die zweite "war deutlich besser", so der Austrianer.

Lange gab es keine wesentlichen Highlights im Spiel, die Altacher hatten mehr Ballbesitz. Erst ab der 31. Minute kam Fahrt in die Partie, bei der die Altacher laut dem 27-Jährigen durch Milojevic verdient in Führung gingen, da sie das Spiel "in die Hand genommen" hatten.

Eggestein selbst konnte aber kurz darauf (33.) ausgleichen, ehe Altach durch Ouedraogo erneut traf (34.).

Altach in Hälfte eins das "bessere Team"

In der ersten Halbzeit sei Altach das bessere Team gewesen. "Wir haben nicht die Energie auf den Platz bekommen, die wir in den letzten beiden Spielen hatten. Wir haben die zweiten Bälle nicht gut attackiert und waren nicht schnell genug. Altach war da viel besser, viel griffiger und hat die zweiten Bälle abgefangen", sagt Eggestein über die Probleme in Halbzeit eins im "Sky"-Interview.

In der zweiten Halbzeit sei die Austria deutlich besser ins Spiel gekommen, habe aber die Chancen nicht genutzt. "Man hätte ja auch einen Punkt mitnehmen können, aber mehr war hier heute nicht drin", resümiert der Torschütze.

Trainer Stephan Helm stimmt ihm zu, vor allem das zweite Tor sei extrem ärgerlich gewesen. "Obwohl wir in der zweiten Halbzeit eine viel bessere Energie auf dem Platz hatten, ist es uns trotz ein, zwei guter Möglichkeiten nicht gelungen, doch noch einen Punkt mitzunehmen. Es ist nicht einfach, dann so einen Block zu bespielen", erklärt der Coach.

Die Fehler stehen für ihn bereits kurz nach der Partie fest: "Bei den Ballgewinnen in der ersten Halbzeit haben wir nicht entschlossen gekontert. Dadurch hatten wir immer dieselbe Situation. Der Rhythmus der Partie hat mir nicht gefallen, den hätten wir mehr durchbrechen sollen. Da sind wir nicht gefährlich geworden. Den richtigen Flow haben wir nie erreichen können."

Greil: "Haben es in allen Bereichen besser gemacht"

Patrick Greil spricht hingegen nach dem Sieg über den "selben Spielplan", den beide Mannschaften sich überlegt hätten.

"Wir haben es aber in allen Bereichen besser gemacht als die Austria und darum als Team heute vermutlich verdient gewonnen", sagt der Altacher. In der zweiten Halbzeit hätte man es mit sehr viel Leidenschaft und Fokus dann zu Ende gespielt.

Überglücklich zeigt sich auch Filip Milojevic über sein erstes Tor, nachdem er beim Kopfball in der 31. Minute am höchsten aufstieg. Generell will er aber auf die Mannschaftsleistung blicken: "Ich glaube, man hat es heute gesehen und auch seit dem neuen Jahr, wie wir reinkämpfen in jedem Spiel, egal, wer der Gegner ist. Wir schauen auf uns. Die Saison ist noch lange und wir machen weiter", erklärt der 21-Jährige.

Trainer Ognjen Zaric sieht den Schlüsselpunkt der Partie nach der "super ersten Halbzeit" vor allem auch in dem Moment, als seine Mannschaft "nach dem Rückstand überragend gut reagiert" und nach nur wenigen Sekunden wieder in Führung gehen konnte.

Altach will sich noch nicht mit Top-6 befassen

In der Tabelle verpasst die Austria den Sprung nach ganz oben, Altach liegt zumindest bis Sonntag auf Rang sieben. Nächste Woche folgt das Duell mit dem Sechsten, Rapid. Die Wiener sind nur einen Punkt voraus.

Übermäßige Hoffnungen auf die Top-6 will sich Milojevic dennoch aktuell nicht machen: "Wir schauen weniger auf die Tabelle, sondern von Spiel zu Spiel und Woche zu Woche und dann sehen wir, was rausspringt."

Ähnlich sieht die Lage Greil: "Es bringt jetzt nichts, wenn man jeden Tag an die Gruppe im oberen Playoff denken", erklärt er.

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