Endstand
2:2
1:1, 1:1
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"Eine Frechheit" - Große Schiri-Aufregung bei BW Linz

Die Stahlstädter sind in Salzburg auf Sieg-Kurs, ehe ein strittiger Elfmeter gegen sie gepfiffen wird.

Foto: © GEPA

Unter anderen Umständen hätte der FC Blau-Weiß Linz am Samstag allen Grund zur Freude gehabt.

Die katastrophal in die Saison gestarteten Stahlstädter fahren mit einem 2:2 beim FC Red Bull Salzburg (Spielbericht>>>) ihren ersten Punkt der Bundesliga-Saison ein und liefern dabei eine starke Leistung.

Tatsächlich ist die vorherrschende Emotion im blau-weißen Lager nach Spielende in der Red Bull Arena allerdings Ärger. Großer Ärger.

Der Grund dafür? Eine Elfmeter-Entscheidung von Schiedsrichter Isa Simsek, der im Endspurt der Partie vom VAR an die Seitenlinie gebeten wird und dort sieht, wie der Ball nach einem Abschluss von Moussa Yeo am Körper von Manuel Maranda abprallt und von dort an dessen Hand springt. Simsek entschied auf Elfmeter, Petar Ratkov verwertete.

Maranda ist außer sich

"Das ist einfach eine Frechheit", ist Maranda nach dem Spiel gegenüber "Sky" außer sich. "Der Ball geht eindeutig zuerst an den Körper und dann springt er an die Hand weiter. Wenn man da Elfmeter gibt, dann hat man in jedem Spiel mindestens fünf Elfmeter."

Der Abwehrspieler wirft Simsek vor, "irgendwas kompensieren und ins Spiel eingreifen zu müssen, was so unnötig war, bei so einer Situation".

Maranda sieht Blau-Weiß, genau so wie sein Trainer Mitja Mörec, systematisch ungerecht behandelt. "Vorige Woche kriegen wir einen Elfmeter gegen Ried nicht, obwohl Sollbauer Mensah klar auf die Ferse steigt. Gegen den WAC wird ein Hand-Elfer gegen uns gepfiffen, bei dem kein Mensch im ganzen Stadion weiß, warum", ist auch der Neo-Coach der Linzer sauer.

Der Slowene appelliert: "Ich weiß nicht, wie ein Verteidiger in einer solchen Situation reagieren soll. Die Schiedsrichter müssen verstehen, dass es um Jobs, Punkte und ums Überleben geht."

Seidl: "Haben gezeigt, dass wir mithalten können"

Für drei Punkte reichte es schlussendlich zwar nicht in Salzburg, aber immerhin konnte eine satte Portion Selbstbewusstsein gesammelt werden. "Es war eine richtig gute Leistung. Wir haben zwei Tore geschossen und noch Chancen auf mehr gehabt. Das müssen wir für die kommenden Aufgaben mitnehmen", so Mörec.

Auch der blau-weiße Doppelpacker vom Samstag, Simon Seidl, hofft nun auf die Trendumkehr: "Nach den ersten vier Runden war schon eine schlechte Stimmung in der Mannschaft. Wir haben geschaut, dass wir wieder rauskommen und positiv bleiben. Ich glaube, dass wir die Qualität haben. Wir haben heute gezeigt, dass wir mithalten können."

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